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Das Meinungs-ECHO: „Antisemiten!“ – Roubini trollt die Bitcoin-Gemeinde

Das Meinungs-ECHO: „Antisemiten!“ – Roubini trollt die Bitcoin-Gemeinde

Nachdem die vernichtende Kritik des Permabärs Nouriel an Bitcoin & Co. auch zu Beginn dieser Woche noch nachhallte, rückten die Probleme der Krypto-Börse Bitfinex und des Stable Coins Tether in den Fokus der Kommentatoren. Das Meinungs-ECHO für die 42. Kalenderwoche.

Krypto-Nazis

oubinis Anti-Bitcoin-Tirade vor dem US-Senat fand auf dem Twitter-Account des Ökonomen zum Wochenbeginn ihre Fortsetzung. Der Wirtschaftswissenschaftler fährt immer schwerere Geschütze auf, um in Richtung der Krypto-Community zu feuern. Die Quintessenz seiner Tweets: Die Bitcoin-Community ist eine Jauchegrube voller verblendeter, koprophager Shitcoiner, deren ultra-libertäre Neigungen nur von ihren antisemitischen Tendenzen übertroffen werden.

Dazwischen nutzt Roubini seine vergrößerte Reichweite (gern geschehen!), um seine blockchainkritischen Artikel zu shillen.

Bei der NYU regt sich Widerstand gegen Roubini

Roubinis geradezu trumpeskes Twitter-Getrolle hat mittlerweile einen Grad der Unprofessionalität erreicht, der selbst Alumni der New York University (NYU), an der Roubini unterrichtet, auf den Plan ruft. So kritisiert etwa Max Keiser, Krypto-Investor und Alumnus der NYU:

„Es schmerzt mich zu sehen, dass sich @nouriel [Roubini] wie ein Pferdearsch verhält. Ich befinde mich nun in Kontakt mit der NYU-Führung, um sie zu fragen, ob sie diesen peinlichen Rage-aholic nicht zur Vernunft mahnen können. Es beschädigt die Arbeitsmoral der Studenten.“

Roubinis Tiraden könnten außerdem die Unterstützung der NYU durch Spenden der Alumni beeinflussen:

„Viele Mitglieder der NYU sind bereits mit Roubini in Kontakt getreten und versuchen, ihn dazu zu bewegen, die Klappe zu halten. Er ist als Rage-aholic, Egomane und Windbeutel bekannt. Die Studenten beschweren sich. Es wird auch für Alumni-Fund-Raiser wie mich zum Thema“

Selbstverständlich ließ es sich Dr. Doom auch nicht nehmen, das aktuelle Drama um Bitfinex und den Stable Coin Tether (USDT) zu kommentieren:

„Tether ist die Mutter aller Krypto-Scams und stützt Bitcoin und all die anderen Shitcoins um bis zu 80 Prozent. Doch die Regulatoren, die bereits vor Monaten mit den Ermittlungen zu Tether/Bitfniex begonnen haben, schlafen noch immer am Steuer“

Dieser Tweet stammt aus der Reihe „Roubini retweetet Bitfnix’ed“. In der Tat verbrachte der Ökonom am 16. Oktober seinen Mittag damit, die Tweets von @Bitfnix’ed, dem wohl schärfsten Kritiker der zurzeit heftig umstrittenen Krypto-Börse Bitfinex, zu teilen.

Bitfinex’ed: Bitcoin bei 10 bis 15 US-Dollar

Btifnix’ed hat sich in dieser Woche auch außerhalb von Twitter geäußert. In einem umfangreichen Interview mit Modern Consensus beschrieb der Bitfinex-Nemesis ausführlich, woraus sich seine Kritik an der Krypto-Börse und ihrem Stable Coin Tether speist. Auch in Bezug auf Bitcoin zeigt sich Bitfinex’ed desillusioniert. Die zahlreichen Betrugsfälle und zwielichtigen Aktivitäten halbseidener Krypto-Börsen seien von der Krypto-Gemeinde nicht hinreichend abgestraft worden. Aus diesem Grund sieht Bitfinex’ed eine rabenschwarze Zukunft – auch für Bitcoin und Ethereum. So antwortet er (oder sie) auf die Frage, ob überhaupt irgendwelche Kryptowährungen überleben werden:

„Das hängt davon ab, was Sie mit Überleben meinen. Wenn Sie meinen, dass der Code existiert und jemand die Coins nur zum Spaß mint, dann ja. Bitcoin wird als Projekt überleben, ebenso wie Ethereum. […]. Der Wert ist nominal. Er wird nicht Null sein, aber für die meisten Menschen kann er genauso gut Null sein. Wenn etwas auf 19.000 US-Dollar und dann auf 10 bis 15 US-Dollar sinkt, kann es für die meisten Menschen genauso gut auf Null gegangen sein.“

10 bis 15 US-Dollar – da wurde wohl jemand heftig von der Krypto-Community enttäuscht.

Big Money soll die Rettung bringen

Naturgemäß ganz anders gestaltet sich der Blick des stets bullish eingestellten Mike Novogratz. Dessen milliardenschwere Investmentfirma Fidelity plant die Eröffnung eines Krypto-Trading-Desks, der im ersten Quartal 2019 den Betrieb aufnehmen und institutionellen Investoren die Tür zum Krypto-Space öffnen soll. Mit entsprechenden Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs:

„Ich sehe nicht, dass wir bis zum Ende des Jahres 10.000 US-Dollar knacken, aber ich denke, wenn in Q1/Q2 die Institutionen kommen, werden wir neue Höchststände setzen,“

verriet der Ex-Goldman-Sachs-Partner dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg am 15. Oktober.

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