Blockstream startet eigene Bitcoin-Mining-Farm

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Der Lightning-Entwickler Blockstream möchte nun auch im Mining Game mitmischen. Das Unternehmen steigt deshalb mit zwei Serverfarmen in das Bitcoin-Schürfen ein. Hierbei bleibt es seiner grundlegenden Agenda treu: Die Dezentralität des Bitcoin-Netzwerks soll gewahrt werden.

Die Blockchain-Firma Blockstream hat am 8. August erste Details zu ihrem geplanten Mining-Service bekannt gegeben. Das kanadische Unternehmen kündigte per Blogpost den Start von zwei riesigen Serverfarmen an. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Großkunden.

Blockstream möchte mit dem Service nach eigenen Angaben einen Beitrag zum Erhalt der Dezentralität des Bitcoin-Netzwerks leisten:

Wir begannen unsere Bitcoin-Mining-Aktivitäten bereits 2017, motiviert durch die weit verbreitete Sorge, dass die Dezentralisierung des Minings nachlässt. Damals schien es, dass die an der ASIC-Herstellung, dem Hosting und dem Poolbetrieb beteiligten Parteien zu einer zentralisierenden Kraft wurden und Bitcoin davon abhielten, sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Im Kern des Mining-Services steht somit die Idee, dass in Bitcoin involvierte Personen und Unternehmen selbst einen Beitrag zum Mining leisten. Der Blockstream Mining-Service zählt bereits das Fidelity Center for Applied Technology und den LinkedIn-Mitbegründer Reid Hoffman zu seinen prominenteren Kunden.

Blockstream verspricht Kunden volle Kontrolle


Die beiden Serverfarmen von Blockstream befinden sich im kanadischen Quebec und im US-amerikanischen Georgia. Gemeinsam verfügen sie über eine Energiekapazität von 300 Megawatt. Rein rechnerisch könnte das bis zu 7,5 Prozent der Hash Rate des gesamten Netzwerks ausmachen. Das Unternehmen erwähnt außerdem, dass das von ihm selbst betriebene Mining für einen Prozent der globalen Hash Rate verantwortlich ist.

Blockstream wird in den Zentren das nötige Mining-Equipment bereitstellen. Die Kunden sollen allerdings die vollständige Kontrolle über die Geräte erhalten.

Blockstream Pool verspricht Dezentralität

Die Kunden des Mining-Services haben zudem die Möglichkeit, vom Blockstream Pool Gebrauch zu machen. Der Pool greift auf das BetterHash-Protokoll zurück. Er überlässt Minern die Wahl, welche Bitcoin-Transaktion in den jeweiligen Block hinzugefügt werden soll. Die Entscheidungen von Mining-Farmen werden damit dezentralisiert, da sie nun von den einzelnen Minern getroffen werden können.

Blockstream ist vor allem als Initiator des Lightning-Netzwerks bekannt. Erst vor Kurzem verkündete das Unternehmen ein neues Projekt, welches die Skalierbarkeit des Bitcoin-Netzwerks weiter verbessern soll.


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