FinTech-Start-up Revolut erhält Banklizenz

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FinTech-Start-up Revolut erhält Banklizenz

Revolut hat von der Europäischen Zentralbank eine europäische Banklizenz erhalten. Mit der App von Revolut lassen sich auch Kryptowährungen verwalten. Bis das britische FinTech-Start-up sich als Bank bezeichnen darf, werden allerdings noch einige Monate vergehen.

Das krypto-affine FinTech-Start-up Revolut hat auf Empfehlung der litauischen Zentralbank eine spezialisierte europäische Banklizenz erhalten. Zudem hat der Vorstand der Zentralbank Revolut eine Lizenz für E-Geldinstitute erteilt. Erstere wurde an Revolut Technologies UAB vergeben, letztere an Revolut Payments UAB. Das gab die litauische Zentralbank am 13. Dezember auf ihrer Homepage bekannt.

Ein Vorstandsmitglied der litauischen Zentralbank begründet die Entscheidung mit der wohlwollenden Haltung Litauens in Bezug auf die Entwicklung neuer Geschäftsfelder im FinTech-Bereich:

„Die Entwicklung eines wettbewerbs- und innovationsfreundlichen Umfelds im Finanzbereich ist eines unserer strategischen Ziele. Wir wollen sicherstellen, dass der litauische Finanzsektor qualitativ hochwertige Dienstleistungen für die Verbraucher erbringt und ein günstiges Ökosystem für die Geschäftsentwicklung schafft.“

Entsprechend euphorisch liest sich die Verkündung des Lizenzerhalts auf dem Blog von Revolut:

„Wir freuen uns sehr, Ihnen heute mitteilen zu können, dass unser Antrag auf eine europäische Banklizenz von der Europäischen Zentralbank genehmigt wurde. Wie Sie sich vorstellen können, ist dies ein ziemlich großer Meilenstein für uns. Diese Lizenz wird uns helfen, unser Ziel zu erreichen, ein Konto zu erstellen, in dem Sie jeden Aspekt Ihres finanziellen Alltags verwalten können.“

(Noch) keine Vollbanklizenz

Bis es soweit ist, müssen allerdings noch diverse Tests durchgeführt und Absprachen mit den europäischen Finanzregulatoren getroffen werden.

„In den kommenden Monaten werden wir hinter den Kulissen viel bauen und testen und eng mit den Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um alle Einschränkungen unserer Lizenz aufzuheben, sodass wir vollständige Girokonten, Kontokorrentkredite und alles andere, was Sie von einer Bank erwarten, einführen können.“

Da es sich bei der Lizenz nicht um eine Vollbanklizenz handelt, darf Revolut unter anderem vorerst keine Investment-Dienstleistungen anbieten. Wie bzw. ob sich der Erhalt der Lizenz(en) auf die Krypto-Funktionalität der Smartphone App auswirkt, darüber schweigt sich Revolut in der Pressemitteilung aus.

Die Konkurrenz ist in dieser Hinsicht einen Schritt weiter: Am 12. Dezember verkündete das Berliner Start-up Bitwala den Start ihres Blockchain-Kontos. Bitwalas FinTech-Partnerin solarisBank verfügt bereits über eine Vollbanklizenz.

BTC-ECHO

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