Snappa MicroStrategy findet Nachahmer: Bitcoin-Rücklagen immer populärer

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

Eichhörnchen sammelt Nüsse in Anlehnung an Bitcoin-Rücklagen.

Quelle: Shutterstock

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Bitcoins werden als Investment für Unternehmen immer attraktiver, wie zwei aktuelle Beispiele zeigen. Ein populärer Hedgefonds-Manager ergreift ebenfalls für die Kryptowährung Partei.

Was war das für ein Paukenschlag, als das US-Börsenunternehmen MicroStrategy verkündete, mehr als 21.000 BTC erstanden zu haben. Die Resonanz dazu ließ nicht lange auf sich warten. Dass dieser Schritt, Bitcoins als Reserve-Asset einzusetzen, Nachahmer finden würde, ist demnach nicht weiter erstaunlich. Wenn ein Gigant wie MicroStrategy einen solchen Schritt wagt, warum sollten es kleinere Unternehmen denn nicht auch versuchen. Wohlgemerkt: MicroStrategy ist immerhin der größte börsennotierte Dienstleister für Geschäftsanalytik in den USA. 


Wie jetzt bekannt wurde, hat Snappa einen ähnlichen Schritt unternommen. Das Startup ist ein SaaS-Dienstleister für Grafiktools. Auch wer selbst kein Grafiker ist, kann mithilfe der Services Grafiken für seinen Onlineauftritt erstellen. Co-Gründer Christopher Gimmer hat einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem er ausführlich erläutert, warum seine Wahl für ein Reserve-Asset auf Bitcoin gefallen ist. Dieser Beitrag hat auf Reddit sogleich zu einer fruchtbaren Diskussion geführt. 

Bitcoin-Risiko sinkt, Fiatgeld-Risiko steigt

Gimmer geht auf das Vorurteil ein, wonach ein Investment in Bitcoin deutlich „riskanter“ als eine Anlage in Fiatgeld sei. Dies stimme aber nicht mehr. Mittlerweile sei das Halten von Fiatwährungen, insbesondere über längere Laufzeiten, eher riskanter geworden. Er zitiert den Hedgefonds-Manager und Multimilliardär Paul Tudor Jones. Unlängst wurde bekannt, dass dieser etwa zwei Prozent seines Gesamtvermögens in Bitcoin investiert hat. “Wenn Sie Bargeld nehmen und unter Kaufkraftgesichtspunkten darüber nachdenken, wissen Sie, dass Ihre Zentralbank das erklärte Ziel hat, seinen Wert um zwei Prozent pro Jahr zu mindern. Sie haben also de facto ein stetig schwindendes Guthaben in Ihren Händen.“ Gimmer ist mindestens genauso von der Argumentation des MicroStrategy-CEOs Michael Saylor überzeugt. In der Pressemitteilung anlässlich der eingangs erwähnten Investition spricht Saylor von einem „zuverlässigen Investment-Asset und attraktivem Anlagewert“. Bitcoin habe außerdem ein „größeres Wertsteigerungspotenzial als Bargeld“.

Weiter ist bei Saylor von den „globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten“ die Rede, nicht zuletzt wegen der weiter grassierenden Covid-19-Pandemie. Ihretwegen schnüren die Staaten unentwegt weitere Rettungsschirme. Daher sei man bei MicroStrategy überzeugt, dass „ein erheblicher Abwertungseffekt auf den langfristigen realen Wert von Fiat-Währungen und vielen anderen konventionellen Anlageformen“ zu erwarten sei.

Gimmer ist sich sicher, dass nach MicroStrategy und Paul Tudor Jones weitere Investoren ihre Haltung zu Bitcoin überdenken werden. Natürlich geht sein Blogbeitrag auch auf das Volatilitätsrisiko von Bitcoin ein. Ebenso sind die Bestrebungen der Zentralbanken in Hinblick auf CBDCs ein Thema. Wie auch immer man dazu steht, werden MicroStrategy und Snappa garantiert nicht die letzten Unternehmen gewesen sein, die einen derartigen Anlageschritt wagen.

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