Helium und das IoT: Mining mit dem eigenen Hotspot

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Helium und das IoT: Mining mit dem eigenen Hotspot

Das IoT-Unternehmen Helium aus San Francisco gab bekannt, dass ab sofort die Hotspots für sein Peer-to-Peer-Netzwerk erhältlich sind. Das Start-up will ein dezentrales, kabelloses Netzwerk aufbauen, an dem sich jeder beteiligen kann. Für die Bereitstellung der drahtlosen Konnektivität werden die Besitzer der Hotspots belohnt.

Viele Projekte im IoT-Bereich („Internet of Things“) haben mit diversen Herausforderungen zu kämpfen: Häufig steigen die Kosten ins Unermessliche oder das Projekt wird zu komplex. Einen neuen Ansatz verfolgt man daher bei Helium. Die junge Firma mit Sitz in San Francisco möchte die Konnektivität in die Hände der Menschen geben. „Die Zukunft ist Peer-to-Peer“ lautet die Devise des Unternehmens.

Neuer Konsensus, neue Möglichkeiten

Das Mining mithilfe der Hotspots sei zudem deutlich weniger energieintensiv als herkömmliche Konsensus-Algorithmen, wie sie etwa beim Proof of Work verwendet werden, so das Unternehmen. Größenordnung: Verbrauch einer LED-Lampe. Im Helium-Netzwerk erfolgt die Legitimierung anderer Knoten mithilfe eines „Proof-of-Coverage“-Protokolls. Es geht also um die Abdeckung von Standorten. Zusätzlich zum Nachweis des Standorts der Provider verwendet Helium einen „Proof of Serialization“, der auf dem Roughtime-Protokoll von Google basiert, um die Proofs of Coverage kryptografisch sicher und synchronisiert zu verankern. Frank Mong, Manager bei Helium, schrieb am 12. Juni auf dem Firmenblog:

Mit diesem Netzwerk kann eine Explosion neuer Möglichkeiten Realität werden: Waldbrände lassen sich mit Rauch- oder Wärmesensoren verhindern, Haustiere können kilometerweit verfolgt werden, damit sie nie verlorengehen und Fahrradbesitzer können mithilfe von Ortungssensoren Diebe daran hindern, ihre Fahrräder zu stehlen.

Weltweit erstes kabelloses Peer-to-Peer-Netzwerk

Die Idee für das Start-up hatten Shawn Fanning (Gründer von Napster), Sean Carey und Amir Haleem bereits 2012. Begeistert vom „Internet der Dinge“ und vom Gedanken einer Welt, in der alles miteinander verbunden sein würde, gründeten sie 2013 Helium. Den Schritt, Blockchain und einen Utility Token einzuführen, ging das Team seit 2017.

2018 gab das Start-up schließlich bekannt, eine völlig neue Art eines dezentralen, drahtlosen Netzwerks aufbauen zu wollen. Es sollte nach eigenen Aussagen das Konnektivitätsmodell auf den Kopf stellen – ähnlich wie AirBnB die Beherbergungsbranche und Uber die Personenbeförderung grundlegend verändert haben.

Eine neue Art des Minings

Besitzer eines Helium-Hotspots können auf zwei Arten Belohnungen erhalten. Es gibt Mining-Rewards durch die drahtlose Abdeckung und jedes Mal, wenn ein Gerät über den Hotspot eine Verbindung zum Internet herstellt. Um die positiven Netzwerkeffekte erzielen zu können, ist es natürlich entscheidend, dass die Größe und Abdeckung des Netzwerks zunehmen. Je mehr Maschinen das Netzwerk nutzen, desto mehr Belohnungen können sich Hotspot-Besitzer verdienen. Dieser Anreiz soll letztlich die Nachfrage erhöhen, als Hotspot-Host teilzunehmen.

Die ersten Hotspots will Helium in den kommenden sechs bis acht Wochen in Austin, Texas, ausliefern. Der landesweite Versand in den USA soll dann im vierten Quartal 2019 beginnen. Das Unternehmen plant, die Netzabdeckung international auszubauen. Für alle Interessenten außerhalb der USA gibt es eine Warteliste. Die Hotspots kosten 495 US-Dollar.

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