Buenos Aires lanciert ID-System auf der Blockchain

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Buenos Aires lanciert ID-System auf der Blockchain

Buenos Aires: Die argentinische Hauptstadt bekommt ein blockchainbasiertes ID-System. Drei Unternehmen kooperieren diesbezüglich mit der Stadtverwaltung in Buenos Aires. Bei der Zusammenarbeit werden die Partner eine digitale Identität für ihre Bürger erarbeiten, um ihnen beispielsweise Zugang zu Finanzdienstleistungen zu gewähren. Das Projekt ist für vier Jahre angelegt und dient der Inklusion ärmerer und benachteiligter Bürger.

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires können die Einwohner bald auf eine Blockchain-ID zurückgreifen. Wie aus einer Absichtserklärung hervorgeht, streben drei Firmen demnach die Entwicklung eines entsprechenden Systems in der Millionenstadt an. Die beteiligten Unternehmen sind NEC Argentina S.A., die Zivilorganisation DECODES (NGO Bitcoin Argentina) sowie IDB Lab, das Innovationslabor der Inter-American Development Bank Group. Die Laufzeit ist für vier Jahre angelegt.

Das neue System soll in Zukunft „den Zugang zu Qualitätsgütern und Dienstleistungen für die Bürger von Buenos Aires verbessern. Dies geschehe durch eine handhabbare, sichere, transparente und selbstständige digitale Identität, heißt es in der Pressemeldung zum Abkommen.

Inklusion für die ärmsten Bürger in Buenos Aires

Argentiniens Hauptstadt ist derweil bekannt für die enorme soziale Spaltung bei ihren Bewohnern. Laut der Stadtverwaltung leben demnach 16,2 Prozent der Einwohner in Buenos Aires unter der Armutsgrenze. Sie haben Schwierigkeiten beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, denn die Hürden dafür sind höher für ärmere Bürger. Ein wichtiger Faktor hierbei sind mangelnde Informationen über die unteren Gesellschaftsschichten, die Inklusionsprojekte folglich erschweren. Der Einbezug ärmerer Bürger in Dienstleistungen und Angebote der öffentlichen Hand fordert somit auch höhere Kosten für die Gemeinschaft.

Um dem entgegenzuwirken, nutzen die Kooperationspartner nun die Technologie von Bitcoin & Co. Mithilfe der Blockchain ermöglicht das neue System zukünftig sichere und verlässliche Registrierungen der Anwohnerinformationen in Buenos Aires, ohne dass dies ihre Privatsphäre verletzt. Weiterhin können die Nutzer ihre Daten selbst kontrollieren. Bürger ohne Bankverbindung können dann trotzdem Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen.


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Das Blockchain-Inklusionsprojekt ist zunächst für den Barrio 31 geplant. Dieser gilt als eine der ärmsten Nachbarschaften in Buenos Aires und als einer der größten Slums in Argentinien. Zwei weitere Bezirke mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Bewohner sollen ebenfalls bald von dem System profitieren.

Unterdessen ist das Blockchain-ID-Projekt in Buenos Aires bei Weitem nicht die erste Krypto-Innovation in Argentinien. So können Bürger beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel mit Bitcoin bezahlen. Die Euphorie hinsichtlich der digitalen Währung geht sogar so weit, dass es Überlegungen gibt, den Bitcoin zur Nationalwährung im Land zu machen.

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