Europäische Union EU-Kommission sucht nach zukunftsweisenden Blockchain-Lösungen

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Die Potenziale der Blockchain-Technologie sind nicht an der Europäischen Kommission vorbeigegangen. Um die eigenen Blockchain-Kapazitäten weiter aufzuwerten, kündigte das EU-Gremium eine neuerliche Ausschreibung an.

Die Europäische Kommission möchte die Leistungsfähigkeit der European Blockchain Service Infrastructure ausbauen. Für das europäische Blockchain-Netzwerk ist deshalb ein sogenanntes Pre-Commercial Procurement geplant. Laut einer Pressemitteilung vom 28. September wird die zugehörige Ausschreibung im Oktober veröffentlicht.


Beim Pre-Commercial Procurement (PCP, zu Deutsch etwa: vorkommerzielle Anschaffung) erwirbt die Kommission technisches Knowhow von mehreren Konkurrenzunternehmen. Dies gestattet einen Vergleich und eine Auswahl zu Gunsten der kosteneffizientesten Alternative. Die EU beschreibt das PCP deshalb als Werkzeug, mit dem die Nachfrageseite die Entwicklung von innovativen technischen Lösungen für den öffentlichen Sektor anregen kann.

EU-Blockchain baut auf bestehendem KnowHow

Das geplante PCP soll der European Blockchain Service Infracstructure (EBSI) zu Gute kommen. Dahinter verbirgt sich ein bereits bestehendes, europaweites Blockchain-Netzwerk, das gemeinsam von der Kommission und den Mitgliedsstaaten betrieben wird. Im Rahmen der EBSI wollen die Kooperationspartner eine Blockchain-Plattform für die Abwicklung von öffentlichen Dienstleistungen bereitstellen. Unter Wahrung von „höchsten Sicherheits- und Privatsphärestandards“ umfasst die EBSI Services wie Urkundenbeglaubigung und digitale Identitäten.

Im Fokus standen bislang allerdings Use Cases, die mit dem heutigen Stand der Blockchain-Technologie umgesetzt werden können. Bei komplexeren Anwendungsfällen stoßen heutige Blockchain-Lösungen jedoch an ihre Grenzen. Auch eine Umsetzung von EU-weiten Compliance-Richtlinien gestaltet sich beim heutigen Entwicklungsstand schwierig. Deshalb soll das geplante PCP eben hier Abhilfe schaffen.

Neue Blockchain-Lösungen sollen „deutlich weiter“ gehen

Durch das PCP möchte die Kommission folglich die Entwicklung von neuen Blockchain- und Distributed-Ledger-Lösungen anregen, die von vornherein auf dem datenschutzrechtlichen Rahmen der EU aufbauen:

Eine solche öffentliche Infrastruktur sollte die Kernanforderungen in Bezug auf Skalierbarkeit und Leistung, Interoperabilität mit anderen Systemen, Sicherheit, Robustheit, hohe Nachhaltigkeit / reduzierter ökologischer Fußabdruck, Energieeffizienz und Beständigkeit des Dienstes erfüllen. Sie sollte die Implementierung einer breiten Palette neuer grenzüberschreitender Anwendungsfälle oder Dienste vorwegnehmen, die sowohl öffentlich als auch privat sein können.

Das PCP selbst ist in drei Phasen untergliedert. Während für die erste noch sieben Unternehmen oder Konsortien ausgewählt werden, sinkt diese Zahl in den späteren Phasen auf vier beziehungsweise drei. Dem PCP ging ferner ein offener Austausch mit Unternehmen über den gegenwärtigen Entwicklungsstand der Blockchain-Technologie voraus.

EU lanciert Krypto-Verordnung

Jenseits der Blockchain-Welt stehen auch Bitcoin und Co. im Fokus der Kommissionsarbeit. Das europäische Gremium veröffentlichte am 24. September die Verordnung „Markets in Crypto Assets“.  Sie soll den Handel und Besitz von Krypto-Assets innerhalb der EU auf eine einheitliche Grundlage stellen.

Das schon seit einigen Wochen als Entwurf vorliegende Dokument sieht unter anderem die Einrichtung einer europäischen Aufsichtsbehörde und die strenge Regulation von Stable Coins vor. Nach einer geplanten Übergangsfrist von 18 Monaten treten die Regelungen Ende 2022 vollends in Kraft.

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