Internationaler Währungsfonds IWF-Chefökonomin: Bitcoin & Co. „keine Gefahr“ für US-Dollar

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Gita Gopinath hat erklärt, dass digitale Währungen nicht im Begriff sind, die zentrale Rolle des US-Dollars im Welthandel in Frage zu stellen. Bislang gebe es keine stabile Infrastruktur und globale Akzeptanz für virtuelle Währungen.

Die Chefökonomin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Gita Gopinath, hat in einem Beitrag für die Financial Times vom 7. Januar die Bedeutung des US-Dollars als globale Reservewährung betont und hervorgehoben, dass digitale Währungen diesen Status in naher Zukunft nicht anfechten. Kryptowährungen wie Bitcoin, aber auch möglichen digitalen Währungen der Zentralbanken fehle es an der nötigen Infrastruktur und globalen Akzeptanz.

Notenbankchef Englands fordert neues Währungssystem

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Seit ihrem Aufkommen und der wachsenden Verbreitung von Kryptowährungen haben einige Ökonomen auf eine mögliche Verdrängung des US-Dollars verwiesen. Insbesondere Facebooks Libra-Projekt hat dieses Szenario entfacht. Der Notenbankchef der Bank of England, Mark Carney, hat bereits im August 2019 in seiner Rede auf dem Economic Policy Symposium die Notwendigkeit eines neuen internationalen Währungs- und Finanzsystems betont. Carney schlug daher eine Reihe von möglichen Ersetzungen des US-Dollars vor, einschließlich des chinesischen Renminbi, und eine übergreifende digitale Währung, die von einem Zusammenschluss internationaler Zentralbanken unterstützt wird.

Daher erwägte der Notenbankchef eine synthetische Hegemonialwährung (Synthetic Hegemonic Currency, SHC), die sich aus einem Korb von digitalen Zentralbankenwährungen (Central bank digital currency, CBDC) zusammensetzt. Die SHC soll die Volkswirtschaften von der Abhängigkeit des US-Dollars lossagen und in einem globalisierten Handel mehr Einflussnahme gewähren.

IWF-Chefin sieht keine Gefährdung des US-Dollars

Laut Gopinath sei eine Verdrängung des US-Dollars als Reservewährung durch digitale Währungen oder eine synthetische hegemoniale Währung jedoch unwahrscheinlich. Die Dominanz des US-Dollars gründe in seiner Sicherheit und Stabilität sowie in seinem jahrzehntelangen Status als Reservewährung. Dahingehend schrieb Gopinath:

Fortschritte in den Zahlungstechnologien sprechen nicht die grundlegenden Fragen an, was es braucht, um eine globale Reservewährung zu sein. Der Status des US-Dollars wird durch die Institutionen, die Rechtsstaatlichkeit und den glaubwürdigen Anlegerschutz, den die USA bieten sollen, gestärkt.

Ein weiterer Grund, der für die Unantastbarkeit des US-Dollar spricht, liege in seiner Bedeutung für den globalen Handel:

Der US-Dollar spielt eine starke Rolle bei der Fakturierung von Handelsgeschäften – er macht das Fünffache des US-Anteils am Welthandel aus – und im globalen Bankwesen.

Zudem stabilisiere sich der US-Dollar durch Netzwerkeffekte und die steigende Verbreitung insbesondere in Schwellenländern:

Je mehr Menschen den Dollar nutzen, desto nützlicher wird er für alle anderen. Dies hat sich noch verstärkt, da die Schwellenländer, die in hohem Maße vom Dollar abhängig sind, ihren Anteil an der globalen Wirtschaftstätigkeit erhöhen.

Dass der Euro den Status des US-Dollars potenziell untergraben und auf lange Sicht ersetzen könnte, bewertet die Chefökonomin nüchtern:

Betrachten Sie den Euro, der in den letzten 20 Jahren den Dollar an die Stelle des Dollars gesetzt hat. Seine Auswirkungen auf die Vorherrschaft des Dollars waren bestenfalls bescheiden, da die Finanzmärkte zersplittert sind und die Fortschritte bei den Rahmenbedingungen der Eurozone nur langsam vorankommen. Die Ungewissheit über die langfristige Stabilität der Eurozone hilft nicht.

Laut IWF machte der US-Dollar im dritten Quartal 2019 mehr als 60 Prozent der weltweiten Devisenreserven aus. Der Euro verweilt im Schatten des übermächtigen US-Dollars und machte im gleichen Zeitraum nur knapp 20 Prozent der Devisenreserven aus.

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