Luxemburg: Erster Immobilienverkauf via Token

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Quelle: Shutterstock

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10.000 Euro pro Quadratmeter und mehr? Im luxemburgischen Immobilienmarkt sind solche Preise keine Seltenheit. Wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, die Vorteile des Immobilieneigentums zu nutzen, ohne Millionen auszugeben.

Wie das Newsportal siliconluxembourg.lu berichtet, wurde zum ersten Mal eine Immobilie tokenisiert und auf diese Weise verkauft. Das kann man sich in etwa so vorstellen: Die Immobilie bekommt in der digitalen Welt ein einzigartiges Abbild. Dieses Abbild lässt sich dann in beliebig viele Teile splitten. Anstatt die gesamte Immobilie zu kaufen, kann man dann Teile davon kaufen. Warum man das machen sollte? Als Besitzer von Teilen der Immobilie bekommt man beispielsweise – je nach Struktur des Token – Teile der Miete. Außerdem scheint der Immobilienmarkt ein sicherer Markt für Kapitalvermehrung zu sein. So stiegen in der City von Luxemburg die Preise in den letzten 12 Monaten um 14 Prozent.

Property Token SA nutzt Ethereum-Blockchain

Aus einem Joint Venture zweier örtlicher Immobilienunternehmen ging Property Token SA hervor. Das Start-up hat dann die Tokenisierung durchgeführt. Rechtlich gesehen sei dieser Schritt von Juristen und Steuerberatern abgesegnet, die sich auf das Verbriefungsgesetz vom 22. März 2004 berufen. Die digitale Verbriefung hat auf der Ethereum-Blockchain stattgefunden. Das Produkt ist folglich ein ERC20-Token.

Was man sich darunter vorstellen kann

Investoren – hier lediglich „friends and family“ – konnten bereits mit einem Investment von 1.000 Euro einsteigen. Dafür gab es dann eine sog. „Zeroelectronic Solo Card“, also eine Art Kreditkarte, auf der das Investment gespeichert sei. Die entsprechenden Einnahmen werden automatisch an die Investoren ausgeschüttet – Smart Contracts sei Dank. Doch die Tokenisierung hat noch weitere Vorteile. So können die digitalen Anteile schnell ge- und verkauft werden, wodurch in einen statischen, langsamen Markt mehr Dynamik und Flexibilität Einzug erhalten. Auch das Management der Immobilie wird insgesamt schlanker werden, wodurch Verwaltungskosten gesenkt werden können.

Und was ist mit Deutschland?

Auch in Deutschland hat sich einiges an der STO-Front getan. So hatten wir kürzlich die Fundament Group zum Thema Tokenisierung von Immobilien im Interview. Durch die begehrte BaFin-Lizenz werde sich bei diesem Unternehmen im nächsten halben Jahr viel bewegen. In Luxemburg soll jedenfalls bis Ende diesen Jahres ein öffentliches „Premiumprojekt“ anlaufen. Die dafür ausgegebenen Token soll man dann wie andere Token auf diversen Krypto-Börsen handeln können.

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