Dicke Beute: Yahoo Japan kauft BitARG

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Der Yahoo-Konzern investiert in Japan bis zu 27,9 Millionen US-Dollar in den Online-Handelsplatz BitARG und übernimmt somit einen Geschäftsanteil von 40 %. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Online-Broker Monex den japanischen Handelsplatz Coincheck übernommen hat.

Yahoo steigt in die Krypto-Industrie ein. Die japanische Tochtergesellschaft ließ sich den Ankauf zwischen zwei und drei Millionen Yen kosten. Umgerechnet sind dies zwischen 18,6 und knapp 28 Millionen US-Dollar. Genauere Zahlen hat man bisher nicht bekannt gegeben. Zuvor hatte BitARG verlauten lassen, derartige Übernahmeangebote gebe es angeblich nicht. Man suche intern nach anderen Optionen. Im Anbetracht der strengen Überprüfung aller japanischen Handelsplätze durch die Aufsichtsbehörde Financial Services Agency (FSA) waren offenbar umfangreiche Investitionen nötig, um die digitalen Guthaben aller Nutzer zu sichern.

Überprüfung der FSA ursächlich für Übernahme durch Yahoo

Im Januar wurden beim Wettbewerber Coincheck von Hackern aufgrund mehrerer Sicherheitslücken digitale Guthaben im Gesamtwert von 530 Millionen US-Dollar entwendet. Die Börsenaufsichtsbehörde FSA kündigte kurze Zeit später eine umfangreiche Überprüfung aller Anbieter an. Ein derartiger Hack soll sich auf japanischem Boden nicht wiederholen. Wie wir bereits berichtet haben, wurden aufgrund der hohen Anforderungen der FSA schon mehrere Handelsplätze von den Betreibern aufgegeben. Der Online-Broker Monex hat zwischenzeitlich Coincheck für 34 Millionen US-Dollar übernommen. Für die Handelsplätze ist es offenbar die einzige Möglichkeit, dauerhaft zu überleben, indem man für die nötigen Inventionen Partnerschaften mit großen Konzernen eingeht oder sich von diesen übernehmen lässt. Ebenfalls in den Krypto-Markt investieren will die Line Corp., der Anbieter des gleichnamigen Messengers, der im asiatischen Raum sehr populär ist. Dazu kommen Bemühungen der SBI Holdings Inc., ebenfalls in den japanischen Kryptomarkt einzusteigen.

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Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.