BitLicense: Western Unions Haltung ist pro Bitcoion sagen Experten

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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In der vergangenen Woche wurden insgesamt 3,700 Kommentare zur Newy York BitLicense veröffentlicht. Darunter auch Kommentare von namenhaften Unternehmen wie Amazon, Walmart und Western Union. Western Union jedoch äußerte sich am detailliertesten und zog auch die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Manch einer mag behaupten die Wortwahl war “Anti-Wettbewerb” und im Entfernten auch “Anti-Bitcoin”.
Auch wenn diese Behauptung auf den ersten Blick in manchen Abschnitten richtig erscheint, sagen einige Rechtsexperten der Bitcoin-Branche, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Sie widersprechen der breiten Interpretation in der Bitcoin-Branche.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

In der vergangenen Woche wurden insgesamt 3,700 Kommentare zur Newy York BitLicense veröffentlicht. Darunter auch Kommentare von namenhaften Unternehmen wie Amazon, Walmart und Western Union. Western Union jedoch äußerte sich am detailliertesten und zog auch die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Manch einer mag behaupten die Wortwahl war “Anti-Wettbewerb” und im Entfernten auch “Anti-Bitcoin”.
Auch wenn diese Behauptung auf den ersten Blick in manchen Abschnitten richtig erscheint, sagen einige Rechtsexperten der Bitcoin-Branche, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Sie widersprechen der breiten Interpretation in der Bitcoin-Branche.

In einem Gespräche mit CoinDesk fasste es der Pillsbury Winthrop Shaw Pittman  Anwalt Marco Santori wie folgt zusammen:

“Entgegen der verbreiteten Meinung sprach Western Union der digitalen Währungsbranche seine Unterstützung aus. Fast jeder Vorschlag, wie z.B. die strenge Aufsicht über die Platzierung von Zahlungskiosken, schien als wolle Western Union rechtlich praktikable Rahmenbedingungen für alle Beteiligten schaffen wollen.”

Die befragten Rechtsexperten sind sich einig, dass Western Union durch die Brille der eigenen Interessen eine starke Entwicklung in der Bitcoin Branche sieht. Sie gehen davon aus, dass sich Western Union langsam auf die Technologie vorbereiten will, wenn sie sich für das eigene Business-Modell weiterhin  als erfolgsversprechend erweist.”

Ein faires Spielfeld


Der Fuerst Ittleman David & Joseph, PL Anwalt Andrew Ittleman bestätigte Santoris Anmerkung und sagte, dass während viele große Unternehmen häufig regulatorische Prozesse nutzen um kleineren Unternehmen zu schaden, Western Union keine Anzeichen für ein solches Verhalten zeigt.

“Western Union ist da anders,” so Ittleman. “Ich denke den Ton den Western Union an den Tag legt ist sinnvoll und ich denke nicht, dass Western Union den digitalen Währungen schaden will.”

Aaron Kaplan, Anwalt bei Gusrae Kaplan Nusbaum PLLC findet ebenfalls, dass sich die Kommentierung so liest  als würde Western Union eine Kooperation mit der Branche anstreben. Insbesondere verweist er dabei auf folgenden Abschnitt:

“Wir bitten um Sicherstellung dass wenn wir für einen Kunden, der separat einer direkten Transaktion mit einem VC Linzenznehmer zugestimmt hat,  einen Geldtransfer durchführen, dies nicht als virtuelle Währungsaktivität eingestuft wird.”

Kaplan sagt dieser Abschnitt weist zudem darauf hin, dass Western Union überlegt wie sie einen “Compliance-Typ für Lizenznehmer von digitalen Währungen” anbieten können, während sie Bitcoin nutzen können um Transaktionen zu tätigen.

Mehr Möglichkeiten als Bedrohungen

Der wohl sichtbahrste Blitzableiter war die Wahrnehmung in der Community, dass Western Union die Regierung davon überzeugen will alle Bitcoin ATM Lokalitätengenehmigen zu lassen. Nicht zuletzt weil die Bitcoin-Geldautomaten als das Instrument gesehen werden die digitale Währung in der Masse zu verbreiten.

Kaplan geht davon aus, dass Western Union prüfen will, ob das bestehende Agenten-Netzwerk für “NYDFS genehmigte Lokalitäten für Bitcoin-Automaten” genutz werden kann.

Zudem sagte Kaplan, dass Western Union herausfinden will,  inwieweit die Technologie in die eigenen Operationen eingebunden werden kann, sollte sie zukünftig eine breitere Akzeptanz finden.

“Wo denken Sie werden wir diese “genehmigten” Lokalitäten finden?” fragt Kaplan. ” Unternehmen wie Western Union mit ihren mehr als 500.000 Lokalitäten weltweit und einer existierenden Infrastruktur in der Bitcoin-Automaten genehmigt sind sind definitiv Anti-Wettbewerb.”

Eine andere Quelle die namentlich nicht genannt werden will sagt sogar, dass  Western Union in Bitcoin “mehr Möglichkeiten als Bedrohungen” sieht.

BTC-Echo


Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk
Image Source: Wikipedia
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