GlobalCoin: Krypto-Projekt von Facebook nicht wirklich dezentral

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Facebook-mit-Vorhängeschloss

Quelle: Shutterstock

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Weitere Informationen zu Facebooks geplantem GlobalCoin sickern an die Öffentlichkeit. Der Coin wird demnach keine genuin dezentrale Kryptowährung. Auch die Frage nach Facebooks Profitinteresse steht weiterhin im Raum. Das als Überwachungsapparat verschmähte Unternehmen wird indes vom eigentlichen Big-Brother-Erfinder verklagt.

Immer mehr Informationen zu Facebooks geplantem Stable Coin sickern an die Öffentlichkeit. Laut einem umfangreichen Bericht des US-amerikanischen Online-Mediums The Information, wird Facebook noch diesen Monat ein offizielles Statement zu der als GlobalCoin bezeichneten Währung abgeben.

Bis dahin liefert der Bericht selber interessante Details zum geplanten Großprojekt. Die Informationen stützten sich freilich abermals auf anonyme Informanten. Nichtsdestotrotz berichtete BTC-ECHO bereits über die vermeintlichen Pläne, den GlobalCoin vornehmlich in Entwicklungsländern zu vermarkten. Darüber hinaus liefert der Bericht Einblicke in die Organisationsstruktur des Coins. Demnach wird der GlobalCoin keine Kryptowährung im althergebrachten Sinne sein. Facebook scheint vielmehr einen Zwischenweg zwischen Steuerung und Dezentralität bestreiten zu wollen.

Facebook wird eine Stiftung einrichten

Der Konzern möchte die Kontrolle über den Coin demnach einer unabhängigen Stiftung überlassen. Das Unternehmen soll über die letzten Monate mehrere Größen der Tech- und Finanz-Branche zum Beitritt überzeugt haben. Ein solcher Schritt verspricht, Vertrauen für den GlobalCoin zu generieren und seine Adaption als Zahlungsmittel zu beschleunigen. Schließlich machte Facebook durch Probleme beim Datenschutz immer wieder auf sich aufmerksam. Das Misstrauen gegenüber dem Tech-Giganten wächst. Auch die Regulierungsbehörden verschiedener Staaten könnten durch eine unabhängige Stiftung beschwichtigt werden. Welche Rolle die Stiftung letztlich spielen wird, bleibt allerdings unklar.

Facebook verkauft Node-Lizenzen


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Steht die geplante Stiftung somit für ein Mindestmaß an Dezentralität, zeugt die geplante Node-Infrastruktur von klar zentralistischen Absichten. Laut dem Bericht verkauft Facebook Betreiberrechte für Netzwerk-Nodes für jeweils zehn Millionen US-Dollar. Es sollen zunächst bis zu 100 Nodes geplant sein. Die Betreiberfirmen sichern sich das Recht, ihren eigenen Vertreter in den Stiftungsbeirat des GlobalCoin zu entsenden.

Durch den Node-Verkauf könnte der Konzern bis zu einer Milliarde US-Dollar einnehmen. Das Geld soll für die Absicherung des GlobalCoin verwendet werden. Es wird also in Fiatwährungen und anderen stabilen Assets angelegt. Offen bleibt indes die Frage, auf welche Art und Weise Facebook von dem Coin profitieren wird. Befürchtungen, wonach Facebook Daten über das Kaufverhalten seiner Nutzer sammeln möchte, können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Der große Bruder Facebook ist stets wachsam.

Der Big-Brother-Erfinder klagt

In diesem Sinne zeugt eine andere Meldung rund um Facebook und Kryptowährung von einer gewissen Ironie. John de Mol, der Erfinder des TV-Formats Big Brother, soll das Tech-Unternehmen verklagt haben. Wie Reuters berichtet, geht es dabei um versuchten Betrug mithilfe von gefälschter Facebook-Werbung. Betrüger sollen demnach Anzeigen mit de Mols Gesicht geschaltet haben, um Kunden zu gefakten Bitcoin-Geschäften zu überreden. Der niederländische Millionär wirft Facebook nun vor, zu wenig gegen derartige Werbungen zu unternehmen.

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