Prinz Michael von und zu Liechtenstein, Interview: “Kryptowährungen bringen Bewegung ins Währungssytem” – Prinz Michael von und zu Liechtenstein

Interview: “Kryptowährungen bringen Bewegung ins Währungssytem” – Prinz Michael von und zu Liechtenstein

Prinz Michael von und zu Liechtenstein ist Chairman von Industrie- und Finanzkontor Ets., einem führenden liechtensteinischen Treuhandunternehmen im Bereich des langfristigen und generationenübergreifenden Vermögenserhalts (Wealth Preservation). Im Weiteren ist Prinz Michael von und zu Liechtenstein Gründer und Chairman des geopolitischen Informations- und Beratungsdienstes Geopolitical Intelligence Services AG sowie Stiftungsratspräsident des liberalen Thinktanks European Center of Austrian Economics Foundation ECAEF.

Liechtenstein verwandelt sich immer mehr zu einem der weltweiten Zentren für Blockchain-Projekte. Vor allem an der liechtensteinischen FMA könnten sich einige andere europäische Finanzmarktaufsichten in Bezug auf die Regulierung von Blockchain-und Kryptowährungsprojekten ein Beispiel nehmen. Ein Gespräch mit Prinz Michael von und zu Lichtenstein.

„Die Blockchain-Technologie interessiert mich seit Beginn“

Wann sind Sie das erste Mal mit der Blockchain-Technologie in Berührung gekommen?
Die Blockchain-Technologie interessiert mich seit Beginn. Sie hat sehr großes Potenzial, um Produktivität und Effizienz zu steigern, insbesondere in den Bereichen Logistik und Produktion. Auch interessiert mich die Möglichkeit, über Blockchain Eigentumsrechte festzuhalten. Blockchain kann insbesondere die öffentliche Verwaltung, aber auch das Bankensystem wesentlich effizienter machen.

Wie bewerten Sie die momentane Entwicklung Liechtensteins zum „Krypto-Country“?
Liechtenstein steht neuen Technologien grundsätzlich sehr offen, aber auch mit Augenmaß gegenüber. Die liechtensteinische Regierung arbeitet an einem Blockchain-Gesetz und wird damit eine Vorreiterrolle einnehmen. Kryptowährungen basieren auf der Blockchain-Technologie und Liechtenstein erörtert die Möglichkeiten bereits in einem sehr frühen Stadium.

Wenig Unterschiede zur Schweiz

Was sehen Sie als den Hauptunterschied Liechtensteins in Sachen Blockchain und Kryptowährungen Liechtensteins gegenüber der Schweiz?
Es gibt aktuell wohl wenig Unterschiede. Doch durch die frühe Gesetzgebung (Blockchain-Gesetz) kann sich Liechtenstein positiv abheben, indem es Rechtssicherheit schafft. Auch bietet Liechtenstein bereits heute die Möglichkeit zum Crypto-Banking.


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Wie ist Ihre Meinung zum Thema Regulierung von Kryptowährungen?
Ich bin Verfechter einer gesunden Regulierung, die schlank und verhältnismäßig ist. Die Regulierung von Kryptowährungen wird kommen, aber sie soll mit Augenmaß geschehen. Insbesondere bin ich der Ansicht, dass Wettbewerb in den Märkten grundsätzlich der beste Regulierer ist.

„Innovationen bringen immer viele positive Aspekte mit sich“

Haben sie mit Ihrem Thinktank vor, über die soziopolitischen und ökonomischen Aspekte von Blockchain und Kryptowährungen zu forschen?
Wir denken über die Anwendung von Blockchain in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung nach. Das bedeutet natürlich auch, dass wir uns mit den positiven und negativen Folgen neuer Technologien auseinandersetzen. Innovationen bringen immer viele positive Aspekte mit sich, aber auch die negativen sollte man nicht außer Acht lassen.

Haben Sie vor, in Kryptowährungen oder Blockchain zu investieren?
Ich bin Unternehmer und handle nicht mit Geld, auch nicht mit Kryptowährungen. An Blockchain interessiert mich also vor allem, wie diese Technologie auf die Bereiche Industrie, Produktion und Logistik angewendet werden kann. Aber auch, wie mittels der Blockchain-Technologie die Feststellung von Eigentumsrechten vereinfacht und unbestechlicher werden kann. Außerdem können Fahrzeugregister, Grundbücher etc. auf Blockchain-Technologie umgestellt werden.

Prinz Michael von und zu Liechtenstein über die Österreichische Schule

Sie sind ein bekennender Anhänger der Österreichischen Schule. Sehen Sie in Krpytowährungen eine Möglichkeit zur Verwirklichung dieser Wirtschaftstheorie, die dafür bekannt ist, dem Staat eine geringfügige regulatorische Rolle zukommen lassen zu wollen?
Ich halte Wettbewerb für den besten Regulierer. Denn Wettbewerb zwingt die Akteure, innovativ, produktiv und unternehmerisch zu handeln. Kryptowährungen bringen Bewegung in ein sehr unbeweglich gewordenes Währungssytem. Mit „unbeweglich“ meine ich, dass es wenig Innovation gibt. In einem solchen System können extreme Schwankungen und Risiken entstehen, wie wir das beispielsweise in den Devisenmärkten beobachten können.

BTC-ECHO

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