Klarna Exec: Bitcoin hilft kleinen Händlern beim globalen Handel

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: Linkedin

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Wenn es nach dem nordamerikanischen Klarna CEO Brian Billingsley geht, haben Bitcoin und die Blockchain ihr Versprechen gehalten “viele Probleme in der Zahlungsabwicklung” zu lösen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Dennoch, so der Unternehmer, sei sein in Schweden ansässiges Unternehmen mit mehr als 1.200 Mitarbeitern noch nicht bereit für eine Bitcoin Integration, wie beispielsweise die Startups Shopify oder Stripe. Billingsley zufolge sei der Wertbeitrag der Technologie im Zahlungsverkehr und im Onlinehandel noch zu unklar.

Auf der Keynote 2015 Konferenz deutete Billingsley an, dass Klarna sich als oberstes strategisches Ziel einen reibungslosen Abwicklungsprozess der Kundenzahlungen gesetzt hat. Alle Stellen wo eine Reibung entstehen könne, sollen beseitigt werden. Eine Eigenschaft die Bitcoin als digitale Währung bisher noch nicht erreicht hat, so Billingsley:

“Wir haben bereits interne Pilotprojekte mit Bitcoin gestartet. Wir lieben das Konzept der Bitcoin-Zahlung, [aber] wir haben bisher nicht genügend Kundenerfahrungen, die zu 100% reibungslos abgelaufen sind.”


Billingsley bestätigte jedoch, dass Klarna die Entwicklung der Technologie genauestens beobachtet und bereits mit schwedischen Regulatoren darüber gesprochen habe, wann das Unternehmen seinen Kunden und mehr als 50.000 Partner-Händler, Bitcoin-Zahlungen ermöglichen könne.

Auch wenn Klarna weiter an dieser Front arbeiten wird, betonte Billingsley, dass er bisher das Gefühl hat, Bitcoin ziehe hauptsächlich technisch versierte Menschen an. Eine effektive Absatzsteigerung bringe eine Bitcoin-Akzeptanz für die Klarna-Händler bisher vermutlich noch nicht mit sich.

“Wenn die Shopper Bitcoin besitzen, gibt es viele interessante Anwendungsbeispiele, aber wir werden noch eine Weile benötigen um herauszufinden, wie wir es bei uns integrieren und einen durchschnittlichen Kunden mit unserer Entscheidung glücklich machen.”

In einem Interview verwies der  FIS und Alliance Data Veteran zudem auch auf die nicht monetären Anwendungen von Bitcoin und der Blockchain.

Internationale Zahlungen

Es gibt einen Trend, bei dem Bitcoin und die Blockchain Billingsley zufolge tatkräftig mitwirken können: Die globale Erreichbarkeit kleiner Händler.

“Es ist erstaunlich, wie viele globale Händler es mittlerweile weltweit gibt, auch wenn manche von ihnen noch so klein sind. Wir beobachten  $5m-$10m Händler, die 20% ihre Umsätze auf dem globalen Parkett erwirtschaften.”

Billingsley erklärt, dass diese Händler oftmals unter großen Steuerlasten durch den e-Commerce Handel leiden und sie deshalb oftmals dazu gedrängt werden, weltweite Zweigstellen zu etablieren.

“Wenn man sich diese Situation nun für einen $10m-Händler vorstellt, ist es für ihn sehr schwer herauszufinden, wie man das skalieren soll,” so Billingsley. Er nennt dies eine der größten Hürden für das internationale Wachstum der Händler.”

Billingsley:

“Wenn Bitcoin und die Blockchain die Zahlungen und Steuern einer lokalen Zweigstelle vereinfachen könnten, wäre das ein wirklich sehr mächtiges Tool.”

Solche Anwendungsbeispiele sind für Bitcoin erst einmal viel wertvoller als diese, die an den Endverbraucher gerichtet sind der wohl möglich noch das Bargeld in der Tasche bevorzugt.

“Ich denke diese Verbraucher sind am Wenigsten technisch versiert. Warum also Menschen von der Sicherheit des Bitcoin überzeugen, die glauben die grünen Scheine in ihrer Tasche seien das sicherste Wertaufbewahrungsmittel.”

B2B Möglichkeiten

Genauso wie bereits andere Redner auf der Keynote 2015, beharrte Billingsley auf die Möglichkeiten von Bitcoin in den Business to Business (B2B) Zahlungen.

“Unternehmen mit hauptsächlich Länderübergreifenden Zahlungsverkehr sollten sich überlegen, wie sie die Blockchain nutzen können oder sie sollten Angst davo haben, was sonst passieren könnte,” so Billingsley. “Die Western Unions der Welt sollten sich ernsthaft Gedanken machen.”

Billingsley sagt Klarna sei sehr gespannt, wie das Unternehmen Bitcoin nutzen kann um internationale Zahlungen zwischen den einzelnen globalen Zweigstellen zu tätigen.

Billingsley sagte abschließend:

“Es gibt Zeiten in denen wir uns an verschiedene Händler wenden müssen und hier haben wir einen potentiellen Weg, wie wir das besser, schneller und kostengünstiger machen können.”

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk
Image Source: Linkedin


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