Argentinien: Öffentliche Verkehrsmittel mit Bitcoin zahlbar

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Die Bitcoin-Adaption schreitet in Argentinien voran und findet einen praktischen Use Case im öffentlichen Bereich. So können die Nutzer von Bussen und U-Bahnen ihre Tickets nun mit der Kryptowährung Nummer Eins bezahlen.

Treue BTC-ECHO-Leser lesen es nicht zum ersten Mal: Um den aktuellen Bärenmarkt zu überstehen, muss die Adaption von Bitcoin & Co. vorangetrieben werden. Entscheidend sind dabei vor allem Nutzungsmöglichkeiten für die breite Masse, damit Kryptowährungen ihren Weg in den Mainstream finden können. Argentinien macht nun vor, wie ein sinnvoller Use Case aussehen kann.

Revolutionäre Technologie für die Massen


Wer in Argentinien die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen will, braucht eine sogenannte SUBE-Karte, die nach dem Prepaid-Modell funktioniert. Die Ticketkarten können an allen U-Bahn-Stationen, in nationalen Lotteriegeschäften und an einigen Kiosken mit automatisierten Terminals mit Guthaben aufgeladen werden. An 37 Orten in Argentinien, darunter auch die Hauptstadt Buenos Aires, kann die Fahrkarte nun auch mit Bitcoin aufgeladen werden. Eine Kooperation von Alto Viaje, das Unternehmen, das die SUBE-Karten anbietet, und dem FinTech-Unternehmen Bitex macht es möglich. Indem die allgemeine Bevölkerung die Möglichkeit erhält, ihre U-Bahn- und Busfahrten mit der Kryptowährung zu bezahlen, trägt Argentinien entscheidend zur Mainstream-Adaption bei. Wie das führende Medium der spanisch sprechenden Blockchain- und Krypto-Community am 6. Februar berichtete, erklärte der CMO von Bitex, Manuel Beaudroit, dazu:

Wir sind der Meinung, dass diese Art von Projekt von großer Bedeutung ist, da es den gewöhnlichen Leuten eine Technologie näher bringt, die so revolutionär wie Bitcoin ist, und den wahren Wert und die Anwendungen im Alltag demonstriert.

Bitcoin statt Inflation

Für Alto Viaje stand die Gestaltung eines möglichst einfachen Ladevorgangs an oberster Stelle. Bislang akzeptierte das Unternehmen nur Zahlungen über PayPal. Durch die Zusammenarbeit mit Bitex können nun aber auch Bitcoin-Aufladungen in einer sicheren und getesteten Infrastruktur angeboten werden. Alto-Viaje-Direktor, Luciano Verardo, erläutert die Motivation hinter diesem Schritt:

Wir wollen sichere und innovative Dienstleistungen anbieten, die Allianz mit Bitex ermöglicht es uns, Zahlungen mit Bitcoin und neue Möglichkeiten der finanziellen Inklusion zu integrieren.

Bitex tritt nicht zum ersten Mal an die Stelle des Adaptionstreibers. Denn das Unternehmen hat bereits mit der argentinischen Banco Masventas  zusammengearbeitet, um grenzüberschreitende Zahlungen mit Bitcoin anzubieten. Dadurch wurde die Bank eine der ersten Zahlungsdienstleister, die Bitcoin dazu nutzen, den internationalen Zahlungsverkehr zu optimieren.

Es ist davon auszugehen, dass die Argentinier das Angebot dankend annehmen werden. Derzeit befindet sich das Land in einer Finanzkrise und die Inflationsrate stellt für viele ein großes Problem dar. Wie in vielen inflationsgebeutelten Ländern haben sich immer mehr Bürger Kryptowährungen als Mittel zur Erhaltung ihres Reichtums zugewandt. Dies beweist auch die in den letzten Monaten gestiegene Zahl der Bitcoin-Geldautomaten in dem Land.

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