Beacon Chain Ethereum 2.0 ist nach Polkadot und Cardano größtes Staking-Projekt

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

Ethereum-Münze vor einem Chart

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Durch das neue Rekordhoch schiebt sich Ethereum 2.0 auf Platz drei der größten Staking-Projekte. Und das, obwohl nur ein geringer Ether-Anteil im Deposit Contract hinterlegt ist.

Ethereum hat einen Lauf. In nur einem Monat hat sich die Marktkapitalisierung der zweitgrößten Kryptowährung von 88 auf aktuell 174 Milliarden US-Dollar verdoppelt (Stand 3. Februar). Mit 1.565 US-Dollar hat der Ether-Kurs zudem erst heute, den 3. Februar ein neues Allzeithoch erreicht. In der Retrospektive erscheint die Wertentwicklung noch eindrücklicher: Vor einem Jahr lag der Ether-Kurs knapp unter 200 US-Dollar.


Als Nebeneffekt der Kurssteigerung hat der Gesamtwert aller in Eth2 gestaketen Ether ebenfalls ein neues Allzeithoch von 4,1 Milliarden US-Dollar erreicht.

Damit platziert sich Ethereum als bereits drittgrößtes Staking-Projekt hinter Polkadot (DOT) und Cardano (ADA). Die Staking-Kapitalisierung von Polkadot beläuft sich auf aktuell rund 9,9 Milliarden US-Dollar. Cardano liegt mit 9,5 Milliarden US-Dollar nur knapp dahinter.

Zwar klafft zwischen Ethereum und seinen Staking-Konkurrenten noch eine augenscheinlich große Lücke. Jedoch befindet sich Ethereum 2.0 nach wie vor in der Testphase. Ein vergleichsweise geringer Anteil von nur 2,19 Prozent der gesamten Ether-Umlaufmenge ist im Deposit Contract hinterlegt. Bei Polkadot hingegen sind laut dem Portal Staking Rewards 60 Prozent des gesamten Supply gestaked. Bei Cardano sind es sogar 70 Prozent.

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Die Zahlen deuten bereits an, welches immense Potenzial in Ethereum 2.0 schlummert. Der momentane Status der Netzwerkarbeiten ist noch immer ein Versprechen an die Zukunft. Die durch das Staking gesperrten Ether können bis zum nächsten Abschnitt in Phase 1 nicht übertragen werden. Trotzdem stößt Eth 2 bereits auf eine große Nachfrage, die das Vertrauen in die Möglichkeiten der neuen Netzwerkarchitektur unterstreicht.

Eine dezentrale Krypto-Zentrale

Ursprünglich brauchte es 16.384 Validatoren für den Launch der Beacon Chain, der Testnetumgebung, die parallel zur Ethereum-Mainchain läuft und als Proof of Concept für das Proof of Stake-Verfahren fungiert. Aktuell zählt die Beacon Chain bereits über 78.000 Validatoren. Über 12.000 Validatoren warten zudem noch auf ihren Eintritt in den nächsten Slots.

Dass sich Ethereum in puncto Staking-Kapitalisierung also vor Polkadot und Cardano mogelt, scheint nur eine Frage der Zeit. Ethereum 2.0 ist ohne Zweifel das potenziell größte Staking-Projekt. Dabei lassen sich die Synergieeffekte bisweilen nur erahnen. Neben Termingeschäften, die sich Bitcoin Suisse zufolge künftig auf Basis des neuen Assets Eth2 bilden könnten, wirkt sich eine erhöhte Staking-Nachfrage zudem auch auf Ether-Renditen in DeFi-Anwendungen aus.

Darüber hinaus erhält das Netzwerk mit Einführung der Sharding-Funktion in Phase 1 den dringend benötigten Skalierungsbooster, der den möglichen Transaktionsdurchsatz auf ein neues Level bringt. Immer wieder stößt Ethereum schließlich an die Grenzen des Machbaren. Der Proof of Work hat treue Dienste geleistet, ist aber nicht für die Anforderungen eines dezentralen Weltcomputers gewappnet.

2021 wird dennoch aller Wahrscheinlichkeit nach zur Geduldsprobe, die letztlich auch Ether-Anleger durch permanent steigende Transaktionsgebühren zu spüren bekommen. Erst ab dem dritten Quartal sei Ethereum-Entwickler Danny Ryan mit dem Übergang in Phase 1 zu rechnen. Schon dann dürfte sich die Netzwerk-Entlastung auf mehreren parallelen Shard Chains zwar bemerkbar machen. Bis das Mainnet aber an die Beacon Chain andockt und Smart Contracts auch auf dem PoS-basierten ETH2-Netzwerk aufgesetzt werden, dürften noch einige Allzeithochs vergehen.

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