Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären

Quelle: Japanese business person checking internet web site with PC via Shutterstock

Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären

Nach dem Debakel um den Diebstahl von NEM im Wert von rund 430 Millionen Euro tritt die japanische Finanzaufsicht auf den Plan. Sie plant, die Exchange Coincheck eingehend zu prüfen und fordert die Betreiber zum Handeln auf. Das Vorgehen könnte auch Auswirkungen auf den gesamten Krypto-Handel in Japan haben.

Wie Freitag berichtet wurde in der letzten Woche bei einem Hackerangriff auf den japanischen Krypto-Handelsplatz Coincheck NEM-Token im Wert von insgesamt 58 Milliarden Yen gestohlen – das entspräche aktuell einem Gegenwert von etwa 430 Millionen Euro. Coincheck reagierte, indem sie sämtliche Aktivitäten auf der Börse unterband. Zwar konnten damit weitere Diebstähle verhindert, die fehlenden NEM und Ripple jedoch vorerst nicht wiederhergestellt werden. Stattdessen ging die Exchange auf seine Kunden zu und stellte Entschädigungen für die betroffenen 260.000 Nutzer in Aussicht.

Nun schaltet sich auch die japanische Finanzaufsicht in den Fall ein und nimmt Coincheck ins Visier. So möchte die Financial Services Agency (FSA) eingehend Sicherheitslücken bei der Exchange prüfen und die Überwachung der Krypto-Börse enger gestalten. Am Ende dieses Prozesses soll eine Verbesserung der Kundensicherheit stehen. Dabei wird ausdrücklich auch Coincheck in die Pflicht genommen, diesen Prozess aktiv mitzugestalten. Als Grund für den Hack wird unter anderem schlampiges Management vonseiten der Exchange-Betreiber verantwortlich gemacht, das den Angriff erst möglich machte.

In der japanischen Krypto-Szene wächst nun die Befürchtung, dass die schärfere Kontrolle von Coincheck auch nachteilige Auswirkungen auf andere Exchanges oder Marktteilnehmer haben könnte. So soll es bereits Forderungen nach einer stärkeren Regulierung des Handels mit Kryptowährungen gegeben haben.


Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Japan ist der weltweit größte Markt für Kryptowährungen. Das Land hat – im Gegensatz zu seinen asiatischen Nachbarn – eigentlich eine progressive und auf Kooperation ausgelegte Lösung zur Regulierung gefunden. So war in Japan im vergangenen Jahr ein Gesetz in Kraft getreten, das in erster Linie vor Missbrauch digitaler Währungen, etwa durch Geldwäsche-Aktivitäten, schützen sollte. Darüber hinaus wurde mit dem Know-Your-Customer-Grundsatz (KYC) ein Standard gesetzt, der eine jährlich abzuhaltende Prüfung nachsichzieht.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Ripple-Partner Moneygram mit 60 Millionen US-Dollar Verlust
Unternehmen

Der Ripple-Parnter Moneygram verbucht für 2019 nicht nur einen deutlichen Umsatzrückgang, auch der Nettoverlust ist im Jahresvergleich stark gestiegen. CEO Alex Holmes gibt sich dennoch kämpferisch.

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Blockchain beschleunigt den Handel von Emissionszertifikaten
Unternehmen

Klimaschutz ist im Jahr 2020 in aller Munde. Sowohl Staaten als auch Vertreter der Privatwirtschaft sehen sich zunehmend in die Pflicht genommen, dem voranschreitenden Klimawandel entgegenzuwirken.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Ripple-Partner Moneygram mit 60 Millionen US-Dollar Verlust
Unternehmen

Der Ripple-Parnter Moneygram verbucht für 2019 nicht nur einen deutlichen Umsatzrückgang, auch der Nettoverlust ist im Jahresvergleich stark gestiegen. CEO Alex Holmes gibt sich dennoch kämpferisch.

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Libra – die letzte Chance für den Euro?
Wissen

Können Währungen privater Unternehmen Fiatgeld langfristig ersetzen und stellt das Eindringen von Konzernen im Finanzsektor eine Gefährdung unserer Währungsstabilität dar? Im zweiten Teil der Artikelserie „Die Zukunft des Geldes“ geht Pascal Hügli den fundamentalen Fragen auf den Grund und gibt einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen des Geldsystems.

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Tassenformation verspricht Bitcoin-Kurs von 13.000 US-Dollar
Märkte

Die Bären sind aus ihrem Winterschlaf erwacht und nehmen den Krypto-Markt in die Mangel: Long-Positionen im Volumen von 17 Millionen US-Dollar fielen dem Bärenangriff zum Opfer. Nichtsdestotrotz liegen die Bullen noch auf der Lauer: Der Bitcoin-Kurs bildet ein vielversprechendes Cup-and-Handle-Muster. Die Marktbetrachtung vom Bitwala Trading Team.

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären
Bären-Futter: Bitcoin shorten an der Börse Stuttgart
Krypto

Der Krypto-Markt ist für seine Volatilität berüchtigt. Auf rasante Kurs-Rallyes folgt häufig ein herber Abverkauf. Bitcoin Futures und Optionen bieten bereits eine Möglichkeit, sich gegen Kurseinbrüche abzusichern. An der Börse Stuttgart gibt es nun einen weiteren Weg, auf einen fallenden Bitcoin-Kurs zu spekulieren: Ein neues börsengehandeltes Produkt (ETP) bildet die Kursentwicklung von BTC ab – allerdings umgekehrt.

Angesagt

JPMorgan: Blockchain noch Jahre von Mainstream entfernt
Blockchain

Der Durchbruch und die flächendeckende Anwendung von Blockchain-Technologien im Finanzsektor könnte bereits in drei bis fünf Jahren Gestalt annehmen. Zu diesem aussichtsreichen Fazit gegenüber dem derzeitigen Entwicklungsstand kommt der jüngste Bericht des US-Bankenriesen JPMorgan.

CME Bitcoin Futures erreichen Tiefstwert
Märkte

Nachdem das Handelsvolumen der Bitcoin Futures an der Chicago Mercantile Exchange letzte Woche auf ein neues Allzeithoch zusteuerten, ist das Volumen kurzerhand auf einen neuen Tiefstwert abgestürzt. Die Ausbrüche könnten jedoch auf eine Normalisierung der Märkte hindeuten.

Decentraland startet Virtual-Reality-Spiel auf der Ethereum Blockchain
Blockchain

Eine neue virtuelle Welt auf der Ethereum Blockchain ging vergangene Woche live. In Decentraland kauft man Land und Objekte in Form von Krypto-Collectibles, mit denen man spekulieren kann.

„Die Datenverfügbarkeit im Krypto-Sektor ist extrem gut“
Interview

Dass unsere Finanzmärkte immer stärker durch Künstliche Intelligenz beziehungsweise Algorithmen bestimmt werden, ist kein Geheimwissen mehr. Auch im Krypto-Markt spielt die Automatisierung von Handelsprozessen eine gewichtige Rolle. Die Suche nach den besten Algorithmen beschäftigt nicht nur Investmentbanken und Hedgefonds, sondern auch immer mehr spezialisierte Trading-Dienstleister. Ein Player, der sich auf den Krypto-Sektor spezialisiert hat, ist Rubinstein & Schmiedel. Im Interview hat uns der CTO und Mitbegründer, Thomas Schmiedel, verraten, worauf es beim Trading mit Algorithmen im Krypto-Markt ankommt.

Coincheck, Sicherheitslücken: Coincheck muss sich vor Finanzaufsicht erklären

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: