Die 5 großen Bitcoin-Erzählungen

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Die 5 großen Bitcoin-Erzählungen

Satoshi Nakamotos Bitcoin Whitepaper legt auf neun Seiten das Fundament für ein digitales Asset, das nach zehn Jahren bereits ein Multimilliarden-Ökosystem geschaffen hat. Woher Bitcoin seinen Wert bezieht, ist eine Frage, auf der es eine Vielzahl an Antworten gibt. Diese Woche betrachten wir fünf Innovationen, die Satoshi möglich gemacht hat.

1. Be your own bank

Das Krypto-Motto ist mehr als eine Plattitüde. Nach Daten der Weltbank verfügen weltweit etwa 1,7 Milliarden Menschen nicht über einen rudimentären Zugang zum Finanzsektor. Mit anderen Worten: Fast ein Viertel aller Menschen besitzt kein Bankkonto und ist damit von globalem Handel und wirtschaftlichem Ausstieg ausgeschlossen.

Insbesondere im subsaharischen Raum stellt das Fehlen finanzieller Infrastruktur die ärmsten Teile der Bevölkerung vor massive Probleme. Denn selbst wer das Privileg besitzt, Verwandte im Ausland zu haben, die für Einkommen sorgen, ist abhängig von monopolistisch agierenden Konzernen wie Western Union. Denn wo kein Konto, da keine Überweisung. Geld lässt sich also nur in bar versenden – und das ist teuer.

Wer hingegen Bitcoin verschicken will, der benötigt nichts weiter als ein digitales Endgerät wie einen Laptop oder ein Smartphone sowie Internetzugang. Das Potenzial dieses Use Case ist angesichts der schieren Menge an Personen ohne Bankkonto riesig.

2. Digitale Knappheit

Knappheit im digitalen Raum ist etwas, das es vor Bitcoin noch nicht gegeben hat. Bisher war das Internet – bzw. das Digitale per se – eher dafür bekannt, Daten im Überfluss zu schaffen. Wer E-Mails versendet, verschickt de facto Kopien einer Datei. Wer sich Dokumente aus der Cloud herunterlädt, lädt Kopien; die Liste ließe sich fortführen.


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Eine der zentralen Innovationen von Satoshi war die Erfindung von digitaler Knappheit. Obwohl die Bitcoin Blockchain unendlich vervielfältigt werden kann, wird es niemals mehr als 21 Millionen BTC geben.

3. Lösung des Double-Spend-Problems

Digitale Signaturen sind ein Teil der Lösung, aber die wichtigsten Vorteile gehen verloren, wenn ein vertrauenswürdiger Dritter weiterhin benötigt wird, um Double Spends zu vermeiden. Wir schlagen eine Lösung für das Double-Spending-Problem vor, indem wir ein Peer-to-Peer-Netzwerk einrichten.

Satoshi Nakamotos Bitcoin Whitepaper war die erste Lösung des sogenannten Double-Spending-Problems, die ohne Drittparteien funktioniert. Double Spending beschreibt den Vorgang, ein und dieselbe digitale Einheit von Geld an zwei oder mehr Adressaten auszugeben.

Was sich bei Bargeld rein physisch nicht durchführen lässt, ist im digitalen Raum nur durch komplexe Mechanismen zu verhindern. SEPA etwa ist die europäische Interbankenlösung auf das Double-Spending-Problem; sie kommt aber nur mit vertrauenswürdigen Drittparteien aus – eben Banken.

Bitcoin hingegen erreicht eine finale und irreversible Zahlungsabwicklung ganz ohne Drittparteien. Bitcoins Peer-to-Peer-Struktur ist daher am ehesten mit digitalem Bargeld vergleichbar.

Auf Medium fasst Nic Carter diese Eigenschaft so zusammen:

Ich tendiere dazu, der Ansicht zu sein, dass das Interessante an Bitcoin die Möglichkeit ist, Werttransfer über einen Kommunikationskanal mit extrem hoher Verlässlichkeit durchzuführen.

4. Transparenter Wertspeicher


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Geldmittel sind ein abstraktes Konstrukt menschlicher Kooperation. Neben vielen anderen Eigenschaften (teilbar, fungibel etc.) sollte Geld allen voran knapp sein. Nick Szabo fasst diese Eigenschaft mit „fälschungssicherer Kostbarkeit“ zusammen, die einem Geldmittel innewohnen muss.

Für Wertspeicher ist dies die zentrale Eigenschaft: Güter, die es im Überfluss gibt, eignen sich nicht als Store of Value. Denn wann immer ihr Kurs steigt, ist mit einer Überschwemmung des Markts zu rechnen.

Eine steigende Nachfrage nach Bitcoin – sprich Adaption – wird sich zu 100 Prozent im Kurs niederschlagen. Denn selbst wenn die Mining-Aktivität als Folge ansteigt, kann die Menge der verfügbaren BTC nicht erhöht werden.

Bitcoin ist in der Tat digitales Gold.

5. Die Trennung von Staat und Geld

Ein Narrativ, das sich in Bitcoin-Kreisen jüngst einiger Beliebtheit erfreut, ist jenes vom souveränen Geld. Denn BTC lässt sich von staatlicher Hand nicht in dem Maß kontrollieren wie Zentralbankgeld. Es ist zwar vorstellbar, dass Zentralbanken oder Staaten eines Tages Bitcoin besitzen werden. Die Geschicke der Kryptowährung Nr. 1 werden sie jedoch nicht in größerem Ausmaß beeinflussen können als alle anderen Netzwerkteilnehmer. Bitcoin ist die erste Geldform, die dezentral, global und vor allem frei von staatlicher Manipulation gedeihen kann.


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Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick nach Argentinien. Dort erreichte der Bitcoin-Kurs bereits im Juli dieses Jahres sein Allzeithoch.

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