Kryptobörse Kraken äußert sich zu Schließungsgerüchten

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: shutterstock

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Die Gerüchteküche in der Kryptowelt hat mal wieder ordentlich gebrodelt. So waren mehrere Reddit-Nutzer felsenfest von der Schließung eines kanadischen Standorts der Kryptobörse Kraken überzeugt. Nun hat sich die Kryptobörse selbst zu Wort gemeldet und alle diesbezüglichen Gerüchte dementiert.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Christopher Klee

Als am 3. September ein Reddit-Nutzer behauptete, dass die Kryptobörse Kraken seinen Standort im kanadischen Halifax geschlossen hat, schlug diese Nachricht hohe Wellen. Wie Finance Magnate am 6. September berichtete, würde die Schließung der Niederlassung, die vor allem für die Kundenbetreuung zuständig ist, hunderte Angestellte arbeitslos machen.

Zudem wurden Stimmen laut, die Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte witterten. So gaben einige Reddit-Nutzer an, dass ein privater Sicherheitsdienst die ehemaligen Kraken-Angestellten von dem Gelände führen würden und zwar kurz nachdem sie freiwillige Entlassungspapiere unterzeichnet hätten. Auch soll es eine obligatorische Mitarbeiterversammlung gegeben haben, bei der man die Mitarbeiter über ihre Kündigung informiert hat. Einer der ehemaligen Kraken-Angestellten erklärt, dass man aufgrund eines neuen Büros in Asien die Unternehmenskosten senken müsse, weshalb bereits 57 Personen ihre Jobs verloren hätten. Angesichts der Schließung sei nun klar, dass diese Maßnahme offensichtlich nicht ausgereicht hätte. Ein weiterer Reddit-Nutzer weiß die vermeintliche Schließung anders zu begründen: Da die Adresse des Kraken-Büros bekannt geworden sei, sei eine Sicherheitslücke entstanden, die durch die Schließung behoben werden solle. Die Vielzahl der Details überrascht.

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Nachdem ein neugieriger Twitter-Nutzer der Sache auf den Zahn fühlen wollte, fand der Kraken-Support klare Worte:

Demnach wolle Kraken weder Standorte schließen, noch gebe es eine Sicherheitslücke.

Wegen der vielen Anfragen bezüglich der Nachricht über die Schließung der Niederlassung in Halifax musste das Support-Team der Kryptobörse seine Richtigstellung mehrfach in den sozialen Medien wiederholen. Doch ist die Gerüchteküche einmal warm, kühlt sie sich so schnell nicht ab. Möglicherweise liegt es auch an der detailreichen Schilderung mehrerer Reddit-Nutzer, dass sich dieses Gerücht nicht so schnell aus der Welt schaffen lässt.

Laut Finance Magnates ist es erst knapp sechs Monate her, dass Kraken Business Insider gegenüber berichtete, eine Verdoppelung der Belegschaft anzustreben. So habe ein Mitarbeiter bestätigt, dass die Kryptobörse plant, 2018 weitere 800 Mitarbeiter einzustellen. Das Unternehmen beschwere sich allerdings über einen Mangel an Kandidaten mit „Expertise und Scharfsinn für diesen Bereich“.

Im April zog sich Kraken jedoch aus dem japanischen Kryptomarkt zurück. Auch wenn die Kryptobörse hoffe, in der Zukunft wieder japanische Kunden bedienen zu können, seien die Kosten hierfür gegenwärtig zu stark gestiegen. Vielleicht findet sich hier ein Ursprung für die Hartnäckigkeit des Gerüchts um die Schließung.

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