BitMEX schließt Québec und die USA von Services aus

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Die Krypto-Optionsbörse BitMEX bedient keine Kunden mehr in den USA und Québec. Damit ist ein Großteil des nordamerikanischen Marktes vom Handel mit den berühmten Krypto-Hebeln ausgeschlossen. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

„Der Handel oder das Halten von Positionen auf BitMEX ist jeder Person untersagt, die in den Vereinigten Staaten von Amerika, Québec (Kanada), Kuba, der Krim und Sewastopol, Iran, Syrien, Nordkorea, Sudan ansässig ist […],“ heißt es im Kleingedruckten, am untersten Ende des BitMEX-Blogs.

Das Unternehmen nennt die USA und die kanadische Region Québec in einem Atemzug mit Staaten wie Syrien und Nordkorea; dort ansässige Kunden sind ab sofort von allen Services auf der Exchange ausgeschlossen.


Offenbar ist der Schritt eine direkte Folge von strengeren Regularien in der kanadischen Provinz. Bereits im Januar hatte die zuständige Finanzaufsicht, die Autorité des marchés financiers (AMF), die Krypto-Börse um Stellungnahme bezüglich der Geschäftsaktivitäten dortzulande gebeten. Die Exchange sei nicht berechtigt, Finanzdienstleistungen im frankophonen Teil Kanadas anzubieten und möge daher alle Aktivitäten in der Region einstellen.

Wie die South China Morning Post (SCMP) berichtete, leistet das Unternehmen dieser Aufforderung nun folge. Drastischer drückte es der Pressechef der AMF aus. Die Aktivitäten seien sogar illegal, da „BitMEX nicht bei der AMF registriert und daher nicht berechtigt ist, Aktivitäten in der Provinz Québec auszuüben.“

Auch USA ausgeschlossen, Gründe unbekannt

Wieso die Optionsbörse, die vor allem für ihre ertragreichen Hebel bekannt ist, auch keine US-Amerikaner mehr bedient, ist indes unklar. Seitens der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) gebe es kein offizielles Verbot, so die SCMP. Weder die SEC noch BitMEX äußerten sich dazu bisher. Allerdings dürfte die Trennung vom US-Markt für BitMEX ein schmerzhafter Schritt gewesen sein. Schließlich spielten die Geschäfte dortzulande bisher ein Siebtel des Gesamtumsatzes ein, wie die SCMP mit Verweis auf anonyme, firmennahe Quellen schreibt.

Derweil ist offenbar nicht nur Québec, sondern auch andere kanadische Provinzen betroffen. Dies zumindest beklagt Reddit User u/Bignana im Subreddit r/BitMEX:

Received notice but I’m not from US/Quebec from BitMEX

Der Nutzer erhielt eine Mitteilung seitens BitMEX, er möge bitte innerhalb von sieben Tagen alle seine Positionen auf der Exchange schließen und sich sodann abmelden. Die Kommentare zeugen von Verwirrung über den vorauseilenden Gehorsam des Hongkonger Unternehmens – und verweisen auf populäre VPN Clients. Mit diesen lasse sich auch von Regionen aus operieren, die laut AGB ausgeschlossen sind.


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