Digitale Zeugnisse Certif-ID und UNESCO setzen auf Blockchain-Technologie

Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

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Jacob Gleiss

Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Das Start-up Certif-ID und die UNESCO haben gemeinsame Sache gemacht und eine Inittiative gegründet. Durch digitale Technologien in Form einer Blockchain-Anwendung soll die berufliche Aus- und Weiterbildung in Zukunft vereinfacht werden.

Das Blockchain-Start-up Certif-ID und die UNESCO haben am 29. September eine Online-Konferenz abgehalten, die der Wiedereingliederung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt gewidmet war. Bei „Next Step: Education To Employment“ – so der Name der Veranstaltung – präsentierten die UNESCO und Certif-ID einen Überblick über die Herausforderungen der Digitalisierung für Arbeitgeber und -nehmer – und wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, sie zu bewältigen. Nun haben die UNESCO und Certif-ID die Ergebnisse der Konferenz in einer gemeinsamen Pressemitteilung vorgestellt.

Unternehmen sind von einer Blockchain-Anwendung überzeugt


Certef-Gründer Tim Miller verdeutlichte die Vorteile der Blockchain-Technologie für den Arbeitsmarkt. So könnten digitale Zeugnisse einen Online-Marktplatz schaffen, der auf Vertrauen und Transparenz aufbaut. Menschen mit bisher nur begrenztem Zugang zur allgemeinen Bildung, könnten einfacher Arbeit finden oder Fortschritte in der Hochschulbildung machen. Weiter lässt er sich zitieren:

Digitale Lösungen, die den Weg für […] den intelligenten Abgleich von Qualifikationen und Zugang zu dynamischen Arbeitsmarktinformationen ebnen, können den Nutzen der beruflichen Aus- und Weiterbildung erschließen.

Digitale Lösung in naher Zukunft zu komplex?

Auf der Veranstaltung tauschten sich Referenten der gesamten Industrie, darunter verschiedene Politiker und Akademiker über ihre Erfahrungen aus. Angesprochen wurden Beschäftigungschancen für Frauen und Männer bis zum Jahr 2030. Des weiteren ging es um die Automatisierung von Arbeitsplätzen und die Hyperspezialisierung digitaler Arbeitsplätze mittels Blockchain-Technologie. Ein Pressesprecher der UNESCO äußerte sich zu der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen wie folgt:

Wir schätzen die Bemühungen von Certif-ID bei der Initiierung verschiedener Forschungs-, Schulungs- und Kapazitätsaufbauprogramme, um das Konzept der digitalen Zeugnisse im Bildungs- und TVET-Ökosystem zu verbreiten. Wenn wir darauf hinarbeiten, die weit verbreitete Skepsis in Bezug auf TVET zu beseitigen, kann dies zweifellos die wirtschaftliche und soziale Entwicklung unterstützen. Da die berufliche Aus- und Weiterbildung Karrierewege von der Berufsausbildung bis zur Hochschulbildung bietet, glauben wir, dass sie neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen kann.

Aus dem von der UNESCO und Certif-ID erstellten Kurzdossier geht hervor, dass digitalisierte Zeugnisse in Zukunft von besonderer Notwendigkeit seien. Die Versprechen der technischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung (TVET -Technical and Vocational Education and Training) könnten anders nicht gewährleistet werden. Die berufliche Aus- und Weiterbildung sei darauf ausgerichtet, die soziale Mobilität zu verbessern und einen breiteren Zugang zum Lernen zu ermöglichen. Eine Einführung wird allerdings in Frage gestellt, da sie sehr komplex und mit hohen Kosten verbunden wäre. Jedoch sind sich UNESCO und Certif-ID einig, dass Blockchain-Anwendungen bei der Maximierung von Lern- und Berufsergebnissen unterstützend wären.

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