Indien will Blockchain-Entwicklung beschleunigen

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Am 11. Oktober eröffnete das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, kurz WEF) das Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution in Indien. Dies soll unter anderem die Entwicklung der Blockchain-Technologie in Indien beschleunigen. Damit verspricht sich der indische Premierminister Narendra Modi, mehr Möglichkeiten im Land zu schaffen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Christopher Klee

Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 von Klaus Schwab in der Schweiz gegründet. Es organisiert jährliche Treffen von international führenden Wirtschaftsexperten, Politikern, Intellektuellen und Journalisten, bei denen aktuelle globale Fragen diskutiert werden. Zudem gibt das Forum regelmäßig Forschungsberichte heraus. Wie das WEF am 11. Oktober berichtete, hat es in Indien das Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution eröffnet. Zuvor wurden bereits ähnliche Zentren in San Francisco, Tokio und Peking errichtet. Mit dem Zentrum, dessen Sitz in Maharastra liegt, will sich nun auch die indische Regierung besser für die Entwicklung neuer Technologien rüsten.

Rahmenbedingungen für neue Technologien

Das Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution wird mit der Regierung auf nationaler Ebene zusammenarbeiten. Ziel ist dabei die Entwicklung neuer politischer Rahmenbedingungen und Protokolle für neue Technologien. Entsprechend werden auch Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, internationalen Organisationen und Start-ups an dieser Gestaltung mitwirken. Das Nationale Institut zur Transformation Indiens (NITI Aayog) soll die Partnerschaft im Auftrag der Regierung und die Arbeit des Zentrums unter verschiedenen Ministerien koordinieren. Die ersten drei Projektbereiche des neuen Zentrums beinhalten die Entwicklung von Drohnen, Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie. WEF-Gründer Klaus Schwab erklärte zu diesem Vorhaben im Rahmen der Eröffnung:

„Die vierte industrielle Revolution wird verändern, wie wir produzieren, wie wir konsumieren, wie wir kommunizieren und wie wir leben. Um den technologischen Fortschritt auf den Menschen auszurichten, müssen wir proaktiv zusammenarbeiten und die notwendigen grundlegenden Prinzipien und politischen Standards schaffen, um sicherzustellen, dass wir das volle Potenzial für ein besseres Leben nutzen. Indien entwickelt sich zu einer großen technologischen globalen Kraft und deshalb bin ich besonders stolz, das Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution in Indien zu verkünden.“

Angst vor dem Arbeitsplatzverlust durch neue Technologien


Auch Ministerpräsident Narendra Modi hat sich laut dem indischen Narichtenportal Financial Express für die Möglichkeiten neuer Technologien ausgesprochen. Zwar habe die Bevölkerung aufgrund des Vormarsches von maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz, Internet der Dinge (IoT), Blockchain und Big Data Angst vor Arbeitsplatzverlusten. Diese neuen Technologien werden seiner Meinung nach aber das Wesen der Beschäftigung verändern und helfen, mehr Möglichkeiten im Land zu schaffen:

„Einige Leute sind besorgt, dass der Fortschritt der Technologie negative Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben wird, aber die Realität ist anders. Industrie 4.0 wird jene Aspekte berühren, die bisher noch nicht berührt sind. Das wird die Art der Arbeit verändern und neue Möglichkeiten schaffen.“

Zudem betonte er, dass die Regierung offen für politische Veränderungen sei, um die Früchte der vierten industriellen Revolution zu ernten.

„Unsere Vielfalt, unser demografisches Potenzial, die schnell wachsende Marktgröße und die digitale Infrastruktur haben das Potenzial, Indien zu einem globalen Zentrum für Forschung und Implementierung zu machen“,

erklärte er bei der Eröffnung überzeugt.

Indien arbeitet unterdessen an einem flächendeckenden Internetzugang, auch für abgelegene Dörfer. Dafür sollen 32.000 WLAN-Hotspots in ländlichen Gebieten eingerichtet werden. Der rasante Anstieg der Nutzung neuer Technologien zeigt sich auch im mobilen Datenverbrauch. Dieser ist in Indien in den letzten vier Jahren um ein 30-Faches gewachsen.

BTC-ECHO


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