Craig Wright: US-Behörde äußert sich zu vermeintlichem Bitcoin-Erfinder

Quelle: Shutterstock

Craig Wright: US-Behörde äußert sich zu vermeintlichem Bitcoin-Erfinder

Die Nachricht, dass Craig Steven Wright einen Urheberrechtsanspruch auf Bitcoin angemeldet hat, schlug hohe Wellen. Das hat offenbar auch das US-amerikanische Copyright Office zu spüren bekommen. Per Pressemitteilung äußerte sich die Behörde zur Causa Wright. Demnach beweist Wrights Urheberrechtsgesuch gar nichts.

Craig Wright versucht knappe zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Bitcoin White Papers durch den/die anonymen Verfasser Satoshi Nakamoto alles, um sowohl das White Paper als auch die Codebasis selbst als seine eigene Kopfgeburt darzustellen. Trotz erheblicher Zweifel an Wrights Anspruch sowie dem Umstand, dass er der Welt noch immer einen eindeutigen Beweis schuldig ist, besaß er die Chuzpe, bei dem US-amerikanischen Copyright Office ein Urheberrecht für Bitcoin White Paper und  dem dazugehörigen Code zu registrieren.

Bereits gestern schrieb unser Chief Analyst Philipp Giese in einem Kommentar zur Causa „Copywright“:

Nur weil Craig Wright ein Formular bei einer amerikanischen Behörde ausgefüllt hat, beweist dies noch lange nichts. Schließlich findet keine Prüfung auf Wahrheitsgehalt seitens der Behörde statt. Entsprechend sollte man der Profilneurose von Craig Wright nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken.

Von einigen Wright- bzw. BSV-nahen Plattformen abgesehen, dominiert in der Szene die Skepsis an Wrights Anspruch. Eine am 22. Mai veröffentlichte Pressemitteilung des US-amerikanischen Copyright Office gießt nun Wasser auf die Mühlen der Skeptiker:

In der Regel bestätigt der Antragsteller, wenn er beim Urheberrechtsamt einen Antrag auf Registrierung erhält, die Richtigkeit der in den eingereichten Materialien gemachten Angaben. Das Copyright Office untersucht nicht die Wahrheit einer Aussage.

Registrierung erfolgt ohne Überprüfung der Urheberschaft

Der Akt der „Registrierung“ beziehe sich ferner auf die Erhebung eines Anspruches auf ein urheberrechtlich geschütztes Werk und sei nicht mit einer Anerkennung der Autorschaft seitens der Behörde zu verwechseln. Außerdem sei es möglich, dass mehrere konkurrierende Ansprüche beim Urheberrechtsamt angemeldet werden. Die Frage der Urheberschaft würde vor einem Bundesgericht geklärt werden.

Damit verbunden ist auch die Identität Wrights als Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto. Das Amt schreibt dazu:

In einem Fall, in dem ein Werk unter einem Pseudonym registriert ist, prüft das Urheberrechtsamt nicht, ob ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem Anspruchsberechtigten und dem pseudonymen Urheber besteht.

Man habe lediglich bei Wright angefragt, ob er hinter dem Pseudonym stecke. Wie seine Antwort ausfiel, kann man sich wohl bereits denken:

Im Falle der beiden Eintragungen, die Herrn Wright während des Prüfungsverfahrens erteilt wurden, nahm das Amt das bekannte Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ zur Kenntnis und bat den Anspruchsberechtigten, zu bestätigen, dass Craig Steven Wright der Urheber […] der einzutragenden Werke ist. Mr. Wright hat diese Bestätigung gemacht.

Bleibt also festzuhalten: Craig Wright hat bislang lediglich bewiesen, dass er ein Formular ausfüllen kann.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?
Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?
Bitcoin

Der Twitter Account @bitcoin scheint die Lager gewechselt zu haben. Nachdem das Konto vormals der Bitcoin Fork Bitcoin Cash (BCH) die Stange gehalten hatte, sollen die Betreiber nun auf Seiten BTCs zu finden sein. Doch die Community ist skeptisch.

A1 Telekom Austria akzeptiert Bitcoin-Zahlungen
A1 Telekom Austria akzeptiert Bitcoin-Zahlungen
Bitcoin

Die „Telekom Österreichs“, A1 Telekom Austria, ermöglicht Kunden seit dem 19. August das Bezahlen mit Kryptowährungen. Der Feldversuch des österreichischen TelCo-Marktführers erfolgt in Zusammenarbeit mit dem FinTech-Start-up Salamantek und wird zunächst in sieben ausgesuchten A1-Filialen durchgeführt.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?
Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?
Bitcoin

Der Twitter Account @bitcoin scheint die Lager gewechselt zu haben. Nachdem das Konto vormals der Bitcoin Fork Bitcoin Cash (BCH) die Stange gehalten hatte, sollen die Betreiber nun auf Seiten BTCs zu finden sein. Doch die Community ist skeptisch.

A1 Telekom Austria akzeptiert Bitcoin-Zahlungen
A1 Telekom Austria akzeptiert Bitcoin-Zahlungen
Bitcoin

Die „Telekom Österreichs“, A1 Telekom Austria, ermöglicht Kunden seit dem 19. August das Bezahlen mit Kryptowährungen. Der Feldversuch des österreichischen TelCo-Marktführers erfolgt in Zusammenarbeit mit dem FinTech-Start-up Salamantek und wird zunächst in sieben ausgesuchten A1-Filialen durchgeführt.

Israelische Behörden schalten auf Turbo: Finanzaufsicht will FinTech-Lizenzen im Eilverfahren vergeben
Israelische Behörden schalten auf Turbo: Finanzaufsicht will FinTech-Lizenzen im Eilverfahren vergeben
Regulierung

Die israelische Finanzmarktaufsicht CMA will Marktzulassungen für FinTech-Unternehmen im Eilverfahren erteilen. Damit zielt die Behörde darauf, den Wettbewerb im Land anzukurbeln und die gesamte Branche zu fördern. Besonders die israelische Krypto-Industrie steckt derzeit noch in den Kinderschuhen.

INX Limited plant den Börsengang – unterstützt von Samson Mow, Fluffypony & Co.
INX Limited plant den Börsengang – unterstützt von Samson Mow, Fluffypony & Co.
Funding

Die geplante Krypto-Handelsbörse INX Limited will die Erlaubnis der US-Börsenaufsicht zum Verkauf ihres plattformeigenen Hybrid-Tokens INX Token. INX Limited verfügt über prominente Unterstützung – von Samson Mow bis „Fluffypony“. Ein Audit der Geschäftsbücher offenbart jedoch „erhebliche Zweifel“ an der Wirtschaftlichkeit der Krypto-Exchange in spe.

Angesagt

Indischer Bundesstaat Maharashtra setzt auf großangelegte Blockchain-Initiative
Regierungen

Maharashtra, der zweitgrößte indische Bundesstaat, will mit einer großangelegten Initiative dem Einsatz von Blockchain-Technologien den Weg ebnen. Helfen soll dabei eine sogenannte „Regulatory Sandbox“, die innerhalb der kommenden Monate eingerichtet werden soll. Künftig will die Regierung Blockchain-Technologien unter anderem im Agrarsektor sowie in der öffentlichen Verwaltung einsetzen.

Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse
Unternehmen

Rakuten Wallet geht mit seiner Bitcoin-Börse online. Kunden können ab sofort Krypto-Assets handeln und verwalten. Hierfür bietet Rakuten Wallet den Nutzern verschiedene Sicherheitsstandards. Denn neben der Verwaltung des Kundenvermögens in einer Treuhandgesellschaft, werden aktuelle Cyber-Sicherheits-Verfahren eingesetzt.

Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Unternehmen

Binance will mit Venus ein neues Stable-Coin-Projekt ins Rollen bringen. Die Bitcoin-Börse spricht von einer „regionalen“ Version des Facebook Coins Libra. Mit Details geizt Binance bislang.

Altcoin-Marktanalyse – Litecoin-Kurs gibt trotz Halvings stark ab
Kursanalyse

Alle Top-10-Coins haben in der vergangenen Woche abermals Kursverluste zu verzeichnen.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: