Indische Zentralbank läutet erneut Alarmglocken

David Barkhausen

von David Barkhausen

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David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Die indische Zentralbank warnt in dieser Woche erneut vor Kryptowährungen. Dies wird aus einem Dienstag veröffentlichen Pressemitteilung auf der Website der oberste Finanzbehörde des Landes deutlich. Erstmalig werden in dem Dokument auch Initial Coin Offerings (ICOs) erwähnt. Mit ihrer erneuten Absage bestätigt die Reserve Bank of India (RBI) den landesweit vorherrschenden ablehnenden Kurs gegenüber Kryptowährungen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Indiens Alarmglocken lassen erneut aufhorchen: Schon zum zweiten Mal seit Februar diesen Jahres warnt die Zentralbank vor Kryptowährungen, explizit Bitcoin und erstmalig nun auch ICOs.

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In der am Dienstag, den 6.12, veröffentlichten Pressemitteilung erneuert die Zentralbank des südasiatischen Landes ihre in der Vergangenheit geäußerte Warnung gegenüber Nutzern und Händlern. So weist die Behörde, verantwortlich für die Geld- und Währungspolitik der Rupie, darauf hin, ihre Haltung bliebe unverändert. Es gebe weiterhin keine Lizensierungsbestrebungen für Kryptowährungen.

„[Die] RBI hat klargestellt, dass sie keiner Partei/Firma eine Lizenz/Autorisierung für den Handel oder die Nutzung von Bitcoin oder irgendeiner anderen digitalen Währung erteilt hat“,

heißt es in der Pressemitteilung wörtlich.

Zwar birgt die erneute Warnung keine wegweisende Veränderung in der Haltung der RBI, sie beleuchtet dennoch erstmalig die wachsenden Märkte virtueller Währungen und besonders ICOs. Diese hätten einen „rapiden Sprint“ erlebt.

Mit diesen erneuten Warnungen bestätigt sich vielmehr der ablehnende Kurs Indiens gegenüber dem wachsenden Einfluss von Kryptowährungen im Lande.

Warten aufs Krypto-Gesetz

Denn trotz des explodierenden Marktes hält insbesondere die RBI, die Zentralbank der am schnellsten wachsenden Volkwirtschaft weltweit, wenig von den neuen Bezahlalternativen. Dies begründet sie in erster Linie an den Risiken verdeckter Terrorfinanzierung und Geldwäsche. Derzeit fasst sie Krypto-Transaktionen als Verletzung des Devisenrechts auf. Gesetzliche Klarheit über die Situation im Land soll ein laufendes Petitionsverfahren schaffen. Im Zuge dessen forderte Indiens Supreme Court, das oberste Gericht des südasiatischen Landes, die Regierung und zahlreiche Behörden im November auf, mögliche Regulierungsgesetze gegenüber Bitcoin & Co. zu prüfen und auf den Weg zu bringen.

Derzeit beraten Gesetzgeber und Zentralbank  – eine konkrete legislative Antwort lässt jedoch noch auf sich warten.

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