Bitcoin, China: Was die neue Blockchain-Vereinigung für Bitcoin bedeutet

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China: Was die neue Blockchain-Vereinigung für Bitcoin bedeutet

Die Bitcoin-Börse Huobi ist am 1. Dezember dem chinesischen Blockchain Services Network beigetreten. Mit diesem Schritt wächst etwas heran, was zur größten Blockchain-Datenkrake werden könnte. Was das für den Bitcoin-Kurs bedeuten kann.

Dass Meldungen aus China den Bitcoin-Kurs in der ein oder anderen Weise beeinflussen, darf man mit einiger Sicherheit annehmen. Man erinnere sich etwa an den Herbst 2017. Nachdem die Kommunistische Partei ein Verbot für Initial Coin Offerings (ICO) ausgesprochen hatte, war es zu ersten Einbrüchen am Krypto-Markt gekommen.

China und der Bitcoin-Kurs

Zwar hatte sich der Bitcoin-Kurs mittelfristig erholt und es einige Monate später zu Rekordhöhen gebracht. Doch als es Anfang 2018 zum Crash am Krypto-Markt kam, tauchten weitere Meldungen aus China auf. Ein drohendes Mining-Verbot (was jedoch nicht eingeführt worden ist), standen neben Manipulationsgerüchten hoch im Kurs als mögliche Gründe.

Am 25. Oktober diesen Jahres kam es dann zu den jüngsten Verstrickungen zwischen Bitcoin-Kurs und China News. Die chinesische Regierung verkündete durch Xi Jinping die Blockchain-Strategie der Kommunistischen Partei. Man wolle, so hieß es zu diesem Zeitpunkt, vermehrt in die Forschung und den Ausbau der Blockchain-Strategie in China investieren. Der Bitcoin-Kurs reagierte mit zeitweise 40 Prozent Steigerung. Lange sollte die positive Stimmung jedoch nicht anhalten. Nachdem Jinping kurze Zeit später betont hatte, dass es um die Blockchain-Technologie an sich ging und China Bitcoin für fragwürdig hielt, rasselte der Bitcoin-Kurs wieder nach unten – die Bären eroberten den Krypto-Wald zurück.

Chinas Blockchain Services Network


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Hinter dem Vorgehen scheint eine Strategie zu stecken: Das in der Szene bekannte Credo „Blockchain ja, Bitcoin nein“ macht sich auch die Regierung in China zu eigen. Dahinter steckt letztlich unter anderem der Plan, sich mit dem E-Yuan einen Platz an der Sonne der internationalen Wirtschaft zu sichern. Die digitale Entsprechung der staatseigenen Währung würde einer (noch) besseren staatlichen Kontrolle der Geldflüsse Tür und Tor öffnen.

Unter dieses Vorhaben darf man auch die Gründung des Blockchain Services Network (BSN) einordnen. Wie das chinesische Finanzmagazin Fintech News am 1. Dezember berichtet hatte, begrüßt das Netzwerk als eines der ersten Mitglieder die Bitcoin-Börse Huobi. Unter der Schirmherrschaft des State Information Centers zählen zum Netzwerk außerdem das Zahlungsnetzwerk UnionPay, der Telekommunikationsanbieter China Mobile, die China Merchants Bank sowie WeBank. Kurz um: Mit dem Blockchain Services Network entfaltet sich ein Netzwerk, das einen Großteil der wichtigsten Zahlungskanäle des Landes umfasst.

Was da wächst, dürfte sich bald zur vielleicht größten Datenkrake des Landes entwickeln – schließlich lassen sich auf der Blockchain (Meta-)Daten unwiderruflich festmeißeln und immer wieder überprüfen. Da es sich hier um ein Netzwerk, das aus verschiedenen Blockchain-Lösungen besteht, handeln soll, potentiert sich diese Überprüfbarkeit.

Setzen sich die Tendenzen des Landes durch, Bargeld komplett abzuschaffen, dürfte die Regierung in China bald die Möglichkeit haben, Zahlungsvorgänge lückenlos zu überwachen.

Das wird schließlich auch Einflüsse auf das Bitcoin-Ökosystem nach sich ziehen. Die Verschmelzung der Bitcoin-Börse Huobi mit einem vom Staat gesteuerten Zahlungsnetzwerk macht – spätestens jetzt – vom Staat unbeobachtetes Bitcoin Trading zunehmend schwierig. Chinesische Trader sowie Chinesische Bitcoin Miner müssen künftig besonders auf der Hut sein.

Ein potentiell riesiger Markt fällt damit unter das wachsame Auge der Kommunistischen Partei. Dass diese ihren tendenziell restriktiven Bitcoin-Kurs ändert, ist unwahrscheinlich.

Bitcoin-Kurs im Fokus

Der Bitcoin-Kurs verhält sich an diesem Montag, den 2. Dezember, unterdessen relativ verhalten. Mit einem leichten Minus von einem Prozent im Vergleich zum Vortag notiert die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bei 7.290 US-Dollar. Im Sieben-Tages-Rückblick ist der Bitcoin-Kurs unterdessen im Plus. So konnte die Kryptowährung innerhalb einer Woche 4,5 Prozent an Fahrt gewinnen.

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