Das Cosmos-Netzwerk und der Atom-Token: Blockchains, vereinigt euch!

Quelle: Shutterstock

Das Cosmos-Netzwerk und der Atom-Token: Blockchains, vereinigt euch!

Während die Kurse von Bitcoin & Co. aktuell wieder anziehen, macht sich ein vermeintlich neuer Coin in den Top 15 breit: der ATOM Token. Zeit, dem Projekt unter die Haube zu schauen. 

Das Cosmos-Projekt hat sich ein Ziel auf die Fahnen geschrieben, das im Blockchain-Sektor aktuell auf sich warten lässt: Interoperabilität zu erreichen. Die Möglichkeit also, verschiedene Blockchain-Projekte über dasselbe Protokoll arbeiten zu lassen, ohne dass diese sich gegenseitig beeinflussen.

So hat jedes Blockhain-Projekt bestenfalls einen eigenen Use Case bzw. versucht, ein spezifisches Problem zu lösen. Bitcoin tritt – je nachdem, wen man fragt – etwa als digitales Gold an, Ethereum wartet mit Smart Contracts auf, Ripple will mit XRP den internationalen Interbankenhandel einnehmen. Doch aktuell arbeiten alle dieser Projekte parallel zueinander, Austausch gibt es wenig. Mit anderen Worten: Sie sind kaum interoperabel.

Die einzelnen Zonen und Interoperabilität

Cosmos will dieses Problem nun angehen. Das Ziel ist es, so kann man es dem offiziellen White Paper von Cosmos entnehmen, in Parallel-Schaltung Blockchains laufen zu lassen, ohne dass diese sich in ihren Sicherheits-Vorkehrungen und einzelnen Use Cases in die Quere kommen. Cosmos versteht sich selbst also als Blockchain-Netzwerk, das sich wiederum aus verschiedenen Blockchains zusammensetzt. Diese bezeichnet das Entwicklerteam als „Zones“. Dabei setzen sie auf den Tendermint-BFT-Konsens-Algorithmus, um Einigkeit in den Zonen zu bewahren.

Die erste dieser Zonen bezeichnet Cosmos als den Cosmos Hub, die Anlaufstelle, an der Blockchains andocken können. Sie setzt wiederum auf den Proof-of-Stake-Mechanismus und lässt sich bei Bedarf um weitere Zonen erweitern. Letztere kommuniziert mit den einzelnen Zonen über ein „Inter-Blockchain“-Protokoll. Dieses verspricht die Übertragbarkeit von Kryptowährungen zwischen den einzelnen Zonen.

Schließlich dient die Cosmos-Plattform gerade durch jene Interoperabilität, die sie herstellen will, auch als Grundlage für neue Blockchain-Projekte. So liefert Cosmos seinen Nutzern die Möglichkeit, aus einzelnen Bausteinen eigene neue Blockchains zu basteln, diese zu veröffentlichen und – Cosmos sei Dank – mit anderen Blockchains zu verbinden.

Der Atom Token

Bei all dieser (geplanten) Interoperabilität mag man sich fragen: Wozu braucht man dann noch einen eigenen Token? Laut White Paper soll der Atom Token im Nutzer dazu befähigen, zu wählen, zu validieren und zu delegieren – ganz im Sinne des Proof-of-Stake-Konsens-Mechanismus. Außerdem ermöglicht es der Atom Token, Gebühren zu bezahlen, um Spam im Netzwerk vorzubeugen.

Im Jahr 2017 gab das Entwicklerteam den Atom Token via ICO heraus. Das Einsammeln von Geldern verlief dabei rasant und erfolgreich: Cosmos erreichte sein Funding-Ziel innerhalb von 28 Minuten und verkaufte 168 Millionen Token, während sie 17,3 Millionen US-Dollar einnahmen. Dabei behielt sich das Team einen Anteil von 50 Millionen ATOM ein, um das Projekt voranzutreiben.

Bereits lanciere Projekte auf Cosmos

Zu den bereits lancierten Projekten auf Grundlage von Cosmos zählt etwa die dezentrale Exchange von Binance. Außerdem listet das Netzwerk die Projekte Sentinel, das Lino Network, den Stable Coin Terra, die Spiele-Anwendung Loom sowie IRISnet.

Du bist ein Blockchain- oder Krypto-Investor? Der digitale Kryptokompass ist der erste Börsenbrief für digitale Währungen und liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Jetzt kostenlos testen

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Erfolgreicher Startschuss für Finledger – Deutsche Banken testen Schuldschein-Plattform
Erfolgreicher Startschuss für Finledger – Deutsche Banken testen Schuldschein-Plattform
Blockchain

Ein Zusammenschluss der Helaba, DekaBank, dwpbank und der DZ Bank verkündet in dieser Woche den erfolgreichen ersten Test seiner Blockchain-Plattform Finledger. 

Ein Plädoyer für die Hodl-Mentalität: Bitcoin ist ein Wertspeicher – und das ist gut so
Ein Plädoyer für die Hodl-Mentalität: Bitcoin ist ein Wertspeicher – und das ist gut so
Bitcoin

Kritiker der Kryptowährung Nr. 1 werfen ihr häufig mangelnde Nutzbarkeit vor.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW21 – Seitwärts auf hohem Niveau
    Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW21 – Seitwärts auf hohem Niveau
    Kursanalyse

    Die letzten Tage wurde seitens den drei Top-Coins dazu genutzt, den Anstieg in den vergangenen Wochen zu verdauen.

    Bitcoin-Börse Kraken geht auf Investorenjagd
    Bitcoin-Börse Kraken geht auf Investorenjagd
    Unternehmen

    Die Bitcoin-Börse Kraken hat einen Verkauf von Unternehmensanteilen gestartet. Die Anteile können indes online erworben werden.

    Ethereums Zukunft: Foundation veröffentlicht Roadmap
    Ethereums Zukunft: Foundation veröffentlicht Roadmap
    Ethereum

    Während sich der Ether-Kurs tapfer über der 250-US-Dollar-Marke hält, gibt sich die Ethereum Foundation alle Mühe, das eigene Ökosystem weiterzuentwickeln.

    Was uns der Bitcoin Pizza Day über Geld verrät
    Was uns der Bitcoin Pizza Day über Geld verrät
    Bitcoin

    Als Laszlo Hanyecz am 22. Mai 2010 zwei Pizzen kaufte und diese mit Bitcoin bezahlte, ahnte er noch nicht, dass er damit in die Geschichte einging.

    Angesagt

    Erfolgreicher Startschuss für Finledger – Deutsche Banken testen Schuldschein-Plattform
    Blockchain

    Ein Zusammenschluss der Helaba, DekaBank, dwpbank und der DZ Bank verkündet in dieser Woche den erfolgreichen ersten Test seiner Blockchain-Plattform Finledger. 

    „Undiskutable Fakten“: Bitcoin-Börse Bitfinex zeigt New Yorker Staatsanwaltschaft den Mittelfinger
    Regulierung

    Die Skandal-Bitcoin-Börse Bitfinex sowie die mit ihnen verbandelte Tether Limited wehren sich gegen die aktuelle Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft.

    Die Linke will Bitcoin verbieten – wieso das nicht gelingen wird
    Kommentar

    Die Partei Die Linke will nach Inhalt des Wahlprogramms zur Europawahl Bitcoin verbieten.

    Ein Plädoyer für die Hodl-Mentalität: Bitcoin ist ein Wertspeicher – und das ist gut so
    Bitcoin

    Kritiker der Kryptowährung Nr. 1 werfen ihr häufig mangelnde Nutzbarkeit vor.

    ×

    Happy Bitcoin Pizzaday

    25% Rabatt auf alle Shop-Produkte

    Gutscheincode: PIZZA

    Der Kryptokompass Mai 19

    Aktuelle Ausgabe inkl. STO Guide kostenlos testen

    NEU: Aktuelle Mai Ausgabe gratis testen inkl. STO-Guide