Griechische Regierung drängt auf Bargeldabschaffung

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Bargeldverbot Scheine in Ketten

Quelle: © Sandner.Bernhard - Fotolia.com

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Auf der ganzen Welt liebäugeln einige Regierungen mit einer Bargeldabschaffung, darunter neuerdings auch die griechische Regierung. Bereits zum 01.01.2017 sind die neuen Bestimmungen zum bargeldlosen Bezahlen in Kraft getreten.

Es ist nachvollziehbar, dass diese neuen Steuervorschriften und Einschränkungen des Bargeldverkehrs viele Menschen in der griechischen Bevölkerung verärgern. Für digitale Währungen bzw. den Bitcoin sind diese restriktive Maßnahmen allerdings gut, da sie deren Attraktivität gegenüber der staatlichen Fiatwährung erhöhen. Schließlich können digitale Währungen, bedingt durch die sukzessive Bargeldabschaffung, verloren gegangene Privatsphäre kompensieren.

Gerade für das finanzpolitisch instabile Griechenland stellt die Bargeldreduktion ein großes Risiko dar. Es ist noch nicht lange her, als in Griechenland die Banken, aufgrund der Finanzkrise, geschlossen hatten. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Banken nur noch eingeschränkt eine Zahlungsabwicklung gewährleisten. Aufgrund geringerer Bargeldreserven wären die Ausweichmöglichkeiten der Bevölkerung gegenüber der elektronischen Zahlungsabwicklung noch weiter eingeschränkt, als sie es in der Vergangenheit gewesen sind.

Umso wichtiger sind Alternativen zu staatlichen Währungen, losgelöst von der Bezahlweise. Sollten die Banken demnächst wieder schließen, kann weder eine elektronische Zahlungsabwicklung noch eine Bargeldversorgung sichergestellt werden.

In diesen Krisensituationen kann eine alternative, von Politik und Banken unabhängige, Zahlungsinfrastruktur für Stabilität sorgen. Die digitale Währung Bitcoin kann dabei helfen wirtschaftliche Einschnitte abzufedern, indem sie den Menschen die Möglichkeit bietet, dringende Transaktionen jederzeit und in jeder Situation abzuwickeln. Dadurch kann der Schaden für die Binnenwirtschaft und das Außenhandelsgeschäft eingeschränkt werden.

Natürlich steht und fällt die Nutzung digitaler Währungen mit der Anzahl der Akzeptanzstellen. Entsprechend würde es sich anbieten, die neuen Vorschriften als Anlass zu sehen, um den Ausbau der Bitcoin-Infrastruktur voran zu treiben. Dies gilt nicht nur für Griechenland, sondern für praktisch jedes andere Land auch, da Maßnahmen zur Bargeldabschaffung auf der ganzen Welt diskutiert werden.

BTC-ECHO


Englische Originalversion von JP Buntix via NewsBTC

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