BITpoint: Bitcoin-Börse um 32 Millionen US-Dollar erleichtert

Quelle: Shutterstock

BITpoint: Bitcoin-Börse um 32 Millionen US-Dollar erleichtert

Die japanische Krypto-Börse BITpoint ist einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Das Unternehmen meldete einen Verlust von etwa 3,5 Milliarden Yen, was ca. 32 Millionen US-Dollar entspricht. Die Anlagen wurden aus sogenannten „Hot Wallets“ gestohlen. 2,5 der 3,5 Milliarden Yen gehörten den Kunden von BITpoint. Das Unternehmen stellte seine Services vorerst ein.

Die japanische Bitcoin-Börse BITpoint veröffentlichte am 12. Juli ein Statement, in welchem sie einen Hackerangriff einräumt. Laut der Meldung raubten Kriminelle etwa 3,5 Milliarden Yen. Das entspricht einem Verlust von etwa 32 Millionen US-Dollar. Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtete noch am selben Tag von der Hacker-Attacke.

Ein beträchtlicher Teil, nämlich 2,5 Milliarden Yen, des gestohlenen Geldes, waren Kundeneinlagen. Der Rest gehörte BITpoint selbst, wie aus der Meldung hervorgeht.

Wie BITpoint weiterhin erläutert, stellte die Bitcoin-Börse in der Nacht zuvor einen „unautorisierten Abfluss digitaler Währungen“ fest. Die Verantwortlichen suspendierten daraufhin bis auf Weiteres alle Dienste. „Wir arbeiten hart daran, die Ursache herauszufinden, den Abfluss zu identifizieren und den Schaden zu begrenzen,“ hieß es demnach weiter.

Die Geldströme flossen aus sogenannten Hot Wallets ab. Dies sind digitale Brieftaschen, die mit dem Internet verbunden sind. Dadurch sind sie unter Umständen nicht genug abgesichert gegen Hacking-Angriffe von Kriminellen. Auf seinen Cold Wallets stellte BITpoint indes keine Verluste fest.


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BITpoint meldet Krypto-Verluste in fünf unterschiedlichen digitalen Währungen. Dazu gehören Bitcoin (BTC), BitcoinCash (BCH), Ether (LTC), Litecoin (LTC) und Ripple (XRP). Die Kryptobörse befindet sich aktuell im Besitz von Remixpoint Inc. Dessen Aktie brach in diesem Zuge um 19 Prozent ein.

BITpoint nicht das erste Hacking-Opfer der letzten Wochen

BITpoint ist innerhalb weniger Wochen das zweite Opfer eines großen Hacker-Angriffs in der Krypto-Szene. Kürzlich ist Bitrue, eine Bitcoin-Börse aus Singapur, Opfer eines Hacks geworden. Am 26. Juni entwendeten Angreifer Kryptowährungen im Wert von 9,3 Millionen US-Dollar. Diese bestanden laut offiziellen Angaben hauptsächlich aus XRP (Ripple) und ADA (Cardano).

Angriffe auf Bitcoin-Börsen sind indes keine Seltenheit. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein altbekanntes Problem der Krypto-Welt. Besonders die Hot Wallets bieten Angreifern optimale Schwachstellen. Davon sind sogar große Bitcoin-Börsen wie Binance betroffen. Diese musste beispielsweise im Mai 2019 einen Verlust von 7000 Bitcoin einstecken.

BITpoint mitverantwortlich für BTC-Kurseinbruch 2017?

Schlagzeilen machte die japanische Kryptobörse BITpoint zuletzt im Februar 2019. Kritiker warfen dem Unternehmen nämlich vor, indirekt den Kurseinbruch des Bitcoin 2017 mitverschuldet zu haben. Auch damals ging es um einen Hacking-Angriff. Die Bitcoin-Börse Mt. Gox wurde nämlich nach einem solchen von Nobuaki Kobayashi als Treuhänder verwaltet.

Dieser wickelte den Verkauf der Kryptowährungen demnach über BITpoint ab. Anscheinend liefen diese Verkäufe jedoch nicht ganz sauber ab. Das „Dumpening“, welches anschließend einsetzte, bringen einige Experten mit dem Bärenmarkt 2018 in Zusammenhang. Diese Gerüchte wurden allerdings nie bestätigt.

Update 15.7.: BITpoint hat gegenüber der japanischen Newsseite The Mainichi gesagt, die Börse habe bereits 2,3 Millionen US-Dollar in Kryptowährung ausfindig machen können. Man habe die Summe auf einer Offshore-Exchange finden können. Somit beträgt das Verlustvolumen umgerechnet „nur“ noch etwa 30 Millionen US-Dollar.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
Altcoins

IOTA könnte sich als entscheidende Technologie im Internet of Things etablieren. Dabei sticht vor allem die Möglichkeit kleinster Transaktionen in Echtzeit heraus. Die Killerapp treibt die Autonomisierung von Maschinen voran.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Angesagt

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.