Bombensicher – Schweizer Firma verkauft katastrophenfeste Wallets

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Quelle: Hidden bunker and defence system from the time of the second world war in the Swiss mountains

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In der Schweiz ist es jetzt möglich, seine kostbaren Kryptowährungen in einem Bunker zu lagern. Das digitale Geld soll so nicht nur vor Hackern, sondern auch vor Naturkatastrophen geschützt sein.

Coincheck, BitGrail, Bithumb: Allein in diesem Jahr kam es bereits zu drei folgenschweren Börsen-Hacks. Bei diesen entwendeten die Hacker die horrende Summe von insgesamt rund 717 Millionen US-Dollar. Kein Wunder also, wenn Anleger sich nach sicheren Möglichkeiten umschauen, um ihre mal mehr, mal weniger sauer verdienten Bitcoin, Ether & Co. aufzubewahren. Eine schweizerische Firma bietet nun die Möglichkeit, Coins buchstäblich zu „bunkern“.


Swiss Crypto Vault – so nennt sich der neue Wallet-Anbieter, der aus einem Joint Venture von Bitcoin Suisse und Swiss Gold Save hervorgegangen ist. Bitcoin Suisse ist ein 2013 gegründeter Finanzdienstleister, der auf Kryptowährungen spezialisiert ist. Swiss Gold Save bietet ihren Kunden die Möglichkeit, ihr Gold, Wertpapiere und andere Wertgegenstände in Hochsicherheitsbunkern zu lagern. Der Firmenname Swiss Crypto Vault lässt schon erahnen, dass hier die Dienstleistungen der Muttergesellschaften miteinander verschmolzen werden: Kryptowährungen werden in Bunkern eingelagert, die militärischen Standards entsprechen sollen. Dort kann das Kryptogeld nicht nur den Naturgewalten trotzen, theoretisch würde es auch einen nuklearen Angriff überstehen. Swiss Crypto Vault unterstützt Bitcoin, Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, Ether, und Litecoin sowie alle ERC20- und ERC223-Token.

Regelmäßige Audits durch PwC

Wie das Unternehmen am 27. Juni in einer Pressemitteilung bekannt gab, richtet sich das Angebot in erster Linie an Firmenkunden, High-net-worth Individuals (HNWI) und institutionelle Investoren. Modernste Verschlüsselungs- und Multisignature-Verfahren sollen neben zeitverzögerten Transaktionen die Sicherheit auf der Software-Ebene gewährleisten. Für weitere (Investitions-)Sicherheit sorgen regelmäßige Audits durch PricewaterhouseCoopers (PwC), die zu den „Big Four“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gehört.

Swiss Crypto Vault hat ihren Sitz im eidgenössischen Städtchen Zug – Kenner der Szene wird das kaum überraschen. Wird Zug doch aufgrund seiner vielen Initiativen im Bereich der Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie auch häufig als „Crypto Valley“ bezeichnet. Am Montag erst endete in Zug ein Pilotprojekt, in dem Inhaber einer digitalen ID an einer Konsultativabstimmung teilnehmen konnten.

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