Richard Castro: Darknet-Drogenhändler bekennt sich schuldig

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Dark Net

Quelle: Shutterstock

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Die Bemühungen der US-Behörden den Drogenhandel im Darknet einzudämmen, reißen nicht ab. Mit Richard Castro ist den Ermittlern ein weiterer dicker Fisch ins Netz gegangen. Castros Verhaftung lässt sich auf eine fatale Entscheidung zurückführen.

Den US-Behörden ist ein weiterer Schlag gegen die Drogenkriminalität im Darknet gelungen. Richard Castro aus Florida soll sich zur Geldwäsche und zum Drogenhandel verschworen haben. Am 25. Juli gestand der 36-Jährige laut einer Pressemeldung der US-Staatsanwaltschaft schließlich seine Schuld. Ihm drohen nun zwischen zehn Jahren und lebenslänglich hinter Gittern. Als Teil seines Deals mit der Anklage willigte Castro außerdem ein, über vier Millionen US-Dollar abzugeben. Unter den Geldern befinden sich die Inhalte von sieben Bitcoin-Wallets.


Der etwa unter dem Pseudonym Chemusa bekannte Dealer handelte zwischen November 2015 und Mai 2019 mit drei verschiedenen Opioiden. Für seine Geschäfte nutzten er und seine Komplizen anfangs diverse Darknet-Schwarzmärkte wie AlphaBay und Dream Market. Als Zahlungsmittel machte er von Bitcoin Gebrauch. Die Kryptowährung verwendete er zudem zu Zwecken der Geldwäsche. Castro soll somit Millionen von US-Dollar durch diverse Bitcoin-Wallets geschleust haben. Zusätzlich erwarb er etwa 100 Billiarden Simbabwe-Dollar.

Bei den Substanzen, die Castro zum Verkauf anbot, handelt es sich um Fentanyl, Carfentanyl und Phenylfentanyl. Während Fentanyl fünfzigmal stärker wirkt als Heroin, ist Carfentanyl nochmals hundertmal stärker. Fentanyl war in den USA in jüngster Zeit für zahlreiche Drogentote verantwortlich.

Verschlüsselte E-Mails wurden Castro zum Verhängnis

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Im Juni 2018 traf Castro eine folgenschwere Entscheidung. Der Drogendealer verlagerte sein Geschäft von Darknet-Schwarzmärkten zu verschlüsselten E-Mail-Diensten. Kunden, die die Mail-Adresse haben wollten, mussten eine Gebühr entrichten. Eben dadurch kamen ihm die Fahnder auf die Schliche. Ein verdeckter Ermittler bezahlte die Gebühr, anschließend tätigte er eine Bestellung.

Der zuständige Staatsanwalt Geoffrey S. Berman verbuchte die Verhaftung folglich als Erfolg für die Ermittlungsbehörden:

Wie er heute zugab, nutzte Richard Castro jahrelang das Dark Web, um große Mengen an hochwirksamen Opioiden zu verteilen, darunter Fentanyl und Carfentanyl. Castro dachte, er könnte sich hinter der Anonymität des Internets verstecken und Online-Pseudonyme für den Drogenhandel verwenden – wie „Chems_usa“ und „Chemical_usa“. Dank unserer Partner bei der Strafverfolgung befindet sich „Chems_usa“ nun in einem US-Gefängnis.

Castro ist indessen nicht der einzige Darknet-Dealer, der den US-Behörden ins Netz ging. Zeitgleich mit seinem Schuldbekenntnis verurteilte das Gericht Gary Davis. Davis arbeitete als Administrator für den berüchtigten Darknet-Schwarzmarkt Silk Road.

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