Blockchain-Patente: China und USA dominieren, Europa abgeschlagen

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Das australische Patentamt IP Australia hat einen Überblick der weltweiten Patentlandschaft im Blockchain-Sektor erstellt. Nach wie vor führt China deutlich bei der Anzahl der Patentanmeldungen. Die meisten Patente wurden für den Bereich Zahlungs- und Transaktionssysteme eingereicht. Was die Zahlen auch zeigen: In Europa gibt es noch Nachholbedarf. 

Dass die Blockchain-Technologie ein Wachstumsmarkt ist, schlägt sich auch in der Zahl der angemeldeten Patente nieder. Die australische Patentbehörde IP Australia hat eine Studie über die Blockchain-bezogenen Patente angefertigt. Demnach haben Unternehmen weltweit zwischen 1999 und 2018 über 3000 Patente eingereicht.

Der Löwenanteil der Patentanmeldungen geht dabei auf das Konto Chinas. Mit über 1.500 eingereichten Patenten entstammen dabei mehr als die Hälfte aller Anträge dem Reich der Mitte. Danach folgen die USA mit rund 950 Anmeldungen, Europa liegt mit 131 angemeldeten Patenten hinter Südkorea (220) und Japan auf Platz vier.

Im  Jahr 2013 betrug die Zahl der Patentanmeldungen noch 49. Daraufhin folgte 2015 ein sprunghafter Anstieg auf 162 Anmeldungen. Den vorläufigen Höhepunkt bildet das Jahr 2016 mit rund 1100 Patenten. Die meisten Blockchain-Patente verbucht indes die Patentfamilie der Zahlungs- und Transaktionssysteme, gefolgt von Finanzdienstleistungen, Geschäftsadministration und Shopping & E-Commerce.

Die großen vier

Auch bei den vier Unternehmen mit den meisten Patentaktivitäten spiegelt sich die Dominanz der USA, China und Südkoreas wider. Hier führt das südkoreanische Unternehmen Coinplug mit 75 angemeldeten Blockchain-Patenten, von denen 69 bereits genehmigt wurden. Auf Platz zwei folgt IBM mit 61 Patenten (12 Zusagen), der E-Commerce-Reise Alibaba Group (57 Anmeldungen, bislang null Zusagen) und der Bank of Amerika (49 ausstehende Patententscheidungen).

Während Coinplug und IBM auch die Liste der erfolgreichen Patentanträge anführen, findet sich hier mit accenture aus Irland ein europäisches Unternehmen auf Platz drei. Accenture hält mit bislang 7 Blockchain-Patenten genau so viel wie Microsoft Azure. Dabei sind sechs der zehn engagiertesten Unternehmen noch keine zehn Jahre alt – ein klarer Indikator für die Jugend der Branche.

Deutschland verfügt ebenfalls über eine stetig wachsende Zahl von Blockchain- und Krypto-Start-ups. BTC-ECHO hat den Status Quo der deutschen Krypto-Landschaft in einer Studie zusammen gefasst, die ihr hier finden könnt.

BTC-ECHO

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