Bitcoin: Die eigentliche Idee hinter der digitalen Währung

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: Cryptocurrency physical gold bitcoin coin near the pizza via shutterstock

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Der Bitcoin-Kurs steigt, in den gesamten Krypto-Markt fließt wieder Geld. Die Stimmung unter Anlegern ist bullish, das Portfolio färbt sich langsam aber sicher wieder grün. Überall wird gehodlt, die Hoffnung auf Reichtum treibt viele um. Da vergisst man schnell, für was Bitcoin und die der digitalen Währung zugrunde liegenden Blockchain-Technologie eigentlich gedacht ist.

Erinnern wir uns an das White Paper von Satoshi Nakamoto: Er beschreibt ein elektronisches Bezahlsystem, das ohne die Kontrolle von Banken auskommt – der Traum der Krypto-Anarchisten. Und im Prinzip auch eine gute Sache: Schnelle Überweisungen, geringe Transaktionskosten, keine Inflation. Der tatsächliche Fokus liegt aber momentan eher auf der Anhäufung von Kryptowährungen.


Das soll hier auch nicht verteufelt werden – die Idee, dass sich das geliebte Geld von selbst vermehrt, lässt wahrscheinlich selbst die härtesten (Krypto-)Anarchisten nicht kalt. Also stellt sich die Frage: Was kann man tun, um die Verbreitung von Bitcoin voranzutreiben und selbst noch etwas davon haben?

Bezahl’s mit Bitcoin

Erinnern wir uns nochmals zurück und kramen in den Tiefen des Netzes. Am 18. Mai 2010 erschien auf bitcointalk.org eine Meldung, die einmal hohe Wellen schlagen sollte:

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Ich zahle 10.000 Bitcoin für ein paar Pizzen. Vielleicht zwei große, dass ich am nächsten Tag noch etwas übrig habe. Ich mag Pizzareste, um später noch dran rumzuknabbern. Ihr könnt die Pizza selbst machen und mir nach Hause bringen oder sie mir bei einem Lieferservice bestellen. Was ich möchte, ist Essen im Austausch gegen Bitcoin geliefert zu bekommen, ohne dass ich sie selbst zubereiten muss. Wie bei einer Frühstücksplatte im Hotel oder so – die bringen dir einfach was zu essen und du bist glücklich! Ich mag Zwiebeln, Paprika, Würstchen, Pilze, Tomaten, Salami etc. Nur das Standard-Zeug, nix komisches mit Fisch oder so. Ich mag auch ganz simple Käsepizzen, die sind vielleicht günstiger zuzubereiten oder zu bekommen. Wenn jemand interessiert ist, lasst es mich wissen und wir können einen Deal aushandeln. Danke, Laszlo

Aus heutiger Sicht hört sich das verrückt an – 10.000 Bitcoin für 2 Pizzen? 40 Millionen Euro für eine Pizza? Wahnsinn.

Doch vielleicht war gerade diese Aktion notwendig, um die Kryptowährung dahin zu bringen, wo sie heute ist. Denn: Irgendwie musste sie auch ihren Wert erhalten. Hätten alle von Anfang an gehodlt, wäre nie Geld in das Bitcoin-System geflossen.

Es muss nicht immer Pizza sein

Wie kann man heute weiterkommen? Sicher, eine Pizza mit Bitcoin zu bezahlen, erscheint aufgrund der Transaktionskosten wie Wahnwitz. Doch vielleicht muss man sich auch von dem Wort „Kosten“ verabschieden und Bitcoin als unabhängige Währung betrachten – 1 Bitcoin wird nämlich immer 1 Bitcoin wert sein.

Doch auch wenn man in dieser Denke bleiben will: Man kann seinen Gewinn auch realisieren – und zwar mit Dingen, die man sowieso braucht. Wir verweisen da gerne mal auf unsere Akzeptanzstellen. Es muss ja nicht immer Pizza sein, es dürfen auch mal Computer, Brillen oder Burger sein.

Letztlich ist es das Vertrauen der Nutzer, durch das Bitcoin seinen Wert erhält – wie man zuletzt an den Entwicklungen in Simbabwe ablesen kann. Dieses Vertrauen baut auf seine Anwendung. Und wird dadurch wieder mehr wert.

BTC-ECHO

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