Gold, Silber, BTC Das bedeutet die Gold-Rallye für den Bitcoin-Kurs

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

DIe Grafik zeigt einen Kursanstieg, sowie einen Bitcoin und einen Goldbarren.

Quelle: Shutterstock

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Edelmetalle wie Gold und Silber erleben gerade eine neue Hochphase. In Korrelation zu den Geldmengenausweitungen schießen die Kurse in die Höhe. Welche Auswirkungen diese Marktreaktion nachgelagert auf den Bitcoin-Kurs haben kann und warum die Rücklagen von Unternehmen in Zukunft eine größere Rolle an der Börse spielen könnten.

Goldbarren, Silbermünzen und Co. schmücken immer häufiger die Titelseiten der einschlägigen Finanzmagazine. Eine zunehmende Zahl von Anlegern bangt um die Geldwertstabilität und flüchtet in Edelmetalle, um das eigene Vermögen vor größeren Entwertungen in der Zukunft zu schützen. Selbst Gold-Gegner Warren Buffet gab bekannt, in Gold zu investiert zu haben. So konnte der Goldkurs innerhalb der letzten 12 Monate um rund 30 Prozent zulegen und Silber sogar fast um 50 Prozent. Eine Trendumkehr der Edelmetall-Rallye ist vorerst nicht zu erwarten.


Das Vertrauen in Euro, US-Dollar und Co. schwindet mit jeder weiteren Rettungsaktion von Staaten und Notenbanken. Die einzigen Alternativen, um einer Geldentwertung zu entkommen, lauten Schuldenschnitt oder sehr hohes Wirtschaftswachstum. Während ein Schuldenschnitt bereits sehr unwahrscheinlich ist, ist letzteres praktisch unmöglich. Um in den Industrienationen dauerhafte Wachstumsraten zu erzielen, die in etwa nötig sind, um das gegenwärtige System stabil zu halten, sind die Schulden und Sozialkosten zu hoch, die Bevölkerung zu alt und die aktuellen und noch kommenden Entlassungswellen und die daraus resultierende Prekarisierung von Jobs zu einschneidend.

Edelmetalle: Bärendekade wechselt zur Bullendekade

Verstärkend kommt hinzu, dass Anleger Edelmetalle in den letzten Jahren eher links liegen gelassen haben. Der Aktienmarkt war zu dieser Zeit offenbar deutlich attraktiver. Aus Renditegesichtspunkten war ein Investment in Gold oder Silber also nicht die beste Wahl in den letzten 10 Jahren. Der Goldkurs steht ungefähr da, wo er auch schon 2010 stand – eine verlorene Dekade aus Renditesicht.

Während also Unternehmen und Immobilien durch eine Asset-Inflation in die Höhe geschnellt sind, kann man Edelmetalle angesichts des Makroumfeldes als unterbewertet bezeichnen. Bis auf wenige Ausnahmen werden die steigenden Aktien- und Immobilienkurse immer teurer erkauft, sodass deren Überbewertung – angesichts des negativen Wirtschaftsausblicks – immer weiter zunimmt. Dieses sich verschlechternde Input-Output-Verhältnis führt wiederum dazu, dass andere Anlageklassen attraktiver werden. Die 20er Jahre dürften also auch in diesem Jahrhundert wieder golden werden – auch wenn dies alles andere als positiv im Gesamtkontext ist.

Erst Gold, dann Bitcoin

Die aufgebaute Unterbewertung von Gold und Silber dürfte sich in den kommenden Monaten zügig abbauen. Doch die Verunsicherung wird auch noch danach bestehen bleiben. Entsprechend stellt sich die Frage, welche anderen anti-zyklischen Investments neben Gold in Frage kommen.

Genau hier können Kryptowährungen beziehungsweise in erster Linie Bitcoin eine Antwort darstellen. Schließlich wird es immer einfacher Bitcoin zu erwerben. Durch regulierte Finanzprodukte braucht es nicht mal mehr eine Wallet, um am Anti-Euro oder Anti-US-Dollar zu partizipieren. Folglich stehen die Chancen gut, dass aktuelle Gold- und Silberinvestoren im Anschluss an die gegenwärtige Edelmetall-Rallye zusätzlich noch in Bitcoin reingehen.

Privatanleger sind das eine, Unternehmen das andere

Besonders spannend ist die Frage, wie Unternehmen dir drohenden Währungsunsicherheiten managen. So ist es durchaus üblich, dass größere Unternehmen oder Unternehmen mit einem starken Außenhandelsgeschäft Fremdwährungskonten unterhalten. Neben Euro-Guthaben verfügen viele Unternehmen daher auch über US-Dollar oder Schweizer Franken. Da allerdings eine Kollektivabwertung aller großen Fiatwährungen stattfindet, schwindet die Möglichkeit sein Geldvermögen über Fremdwährungen zu hedgen. Dies gilt vor allem im Kontext der allgemeinen Liquiditätsrücklagen und weniger im aktiven Außenhandel.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Rücklagen für längere Monate existentiell wichtig sind, um ein Unternehmen durch schwierige Zeiten zu bringen. Bislang waren die dafür vorgesehen Rücklagen ausreichend stabil in den größeren Währungsräumen. Aufgrund mangelnder Inflation gab es bislang kaum einen Grund, nicht auf Euro oder US-Dollar zu vertrauen. Genau dies könnte sich ebenfalls langsam ändern. Folglich kann auch hier eine neue Dynamik bei Unternehmen erzeugt werden, ebenfalls kleinere Gewichtungen gen Bitcoin vorzunehmen – weniger Spekulationsobjekt als Risikoprämie. Auch darf nicht vergessen werden, dass Strafzinsen bei größeren Guthaben anfallen. Bei Bitcoin muss hingegen niemand Negativzinsen zahlen, was dessen Attraktivität zusätzlich erhöhen dürfte.

MicroStrategy: Nasdaq-Konzern zeigt, wie es geht

Das Nasdaq-Unternehmen MicroStrategy ist genau diesen Weg gegangen und hat damit vor ein paar Tage für Schlagzeilen gesorgt. Das IT-Unternehmen hat eine Investition von 250 Millionen US-Dollar innerhalb der nächsten 12 Monate in überwiegend Bitcoin und andere alternative Assets bekanntgegeben. Neben Renditeabsichten heißt es vom CEO von MicroStrategy, Michael Saylor, dass auch das Misstrauen in den US-Dollar für die Umschichtung in Gold und Bitcoin verantwortlich ist.

Ganz gleich ob Unternehmen, Verbände oder Stiftungen sollte mindestens der Kapitalerhalt das Zeil eines jeden Managers sein. Professionelle Custody, ergo Verwahrlösung, die erst in den letzten Monaten entstanden sind, bieten nun die Möglichkeit dazu. Auch wenn es anfangs immer ein paar Mutige braucht, könnte diese Neugewichtung von Unternehmensrücklagen die Kurse mittel- und langfristig stürzen.

So positiv diese Aussichten für Edelmetalle und Kryptowährungen auch sind, darf nicht vergessen werden, dass in einem Panikumfeld – wie zum Corona-Hochpunkt im März – auch Gold und Bitcoin liquidiert werden. Sollte es zu so einem neuen Börsencrash in nächster Zeit kommen, dann kann dies als gute Gelegenheit genutzt werden, um günstig an Gold und Bitcoin zu kommen.  

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