Krypto in DACH 

So treibt die Deutsche Börse die Krypto-Adoption in Deutschland voran

Die Deutsche Börse wendet sich immer mehr dem Krypto-Sektor zu. Das bedeuten die Investitionen für den deutschsprachigen Space.

David Scheider
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Beitragsbild: ChatGPT

| Die Deutsche Börse investiert massiv in Krypto

Die Deutsche Börse tritt immer entschiedener in den Kryptosektor ein. Die Handelsplattform mit Sitz in Frankfurt verkündet in dieser Woche gleich zwei Meilensteine. Zum einen steigt die Aktiengesellschaft bei Payward, dem Mutterkonzern von Kraken, ein und investiert 200 Millionen US-Dollar in die Krypto-Exchange. Außerdem verkündet Clearstream eine Kooperation mit dem RWA-Anbieter Ondo, um den Handel mit tokenisierten Wertpapieren voranzutreiben. Clearstream ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Börse. Gelistet werden die tokenisierten Wertpapiere auf 360X, ebenfalls eine Tochter der Deutschen Börsen.

Deutsche Börse steigt bei Kraken ein

Die Muttergesellschaft der Krypto-Börse Kraken, Payward, hat sich eine Investition in Höhe von 200 Millionen US-Dollar von der Deutsche Börse Group gesichert. Die Transaktion folgt auf ein bereits bestehendes Partnerschaftsabkommen der beiden Unternehmen und das vorangegangene Engagement von Citadel Securities.

Kraken-Bewertung mit Abschlag

Die Deutsche Börse erhält durch die Vereinbarung einen vollständig verwässerten Anteil von 1,5 Prozent an Payward. Daraus ergibt sich eine implizierte Unternehmensbewertung von rund 13,3 Milliarden US-Dollar.

Das liegt deutlich unter den 20 Milliarden US-Dollar, die Kraken noch im November 2024 aufgerufen hatte. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2026 erwartet.

Kooperation mit Clearstream: Ondo bringt tokenisierte Aktien auf Solana und Ethereum

Ondo Finance, Clearstream und 360X haben eine Partnerschaft geschlossen, die tokenisierte Wertpapiere in regulierte Marktinfrastruktur integriert. Konkret sind jetzt zehn tokenisierte US-Aktien und ETFs von Ondo auf 360X handelbar, dem von der Deutsche Börse Group betriebenen regulierten Handelsplatz für digitale Assets. Darunter finden sich Token von Apple, Amazon, Nvidia, Tesla sowie die ETFs SPY und QQQ. Es handelt sich um das bislang größte Einzel-Listing auf der Plattform.

Die Assets laufen auf Blockchains wie Ethereum, Solana und BNB Chain. In einer zweiten Phase sollen die tokenisierten Assets in die Verwahrungs- und Abwicklungsinfrastruktur von Clearstream integriert werden, sodass institutionelle Investoren onchain-Wertpapiere über ihre gewohnten Workflows nutzen können.

AllUnity bringt Euro-Liquidität in DeFi: EURAU-Pools auf Uniswap und Raydium live

AllUnity, ein regulierter Stablecoin-Emittent mit Sitz in Frankfurt, hat EURAU/USDT-Liquiditätspools auf mehreren dezentralen Börsen eingeführt. Unterstützt wird der Rollout von Flowdesk, das die Liquiditätsversorgung übernimmt.

Die Handelspools laufen auf den ETH-Plattformen Uniswap und Tempo sowie auf der Solana-DEX Raydium . AllUnity wurde von DWS, Flow Traders und Galaxy gegründet und betreibt mit EURAU und CHFAU MiCAR-konforme Stablecoins, die vollständig durch Reserven gedeckt sind.

Mit dem Launch reagiert das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach Euro-Liquidität in DeFi-Märkten, die bislang von US-Dollar-Stablecoins dominiert werden. Hintergrund ist ein strukturelles Problem, das zuletzt auch Qivalis-CEO Jan-Oliver Sell im BTC-ECHO-Interview beschrieben hatte: Der Marktanteil von Euro-Stablecoins liegt bei gerade einmal 0,2 Prozent, obwohl der Euro die zweitwichtigste Währung der Welt ist. AllUnity setzt dabei auf einen Multi-Chain-Ansatz und will die Pools schrittweise auf weitere Handelsplätze ausweiten.

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