Bitcoin und traditionelle Märkte – Kurseinbruch vom November kompensiert

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Bitcoin und traditionelle Märkte – Kurseinbruch vom November kompensiert

Keine Frage: Bitcoin hat sich die letzten Wochen sehr gut entwickelt. Tatsächlich wurden die Vergleichsassets inzwischen nicht einfach überholt, selbst der Kurseinbruch von November 2018 konnte inzwischen wieder kompensiert werden.

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant zu sehen, ob und wie stark Bitcoin zu traditionellen Märkten gekoppelt ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein. Sie sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Nikkei und Dax sowie auf Öl und Gold.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Wir haben in den letzten Wochen auch die Korrelation zwischen den Top-3-Kryptowährungen genauer betrachtet. Da sich hier wenig ändert und der Fokus institutioneller Investoren weiterhin auf Bitcoin liegt, werden wir über diese Korrelationen der Kryptowährungen untereinander erst dann berichten, wenn es hier Berichtenswertes gibt. Als ein wenig Eye-Candy hier jedoch eine Korrelationsmatrix der Top-10-Kryptowährungen untereinander:

Das Bild hat sich, im Vergleich zur Vorwoche, wieder etwas normalisiert. Zu den drei Indizes S&P 500, DAX und Nikkei ist der Bitcoin-Kurs antikorreliert, zu Gold existiert eine positive Korrelation und zu Öl ist Bitcoin vollkommen entkoppelt:

Die Kopplung zwischen Bitcoin und Gold stieg in der letzten Woche wieder in den positiven Bereich. Die Korrelation zu Öl konnte auch kurzzeitig wieder in den positiven Bereich steigen, tänzelt jedoch weiter um die Nulllinie:

Insgesamt liegt die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten bei 16 Prozent. Nur Nikkei ist mit 15 Prozent ähnlich entkoppelt zu den anderen Vergleichsassets. Unter Berücksichtigung von Kompensationseffekten durch etwaige Antikorrelationen erhält man eine negative Korrelation von elf Prozent. Wieder ist es der Aktienindex Nikkei, dessen Korrelation zu den übrigen Assets bei -12 Prozent liegt.

Die Volatilität stieg weiter an und steht nun über vier Prozent. Damit steht sie so hoch wie seit Mitte Januar nicht mehr:

Bitcoin aus dem Jahresendtief geklettert

Die mittlere tägliche Performance ist immer noch deutlich höher als die der Vergleichsassets: Während deren Performance negativ ist, kann Bitcoin eine mittlere tägliche Performance von 1,5 Prozent vorweisen:

Entsprechend ist Bitcoin seit Anfang 2019 das mit großem Abstand am besten performende Asset:

Wir wissen es von den letzten Wochen: Betrachtet man die kumulierte Performance seit Jahresbeginn, steht Bitcoin haushoch über den Vergleichsassets. Um zu sehen, wie viel verlorenes Gebiet Bitcoin wieder gut gemacht hat, betrachten wir, wie sich die kumulierte Performance seit Anfang November 2018 entwickelt hat. November 2018 wählen wir, weil Mitte November 2018 der Bitcoin-Kurs innerhalb kürzester Zeit ungefähr 50 Prozent Kursverluste verkraften musste. Konnte Bitcoin sich aus diesem Tief befreien? Anscheinend ja:

Na, wenn das mal nichts ist: Der Bull Run der letzten Wochen konnte Bitcoin nicht einfach über die Vergleichsassets heben. Tatsächlich reichte die seit April 2019 verfolgte Aufwärtsbewegung aus, um den Boden vom Jahresende 2018 zu verlassen. Sicherlich könnte man hier davon reden, dass der Boden damit passiert wäre – auch wenn manche wie Tone Vays hier zur Vorsicht mahnen.

Daten am 25. Mai von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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