Free Float vs. Market Cap Marktkapitalisierung ade? Wie der Free Float Supply zum neuen Bitcoin-Standard werden könnte

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Der Ansatz, den Bitcoin-Markt mit der Marktkapitalisierung zu berechnen, verzerrt das Marktgeschehen signifikant. Die Analysten von Coin Metrics stellen mit dem Free Float Supply ein Modell vor, mit dem Trader deutlich genauere Informationen über die Umlaufmenge erhalten.

Dass das mit der Bitcoin-Marktkapitalisierung so eine Sache ist, haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach diskutiert. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Finanzsektor und ergibt sich aus der Anzahl der umlaufenden Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs (Anzahl der Aktien x Aktienkurs = Marktkapitalisierung). Im Kern beschreibt die Marktkapitalisierung den Börsenwert eines Unternehmens, so entspricht die Marktkapitalisierung genau dem Preis, den Käufer für die gesamte Übernahme eines Unternehmens bezahlen müssten.

Bitcoin-Marktkapitalisierung stößt an seine Grenzen


In der Krypto-Welt spielt der Begriff der Marktkapitalisierung ebenfalls eine übergeordnete Rolle. So vergleicht man den Marktwert von Kryptowährungen, indem man die Anzahl der emittierten Coins mit dem aktuellen Kurs multipliziert. Je höher die Marktkapitalisierung, desto liquider und wertvoller der Coin.

Allerdings stößt die Methode immer wieder auf Kritik. Schließlich bezieht man bei der Berechnung Coins ein, die nachweislich nicht Teil des umlaufenden Angebots sind. Prominentestes Beispiel: Satoshi Nakamotos Bitcoin-Schatz. Obwohl es als gesichert gilt, dass der Schöpfer des digitalen Goldes die Private Keys zu seinen BTC vernichtet hat, sind sie Teil der Umlaufmenge – und verzerren die Market Cap signifikant.

Free Float Supply als Lösungsansatz

Mit dem sogenannten Free-Float-Modell stellen die Krypto-Analysten von Coin Metrics jetzt eine Berechnungsgrundlage vor, die die Liquidität am Markt deutlich genauer beschreibt. Im Grundsatz handelt es sich bei Free Float Supply um eine Methodologie, die nur die Coins in die Berechnung der Marktkapitalisierung einbezieht, die tatsächlich umlaufen. BTC im Besitz von Unternehmen, Stiftungen oder solche, die seit fünf Jahren nicht mehr bewegt wurden, werden rausgerechnet.


Tatsächlich ergibt sich mit diesen Annahmen ein Bitcoin Supply, der um 22 Prozent geringer ist, als der, den etwa Coinmarketcap ausweist. Genauer gesagt stünden dem Markt aktuell nicht 18,4 Millionen BTC, sondern lediglich 14,3 Millionen BTC zur Verfügung.

Market Cap vs. Free Float Supply. Quelle: Coin Metrics.

Die Autoren des Papiers versprechen sich von ihrer Methode eine genauere Beschreibung des tatsächlichen Marktumfeldes – mit weniger Verzerrungen. Akteure könnten mit dem Free-Float-Ansatz bessere Entscheidungen über die Liquidität am Markt treffen.

Ein standardisierter Ansatz wie dieser wurde bisher noch nicht konsequent zur Bestimmung der Marktkapitalisierung von Krypto-Assets angewandt. Dies hat den Markt daran gehindert, ein klares Verständnis des verfügbaren Angebots und der Marktkapitalisierung zu entwickeln,

heißt es in dem Coin-Metrics-Papier.


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