Supply Chain Blockchain-Start-up sammelt 2,1 Millionen Euro ein

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Supply Chain Tracking ist in aller Munde und auch institutionelle Investoren scheinen überzeugt von diesem Anwendungsfall. Ein neu gegründeter Risikokapitalfonds investierte in ein Start-up aus diesem Bereich.

Das französische Blockchain-Start-up Connecting Food hat eine erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Der Großteil der Einnahmen in Höhe von 2,1 Euro stammt dabei vom frisch gegründeten Risikokapitalfonds LeadBlock. Connecting Food bietet eine Lösung für das blockchainbasierte Tracking von Lebensmitteln an.

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Laut dem Blockchain-Portal Ledgerinsights verfügt das Start-up bereits über eine Palette an Kunden. Dazu gehören etwa der US-amerikanische Süßigkeitenhersteller Mondelēz sowie der deutsche Fleischwarenkonzern Herta. LeadBlock tätigte bei dieser Finanzierungsrunde indessen das erste eigene Investment.

Goldman-Sachs-Veteranen gründen Blockchain-Investmentfonds

Drei Partner gründeten LeadBlock im Jahr 2019. Zwei von ihnen waren zuvor für den Investmentriesen Goldman Sachs tätig. Das Ziel des neuen Venture-Capital-Fonds mit Sitz in London und Paris ist die Förderung von europäischen Blockchain-Start-ups. Dabei sollen sowohl Unternehmen unterstützt werden, die auf zentralisierte Permissioned Blockchains setzen, als auch solche, die sich für die öffentliche Variante entscheiden.

Laut Ledgerinsights möchte LeadBlock auf Dauer einen Fonds in Höhe von 30 Millionen Euro aufbauen. Für das Investment in Connecting Food griff der Fonds jedoch auf Gelder zurück, die er zuvor von wohlhabenden Privatpersonen aus dem LeadBlock-Umfeld eingesammelt hatte.

Connecting Food ermöglicht Live-Auditing

Connecting Food hat indessen schon ein paar Jahre mehr hinter sich gebracht. Das 2016 gegründete Start-up nahm am Blockchain-Accelerator-Programm von IBM teil. Als technischen Unterbau nutzt die Tracking-Plattform HyperLedger Fabric, das ebenfalls von IBM mitentwickelt wurde.

Connecting Food bietet einerseits die Möglichkeit, Lieferketten von Lebensmitteln für Endkunden nachverfolgbar zu machen. Diese können im Supermarkt einen QR-Code scannen und werden daraufhin über den Herkunftsort und den Transportweg informiert. Ein derartiger Service nutzt die Unveränderlichkeit einer Blockchain, um das Vertrauen des Verbrauchers zu fördern.

Solche Angebote greifen deshalb in jüngster Zeit verstärkt um sich. Danone präsentierte zum Beispiel eine ähnliche Blockchain-Lösung für das Tracking von Babynahrung. Dasselbe Prinzip kommt zudem auch jenseits der Lebensmittelindustrie zum Einsatz. IBM richtete zu diesem Zweck ein eigenständiges Blockchain-Netzwerk ein.

Ungewöhnlicher scheint hingegen das von Connecting Food angebotene Live-Auditing. Denn Geschäftskunden von Connecting Food erhalten automatische Benachrichtigungen, wenn Ereignisse im Produktionsprozess eintreten, die ein Abweichen von den vormals festgesetzten Qualitätsstandards zur Folge haben. Die Blockchain-Plattform ermöglicht es ihren Kunden derart, in Echtzeit auf derartige Situationen zu antworten.

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