Italienisches Gericht entscheidet: Bitgrail muss endgültig schließen

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Justice for Italy Laws in Italian Court via Shutterstock

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Wie ein Gericht in Florenz in der letzten Woche entschied, muss die Krypto-Exchange Bitgrail endgültig geschlossen bleiben. Ein Insolvenzverfahren ist bereits eingeleitet worden, wodurch die Exchange wohl nicht mehr auf die Beine kommen wird. Bitgrail war im Februar gehackt worden und hatte Anfang Mai vergeblich versucht, wieder Zugang zum Markt zu erhalten.

Anfang Februar war es an der italienischen Exchange Bitgrail zu einem Hack gekommen. Dabei konnten die Angreifer 17 Millionen Einheiten der Kryptowährung Nano erbeuten – umgerechnet kommen sie so auf einen Gegenwert von beinahe 160 Millionen Euro. Dies war nicht nur für die Kryptowährung Nano – ehemals RaiBlocks – und deren Nutzer ein schwerer Schlag, sondern auch für die Exchange selbst. Da Bitgrail nur eine sehr kleine Exchange ist, fehlte über Nacht der größte Teil der Nano-Einlagen auf der Wallet der Exchange.

Die Nano-Foundation machte in der Folge Bitgrail alleinig für den Software-Fehler verantwortlich, der den Hack erlaubt hatte. Zudem unterstützte Nano die Opfer des Hacks, die ihre Coins verloren hatten mit einem Spendenfonds. Bitgrail hingegen wurde im Regen stehen gelassen, was die Situation für die Exchange nicht gerade verbesserte.

Anfang Mai versuchte Bitgrail schließlich, die Börse für den Handel mit allen anderen Kryptowährungen wieder zu öffnen. Nach nur wenigen Stunden musste sie allerdings wieder schließen – auf Befehl des Gerichts von Florenz. Grund war eine Klage der Bonelli Anwaltskanzlei im Auftrag von rund 3.000 Nutzern der Kryptobörse. Die Schließung war zunächst vorübergehend vorgesehen, bis das Gericht über weitere Schritte entschieden hatte.

Bitgrail schließt, Nano macht weiter

Diese Entscheidung ist nun gefällt. In der letzten Woche ist bekannt geworden, dass das Gericht entschieden hat, dass die Exchange auch in Zukunft geschlossen bleibt. Die Exchange ist seit dem Hack insolvent und kann daher nicht mehr am operativen Geschäft teilnehmen. Die Verantwortlichen sind dazu verurteilt, die Kunden für die erlittenen Verluste zu entschädigen. Zudem soll das Gericht die verbleibenden Assets der Exchange beschlagnahmen. Ein Insolvenzverfahren ist bereits eingeleitet.

Im Gegensatz zur Exchange Bitgrail, die ihre Pforten wohl nie wieder öffnen wird, ist die Kryptowährung Nano relativ gut aus der Geschichte heraus gekommen. Abgesehen vom aktuellen Kursfall, der die allgemeine Marktlage widerspiegelt, hielt sich der Coin im letzten Monat stabil.

BTC-ECHO


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