Das große Comeback nach dem Krypto-Hack? 260.000 Coincheck Kunden schöpfen Hoffnung

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: coincheck

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Die gehackte japanische Online-Handelsplattform Coincheck will schon bald mit der Erstattung der im Januar gestohlenen Wallets beginnen. Der Hack betraf das Guthaben von rund 260.000 Kunden. Die Betreibergesellschaft gab nun bekannt, man wolle die Geschäfte sobald wie möglich wieder aufnehmen. Dafür ist allerdings die Zustimmung der Aufsichtsbehörde (Financial Services Agency – FSA) erforderlich.

Unbekannte haben im Januar bei der japanischen Handelsplattform Coincheck Guthaben im Wert von umgerechnet 430 Millionen Euro entwendet. Die japanische Regierung reagierte mit strengeren Auflagen und verwies aus Sicherheitsgründen gleich mehrere Wettbewerber des Landes. Vor einer Wiedereröffnung sollen diese der Aufsichtsbehörde Japans beweisen, dass sie ihre Sicherheitsmaßnahmen erheblich verbessert haben. Außerdem wurden an die Betreiber von sieben Krypto-Börsen Strafanzeigen verschickt. Unter anderem deshalb geriet der Kurs des Bitcoin erheblich unter Druck. Zwischenzeitlich musste Coincheck die Existenz von Sicherheitslücken einräumen. Man entschuldigte sich bei den Kunden für alle Unannehmlichkeiten. Heute wurde angekündigt, 80 % der gestohlenen 523 Millionen Einheiten der Kryptowährung NEM aus eigenen Mitteln zurückzuzahlen.

Der Hack von Coincheck rüttelt die Branche wach

Der jüngste Hack hat bei den Online-Plattformen für viel Aufruhr gesorgt. Niemand möchte, dass sich in Japan oder anderswo der Fall Mt. Gox wiederholen kann. Beim ehemaligen Marktführer, der früher mehr als 60 % des weltweiten Handelsvolumens besaß, führten diverse Sicherheitslücken und juristische Probleme am Ende zu einer Insolvenz der Aktiengesellschaft. Wahrscheinlich auch um weiteren Regulationen oder möglichen Strafanzeigen zu entgehen, kündigten 16 japanische Handelsplattformen die Einführung einer Selbstregulierungsstelle ab April dieses Jahres an. Man wird sehen, ob sie damit die Vorgaben der Aufsichtsbehörde FSA erfüllen. FSA-Mitarbeiter überprüfen derzeit im ganzen Land zahlreiche Online-Börsen in Hinblick auf mögliche Schwachstellen.

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