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Das sind die 5 wichtigsten Krypto-News der Woche

Die Quantengefahr ist real. Zumindest laut einem neuen Vorschlag aus der Bitcoin Community. Doch Goldman Sachs sorgt sich darum nicht. Was den Krypto-Markt diese Woche bewegt hat.

Dominic Döllel
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Eine rote Kaffeetasse mit Untertasse steht auf einem Holztisch mit einer goldenen Bitcoin-Münze, die die Welt der Kryptowährung symbolisiert, neben einem Smartphone und einer zusammengerollten Zeitung im Hintergrund.

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Bitcoin Community hat Sorge, ob ein Kaffee zur Entspannung reicht?

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.

BIP-361: Bitcoin-Entwickler bringen Einfrieren anfälliger Wallets ins Spiel

Mit BIP-361 stellen Bitcoin-Entwickler ein zentrales Prinzip des Netzwerks zur Disposition. Der Vorschlag sieht vor, das System schrittweise auf quantenresistente Adressen umzustellen und gleichzeitig Guthaben in alten, potenziell anfälligen Wallets einzufrieren. Ergänzt wird das Konzept durch einen Wiederherstellungsmechanismus auf Basis von Zero-Knowledge-Proofs für Nutzer, die die Migration nicht rechtzeitig umsetzen.

Der dreistufige Plan reicht von der Einschränkung neuer Transaktionen bis zur vollständigen Ungültigkeit alter Signaturen. Damit könnten auch große Bestände wie die Satoshi zugeschriebenen Bitcoin betroffen sein. Während Befürworter die Maßnahme als notwendigen Schutz sehen, warnen Kritiker vor einem tiefgreifenden Eingriff in Eigentumsrechte und einem möglichen Präzedenzfall für zentrale Eingriffe in das Netzwerk.

BitMEX stellt sich dagegen und setzt auf Quanten-Frühwarnsystem

In der Bitcoin-Community wächst die Unsicherheit über den Umgang mit möglichen Quantenangriffen, doch BitMEX positioniert sich klar gegen vorsorgliche Eingriffe. Mit dem sogenannten Canary Fund schlägt das Unternehmen ein Frühwarnsystem vor, das ohne unmittelbare Einschränkungen auskommt. Im Kern steht eine spezielle Bitcoin-Adresse ohne bekannten Private Key, die nur durch einen leistungsfähigen Quantencomputer zugänglich wäre.

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Erst wenn es gelingt, Coins aus dieser Adresse zu bewegen, soll ein Eingriff erfolgen. BitMEX argumentiert, dass ein Freeze nur bei nachgewiesener Bedrohung gerechtfertigt sei und nicht auf bloßen Annahmen basieren dürfe. Der Ansatz versteht sich als Gegenmodell zu BIP-361 und zielt darauf ab, die freie Verfügbarkeit von Bitcoin so lange wie möglich zu erhalten.

Weshalb der Markt das Risiko bereits einpreist und welche Notfall-Lösungen für Bitcoin diskutiert werden, lest ihr in diesem Artikel: Bitcoin-Experte warnt: Ohne Lösung droht der Totalverlust.

Goldman Sachs plant Bitcoin ETF mit Optionsstrategie

Goldman Sachs treibt seine Krypto-Offensive weiter voran und hat erstmals einen eigenen Bitcoin-Strategie-ETF bei der US-Börsenaufsicht eingereicht. Anders als klassische Spot-Produkte setzt der Fonds auf indirektes Exposure über bestehende ETPs. Ergänzt wird das Konzept durch den Verkauf von Call-Optionen, um zusätzliche Erträge zu generieren.

Die Zuflüsse bei den Bitcoin ETFs überwiegen derzeit I Quelle: BTC-ECHO

Mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens sollen in Bitcoin-nahe Instrumente fließen, ohne dass die Bank selbst BTC hält. Der Schritt markiert einen Strategiewechsel, nachdem Goldman zuvor vor allem in bestehende Produkte investiert hatte. Die Entwicklung zeigt, wie etablierte Finanzakteure zunehmend eigene Strukturen im Krypto-Markt aufbauen.

Deutsche Börse investiert in Krypto-Unternehmen

Mit einer Investition von 200 Millionen US-Dollar steigt die Deutsche Börse bei Payward ein, dem Mutterkonzern der Krypto-Börse Kraken. Die Beteiligung unterstreicht den wachsenden Schulterschluss zwischen traditioneller Finanzinfrastruktur und Krypto-Unternehmen. Ziel ist der Aufbau einer integrierten Plattform für institutionelle Investoren.

Die Bewertung von Payward liegt dabei unter früheren Niveaus, was auf veränderte Marktbedingungen hindeutet. Dennoch signalisiert der Deal Vertrauen in die langfristige Entwicklung des Sektors. Die Partnerschaft geht damit über eine reine Kooperation hinaus und wird zu einem strategischen Kapitalengagement.

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Warum der Einstieg der Deutschen Börse bei Kraken ein starkes Signal für institutionelle Krypto-Adoption ist, lest ihr hier: So treibt die Deutsche Börse die Krypto-Adoption in Deutschland voran.

Krypto-Börse Kraken weist Erpressungsversuch zurück

Die Krypto-Börse Kraken sieht sich mit einem Erpressungsversuch konfrontiert, bei dem Angreifer mit der Veröffentlichung interner Daten drohen. Laut Sicherheitschef Nick Percoco handelt es sich jedoch nicht um einen umfassenden Systemhack. Kundengelder seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.

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Betroffen sind rund 2.000 Nutzerkonten aus zwei Vorfällen unbefugten Zugriffs. Kraken kooperiert nach eigenen Angaben mit Behörden, um die Verantwortlichen zu identifizieren. Das Unternehmen lehnt Verhandlungen mit den Angreifern ab und setzt stattdessen auf strafrechtliche Verfolgung.

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