DCG Coindesk-Mutter steigt ins Bitcoin Mining ein

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Eine Bitcoin-Münze auf einer Platine

Quelle: Shutterstock

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In Sachen Hash Rate haben Bitcoin Miner aus China zwar bislang die Nase vorn. Doch eine finanzstarke Initiative aus Nordamerika geht in Sachen Marktanteile auf Eroberungskurs.

Die Krypto-Investmentfirma Digital Currency Group (DCG) ist in das Bitcoin Mining eingestiegen. Dafür gab sie mit Foundry den Start einer neuen Tochtergesellschaft bekannt, die „institutionelles Fachwissen, Kapital und Marktinformationen“ für Miner und Hersteller von Ausrüstung bereitstellen soll. DCG will im Jahr 2021 mehr als 100 Millionen US-Dollar in den Mining-Dienstleister stecken.

In einer Pressemitteilung vom 27. August erklärt DCG, Foundry bereits im Jahr 2019 im Stillen ins Leben gerufen zu haben. Als Gründungsursache benennt die Investmentgruppe gesteigerte Anforderungen an Mining-Firmen. Der DCG-Gründer Barry Silbert bezeichnete den Abbau von Bitcoin und Co. dabei als „Rückgrat der Blockchain-Technologie.“ Foundry-CEO Mike Colyer sicherte den Branchenvertretern aus Nordamerika derweil seine Unterstützung zu:

Wir sind ein Unternehmen, das von Minern für Miner aufgezogen wurde, und wir arbeiten mit Unternehmern zusammen, die unsere Mission teilen, die Industrie voranzubringen und ein dezentralisiertes Mining-Ökosystem zu schaffen.

Rundum-Service für die Mining-Branche

Foundry ist nach eigenen Angaben auf vielfältige Weise am Mining-Game beteiligt. Das Unternehmen betreibt einerseits eigene Mining– und Staking-Operationen und bezeichnet sich als „einen der größten Bitcoin Miner der USA.“


Die DCG-Tochter unterstützt andere Mining-Operationen weiterhin mit Beratungs- und Finanzierungsdienstleistungen. Die Kapitalspritzen verteilt es wohl in erster Linie bei der Beschaffung der zum Bitcoin-Schürfen nötigen Hardware. Laut der Pressemitteilung war es 2020 an der Lieferung der Hälfte all dieser Geräte nach Nordamerika beteiligt. Dabei tätigte es Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Vertreter der beiden chinesischen Mining-Chip-Hersteller Bitmain und MicroBT gaben an, dass Foundry ein Schlüsselpartner für ihre Expansion nach Nordamerika gewesen sei.

Das Unternehmen will ferner zur Vernetzung der Branche beitragen. Es geht davon aus, auch mit Regierungsvertretern und Energiekonzernen in Kontakt zu kommen. Insbesondere die Kooperation mit letzteren verspricht, einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Branche in den USA haben zu können. Denn bei der Rentabilität des Bitcoin-Schürfens ist der Strompreis der ausschlaggebende Faktor.

DCG im Bitcoin-Ökosystem

Foundry ist unterdessen nicht das einzige Ei im Bitcoin-Korb der Digital Currency Group. Neben dem Newsmedium CoinDesk gehören auch der kapitalstarke Investmentfonds Grayscale und das FinTech-Unternehmen Genesis zu den Tochterunternehmen der Gruppe.

Genesis ist dabei als einer der größten Krypto-Kreditgeber bekannt. Im ersten Quartal 2020 verlieh das Unternehmen Bitcoin und vergleichbare Assets im Wert von über zwei Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen ging jüngst eine Partnerschaft mit dem FinTech Circle ein, um die Mainstream-Akzeptanz des von Circile vertriebenen Stable Coins USDC zu beschleunigen.


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