Bitcoin-Börse Coinbase erhält E-Money-Lizenz in Irland

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die Krypto-Börse Coinbase hat von der irischen Zentralbank offiziell eine E-Money-Lizenz erhalten. Dadurch ebnen sich für die Plattform neue Wege auf dem europäischen Finanzmarkt.

Wie Zeeshan Feroz, Geschäftsführer von Coinbase Großbritannien, am 12. Oktober bekannt gegeben hat, ist die Krypto-Börse „eines der wenigen Unternehmen“, die über eine E-Money-Lizenz verfügen. Ausgestellt hat die Lizenz die irische Zentralbank. Die Zulassung ermögliche es Coinbase, die „irische Geschäftstätigkeit auszuweiten und Kunden in einem der am schnellsten wachsenden Märkte ein besseres Produkt anzubieten“, so Feroz.


Coinbase hat erst im vergangenen Jahr einen Sitz in Dublin eingerichtet. Durch die Lizenz erhält Coinbase nun unter anderem Handlungsfreiheit im europäischen Finanzsektor. Durch die E-Money-Lizenz kann Coinbase in jedem anderen Mitgliedstaat der EU Geschäfte tätigen.

Lizenz ist ein wichtiger Schritt für Coinbase

Für Feroz bedeutet die Lizenz dabei vor allem „einen wichtigen Schritt für die Mission, ein offenes Finanzsystem für die Welt zu schaffen“. Außerdem gewährleiste die Genehmigung das sichere Einreisen der Kunden in der Europäischen Union.

Feroz stellt zudem fest:

Europa stellt eine große Chance für Coinbase dar und die heutige Ankündigung ist ein weiterer positiver Schritt für uns in der Region. Die Genehmigung der Central Bank of Ireland wird es uns nun ermöglichen, unsere irische Geschäftstätigkeit auszuweiten und unseren Kunden in einigen unserer am schnellsten wachsenden Märkte ein besseres Produkt anzubieten.

Martin Shanahan, Geschäftsführer der irischen Agentur für die Förderung ausländischer Investitionen IDA, deutet die E-Money-Lizenz für Coinbase indes als irischen Lockruf für Finanzdienstleister:

Die Entscheidung von Coinbase für Dublin stärkt Irland als Heimat für Finanzdienstleistungsunternehmen mit einem unternehmensfreundlichen Umfeld, in dem Firmen wachsen und gedeihen können.

E-Money-Richtlinien

E-Money ist eine digitale Alternative zu Bargeld. Es ermöglicht den Benutzern, mit Geld zu bezahlen, das beispielsweise auf einer Karte oder einem Telefon  gespeichert ist. Dabei gelten allerdings EU-Vorschriften. Die Vorschriften sind durch Richtlinien (E-Money Directive, EMD) der Europäischen Kommission festgelegt. Die E-Money-Richtlinien legen die Regeln für Geschäftspraktiken sowie die Aufsicht über E-Money-Institute fest.

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