Lauf DOGE, lauf! Dogecoin will mit Update neu angreifen – SEC knöpft sich Elon Musk vor
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Elon Musk auf Cover einer Zeitschrift

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Während die Rallye allmählich abebbt, hat Dogecoin ein Update verpasst bekommen. Die SEC wirft derweil ein Auge auf Elon Musks DOGE-Tweets.

Nach Wochen des ungebremsten Anstiegs hat die Dogecoin Rallye erste Risse bekommen. Konnte der DOGE-Kurs noch im Zuge organisierter Pump-Manöver vor drei Wochen auf über 8 Cent steigen, haben Gewinnmitnahmen den Altcoin nun wieder unter 5 Cent gedrückt. Auf 14-Tagesicht büßt der Dogecoin knapp 20 Prozent ein. Mit einem neuen Update wollen die Entwickler den Coin mit dem Shiba-Inu-Motiv aber wieder ins Rennen schicken.

Dogecoin auf neuen Pfoten


Auf Github steht seit dem 28. Februar die neue Dogecoin Core Version 1.14.3 zum Download bereit. Das Update enthalte “wichtige Leistungsverbesserungen”, wie die Entwickler auf Reddit schreiben und werde dringend für alle Nutzer empfohlen.

Konkret verbessert sich zum einen die Synchronisationsgeschwindigkeit. Durch das Update wurden “teure Integritätsprüfungen entfernt”, die immer dann durchgeführt wurden, wenn ein Block an eine Node gesendet wurde. Durch den Wegfall beschleunige sich die Geschwindigkeit, mit der Nodes Blöcke hochladen können, deutlich. Die Prüfungen werden nur noch beim Empfang eines Blocks und bei Scans der gespeicherten Blockchain durchgeführt.

Zudem wurde die Mempool-Verfallszeit verringert. Im Mempool landen alle noch abzuwickelnden Transaktionen auf ihre Bestätigung. Das Update hat die Standardzeit, in der Überweisungen im Mempool warten, von 336 auf 24 Stunden reduziert.

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Die neue Version könne “nahtlos über eine bestehende 1.14-Installation installiert werden”. Dafür sei keine Deinstallation oder ein erneuter Download notwendig. Nutzer müssen lediglich den Node herunterfahren, die Installation durchführen und den Node neu starten. Mit dem Update beschleunigt sich die DOGE-Zahlungsabwicklung erheblich. Ein nicht unerheblicher Faktor für eine Kryptowährung, dessen vornehmlicher Use Case im Versenden von Kleinstbeträgen liegt.

Elon Musk unter SEC-Beobachtung

Während sich Dogecoin für Tip- und Mikrotransaktionen aufrüstet, interessiert sich die SEC immer mehr für die Twitter-Exzesse von Elon Musk. Der Tesla-Chef sorgt schließlich kontinuierlich mit DOGE-Tweets für Kursexplosionen. Damit könnte er es jedoch allmählich zu bunt getrieben haben.

Dem News-Aggregator First Squad zufolge soll die SEC “gegen Tesla-Chef Musk wegen seiner Tweets über Dogecoin ermitteln”. Der Nachrichten-Ticker beziehe sich auf “mit der Sache vertraute Quellen”. Es wäre nicht die erste Konfrontation wischen Elon Musk und der US-Börsenaufsicht.

Musk steht bereits seit längerem unter Beobachtung der Aufsichtsbehörde. Seit 2019 muss er sich jeden Tweet, der den Aktienkurs von Tesla beeinflussen könnte, zuvor von einem Anwalt absegnen lassen. Gegen diese Auflagen könnte er mit seiner Tweet-Serie verstoßen haben.

Musk nimmt es jedoch gelassen und antwortete ironisch per Twitter:

Ich hoffe sie [die SEC] tun es. Es wäre großartig.

Dass Musk rechtliche Konsequenzen wegen seiner Doge-Tweets drohen, ist jedoch unwahrscheinlich. Zwischen den privaten Dogecoin-Investments und Tesla gibt es schließlich keine offensichtlichen Verbindungen. Zudem fallen Kryptowährungen wie Dogecoin nicht in den Zuständigkeitsbereich der Wertpapieraufsichtsbehörde.

Anders könnte es hingegen bei Bitcoin aussehen. Da Tesla in Bitcoin investiert hat, könnte die SEC Musk, der seiner Begeisterung für die Kryptowährungen bereits seit einigen Monaten auf Twitter Ausdruck verleiht, mit Vorwürfen der Marktmanipulation belasten. Der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank Vitor Constancio erklärte dahingehend per Twitter, dass sich die SEC “damit befassen” werde.

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