Nachhaltigkeit Green Bonds kommen auf die Blockchain

Anna Shemyakova

von Anna Shemyakova

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Anna Shemyakova

Anna Shemyakova ist freie Journalistin für mehrere Zeitungen, Magazine und Online-Medien. An Blockchain-Technologien interessiert sie, wie dezentrale Systeme Beteiligung und Kontrolle umstrukturieren können.

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Am 12. Dezember lancierte ein schwedisches FinTech-Unternehmen mit deutscher Unterstützung die „Green Assets Wallet“. Die Plattform sammelt Daten, die für ökologisch nachhaltige Investitionen genutzt werden.

Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit lancierte das schwedische FinTech-Unternehmen „Stockholm Green Digital Finance“ die Plattform „Green Assets Wallet“. Mitentwickelt und finanziert wurde es vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Ziel, nachhaltige Investitionen zu fördern.

Dabei werden jegliche Informationen über Projekte und deren ökologischer Einfluss in der Blockchain gespeichert, um Investitionen zu verifizieren. Dazu Cecilia Repinski, Geschäftsführerin von Stockholm Green Digital Finance:

Wir merken, dass immer mehr Investoren die Auswirkungen überprüfen und nachvollziehen möchten, welchen Effekt ihre Anlage hat. Dem Markt fehlt die Übersicht über zuverlässige Anlagemöglichkeiten. Man hat kaum zuverlässige Daten, viele sind ineffizient oder fehlen komplett. Dies ist ein kritischer Punkt für Investoren, die viel Zeit für das Vergleichen und Zusammenstellen verschiedener Projekte benötigen. Die neue Plattform macht umfangreiche Daten transparent zugänglich und erleichtert den Zugang zu Green Bonds.

„Green Assets Wallet“ fungiert nicht als Zahlungsplattform

Das schwedische Blockchain-Unternehmen ChromaWay entwickelte die entsprechende Plattform. Darauf sind relevante Daten wie technische Berichte, Satellitenbilder, Labels oder Zertifikate gespeichert. Höhere Instanzen wie Wirtschaftsprüfer, die zertifizierenden Firmen oder die Informationsgesellschaften bestätigen diese Daten – alles passiert auf der Blockchain. Zahlungsaktivitäten finden auf der Plattform jedoch nicht statt. Sie fungiert lediglich als Berichtssystem mit Zugang zu Daten und rückverfolgbaren Maßnahmen.

Green Bonds wachsen exponentiell


Die Beteiligung an grünen Anleihen, die zu 87 Prozent in erneuerbare Energien investiert werden muss, wächst. Dennoch beträgt der Anteil ausstehender Green Bonds am gesamten internationalen Anleihemarkt laut deutscher Bundesbank nur knapp zwei Prozent. Betrachtet man jedoch den Anstieg der vergangenen Jahre, merkt man einen deutlichen Anstieg. So stieg das kumulierte Volumen ausstehender grüner Anleihen in Europa laut Climate Bonds Initiative seit 2015 von 16,3 Milliarden auf 198 Milliarden Euro an.

Besonders die wirtschaftlich aufstrebenden Schwellenländer werden viel zum Wachstum beitragen, wie Yannick Motz von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vermutet: „Diese Länder benötigen in der Zukunft immense infrastrukturelle Investitionen. Bis 2035 werden zwei Drittel der globalen Infrastruktur in die Wirtschaft dieser Länder fließen. Das kann keine staatliche Förderung abdecken.“ Die dafür benötigten Daten manuell zusammenzustellen sei ein enormer Aufwand. Darin sieht „Green Assets Wallet“ sein Potential.


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