HTC kündigt Bitcoin Full Node auf Budget-Smartphone an

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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HTC, Smartphone, Monero Mining

Quelle: Shutterstock

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Auf dem HTC Exodus 1s wird laut Hersteller eine Bitcoin Full Node laufen können. Damit werden Besitzer des Smartphones zu souveränen Teilnehmern des Bitcoin-Netzwerks: Sie können Transaktionen verifizieren und sorgen so für mehr Dezentralität im Netzwerk. In der Szene schlägt die Ankündigung große Wellen.

Während sich Samsung zunächst geniert hatte, eine Bitcoin Wallet auf dem Smartphone der neuesten Generation vorzuinstallieren, schreitet die Konkurrenz von HTC auf Bitcoin-maximalistischen Wegen. Denn wie der taiwanische Elektronikhersteller auf der Lightning Conference am Wochenende angekündigt hat, integriert das Exodus 1s eine Bitcoin Full Node. Das heißt, dass HTC Besitzern des Geräts die volle Kontrolle über ihr Krypto-Vermögen an die Hand gibt. Mit der Entscheidung dürfte der Hersteller der Resilienz des Bitcoin-Netzwerks einen großen Dienst erweisen. Schließlich ist das Betreiben einer Bitcoin Full Node in der Regel mit einigem Aufwand verbunden. Bitcoinern muss entweder eine geräumige Festplatte auf dem heimischen Rechner zur Verfügung stehen – die Bitcoin Blockchain ist bereits etwa 250GB groß – oder sie versorgen sich mit einer der zahlreichen, häufig kostspieligen Full-Node-Lösungen, die es auf dem Markt gibt.

Konkurrenzdruck unter Full-Node-Anbietern nimmt Fahrt auf

Anders der Ansatz von HTC: Wie Phil Chen, „Chief Decentralized Officer“ bei HTC, während einer Präsentation auf der Lightning Conference, die am 19. und 20. Oktober stattgefunden hat, preisgibt, wird das Exodus s1 bereits ab 219 Euro zu haben sein. Damit ist es günstiger als so manches Konkurrenzprodukt. Das Gerät läuft laut Hersteller mit einer Speicherkapazität von 63 GB sowie 4 GB RAM vom Stapel. Damit Nutzer ihre Full Node problemlos betreiben können, müssen sie den Speicher folglich mit einer SD-Karte aufrüsten. 400 GB und mehr seien kein Problem, so HTC. Neben der Full Node dürfen sich Besitzer auch auf eine eigene Bitcoin Wallet freuen.

Full Nodes sind der wichtigste Bestandteil der Resilienz des Bitcoin-Netzwerks und wir haben die Zugangsbarriere für jede Person, die einen Netzwerkknoten betreiben möchte, gesenkt,

so Chen auf der Lightning Conference.


Die Ankündigung hat in der Szene begeisterte Reaktionen ausgelöst. Schließlich ist die Dezentralität für „Bitcoiner“ eine der wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin.

Seine eigenen Private Keys auf dem Smartphone zu kontrollieren ist kein „Feature“ sondern ein fundamentales Prinzip.

Phil Chen auf der Lightning Conference.

Entsprechend dem Motto „je dezentraler desto besser“, knüpft die Bitcoin-Szene große Erwartungen an den Launch des Geräts. Wer auf dem Smartphone einen eigenen Knotenpunkt betreibt, gewinnt dadurch einiges an Souveränität. Schließlich verifizieren Full Nodes Transaktionen und können so feststellen, dass es sich bei erhaltenen Krypto-Werten tatsächlich um BTC handelt. Das Motto der Bitcoin-Szene lautet daher „Don’t trust, verify“ – „Vertraue nicht, verifiziere“.

Die Präsentation findet ihr unter diesem Link; sie startet ab 4:30:20.

Laut Hersteller ist das Gerät bereits verfügbar – bezahlt werden kann passenderweise nur mit Kryptowährung.


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