Dicke Beute: Yahoo Japan kauft BitARG

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: Coyote chasing a ring necked pheasant rooster. Soft focus of predator and prey. Wintry mist in Minnesota via shutterstock

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Der Yahoo-Konzern investiert in Japan bis zu 27,9 Millionen US-Dollar in den Online-Handelsplatz BitARG und übernimmt somit einen Geschäftsanteil von 40 %. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Online-Broker Monex den japanischen Handelsplatz Coincheck übernommen hat.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Yahoo steigt in die Krypto-Industrie ein. Die japanische Tochtergesellschaft ließ sich den Ankauf zwischen zwei und drei Millionen Yen kosten. Umgerechnet sind dies zwischen 18,6 und knapp 28 Millionen US-Dollar. Genauere Zahlen hat man bisher nicht bekannt gegeben. Zuvor hatte BitARG verlauten lassen, derartige Übernahmeangebote gebe es angeblich nicht. Man suche intern nach anderen Optionen. Im Anbetracht der strengen Überprüfung aller japanischen Handelsplätze durch die Aufsichtsbehörde Financial Services Agency (FSA) waren offenbar umfangreiche Investitionen nötig, um die digitalen Guthaben aller Nutzer zu sichern.

Überprüfung der FSA ursächlich für Übernahme durch Yahoo


Im Januar wurden beim Wettbewerber Coincheck von Hackern aufgrund mehrerer Sicherheitslücken digitale Guthaben im Gesamtwert von 530 Millionen US-Dollar entwendet. Die Börsenaufsichtsbehörde FSA kündigte kurze Zeit später eine umfangreiche Überprüfung aller Anbieter an. Ein derartiger Hack soll sich auf japanischem Boden nicht wiederholen. Wie wir bereits berichtet haben, wurden aufgrund der hohen Anforderungen der FSA schon mehrere Handelsplätze von den Betreibern aufgegeben. Der Online-Broker Monex hat zwischenzeitlich Coincheck für 34 Millionen US-Dollar übernommen. Für die Handelsplätze ist es offenbar die einzige Möglichkeit, dauerhaft zu überleben, indem man für die nötigen Inventionen Partnerschaften mit großen Konzernen eingeht oder sich von diesen übernehmen lässt. Ebenfalls in den Krypto-Markt investieren will die Line Corp., der Anbieter des gleichnamigen Messengers, der im asiatischen Raum sehr populär ist. Dazu kommen Bemühungen der SBI Holdings Inc., ebenfalls in den japanischen Kryptomarkt einzusteigen.

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