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Coincheck: Lizenz in Sicht trotz Sicherheitsfiasko?

Mit dem größten virtuellen Raub in der Geschichte der Kryptowährungen sorgt die japanische Handelsplattform Coincheck im Januar 2018 für Negativschlagzeilen. Aufgrund einer unzureichend abgesicherten Hot Wallet erlangt eine Gruppe von Angreifern Zugriff auf 523 Millionen New Economy Movement (NEM) Token mit einem Zeitwert von umgerechnet 430 Millionen Euro. Mit der Übernahme der Plattform durch den Online-Broker Monex Group im April 2018 und der beinahe vollständigen Entschädigung der bestohlenen Nutzer stehen die neuen Betreiber von Coincheck nun vor ihrer letzten Hürde, um den Regelbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Ares Wekwerth
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

ong>Aufgrund einer unzureichend abgesicherten Hot Wallet erlangt eine Gruppe von Angreifern Zugriff auf 523 Millionen New Economy Movement (NEM) Token mit einem Zeitwert von umgerechnet 430 Millionen Euro. Mit der Übernahme der Plattform durch den Online-Broker Monex Group im April 2018 und der beinahe vollständigen Entschädigung der bestohlenen Nutzer stehen die neuen Betreiber von Coincheck nun vor ihrer letzten Hürde, um den Regelbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Während sich einige Marktteilnehmer am Boom der Kryptowährungen erfreuten, staunten wiederum andere nicht schlecht, als Coincheck die Handelsfunktion auf ihrer Plattform am 26. Januar 2018 vorübergehend ausgesetzt hat. Auf einer Pressekonferenz bestätigten die Gründer Koichiro Wada und Yusuke Otsuka den vollständigen Verlust der insgesamt 523 Millionen NEM Token. Damit erhitzten sie nicht nur die Gemüter der Nutzer der bislang größten Bitcoin-Börse Japans.

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) reagierte mit gründlichen Untersuchungen zur internen Vorgehensweise verschiedener Plattformen in Japan. Im Lauf der Untersuchungen stellten die Behörden fest, dass die Vermögenswerte der Kunden oftmals nicht von denen der Exchanges getrennt wurden. Auch eine unzuverlässige Durchführung des Know-Your-Customer-Verfahrens nahmen die Behörden zum Anlass, die obligatorische Vergabe von Lizenzen an Handelsplattformen zu verschärfen.

Coincheck hält dem Druck stand

Während sich diverse Handelsplattformen dem immer größer werdenden Druck der Regulierungsbehörden nicht gewachsen sehen und ihre Plattformen freiwillig schließen, nimmt sich Coincheck der Herausforderung unter der neuen Führungsebene der Monex Group an. Mit der vollständigen Übernahme von Coincheck kommt die Plattform der Aufforderung der FSA entgegen, die Sicherheitsrichtlinien anzupassen.

Finanzaufsichtsbehörde stellt Lizenz in Aussicht

Mit vermeintlich erfreulichen Nachrichten meldet Nikkei Asia am Mittwoch, dem 19. Dezember, die Erteilung der langersehnten Lizenz bis zum Ende des laufenden Jahres. Die FSA, so hieß es zunächst, wäre mit der Entwicklung Coinchecks hinsichtlich den strengen Anforderungen zufrieden. Wenig später revidiert die Monex Group in einem offiziellen Presseschreiben die Gerüchte zur Erteilung der Lizenz:

„Die Coincheck, Inc. befindet sich derzeit in der Überprüfung als Kryptowährungs-Handelsplattform. Jedoch existiert derzeit keine Tatsache zur endgültigen Feststellung der Registrierung.“,

so Monex. Nun heißt es also zunächst, die Entscheidung der Regulatoren abzuwarten.

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