Bitcoin-Transaktionsgebühren sind in den letzten zwei Jahren extrem angestiegen

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

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Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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In den letzten zwei Jahren sind die Bitcoin-Transaktionsgebühren drastisch angestiegen.

Zwar kommt diese Entwicklung nicht vollkommen unvorhergesehen, dennoch stellt sie ein immer größer werdendes Problem für Bitcoin und seine Nutzer dar. Schaut man sich dazu den Chart bzw. die Zahlen auf blockchain.info an, dann erkennt man, dass über 150.000 US-Dollar in 2017 an Transaktionsgebühren für die Miner gezahlt worden sind.

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Gemessen an den Umsätzen haben die Gebühren bereits ein gefährlich hohes Niveau erreicht. Eine Entwicklung, die weiter zunehmen wird, solange, bis sich eine Lösung in der Bitcoin-Skalierungsdebatte gefunden hat.

Dass die Transaktionsgebühren irgendwann einmal höher sein werden als die Block-Erträge, war auch damals schon mit Erschaffung der Bitcoin-Blockchain durch Satoshi Nakamoto klar. Allerdings war nicht klar, dass der Anstieg der Transaktionsgebühren so rasch voranschreitet. Dieses Szenario war für die nächsten 100 Jahre nicht vorgesehen. Gegenwärtig sieht es so aus, dass diese Situation deutlich schneller eintreten wird. Schließlich läuft die Zunahme der Transaktionsgebühren auf ein exponentielles Wachstum hinaus.

Das tiefgreifende Problem von Bitcoin

Die Gebühren haben sich in den letzten zwei Jahren verfünfzigfacht – ein geradezu explosionsartiger Anstieg. Die Ursache liegt in der Blockgröße von 1 MB, die einfach nicht mehr ausreichend ist, um die vielen Bitcoin-Transaktionen zeitig auszuführen. Dieser begrenzte Transaktionsdurchfluss bedingt, dass man gezwungen ist immer höhere Gebühren an die Miner zu zahlen, damit zeitnah die eigene Bitcoin-Überweisung abgewickelt wird – gut für die Miner, schlecht für die Bitcoin-Nutzer.

Ein gemäßigter Anstieg der Gebühren ist prinzipiell auch nicht so schlimm, zumal dadurch ein Anreiz für das Mining gesetzt wird, nur eben nicht in der gegenwärtigen Höhe respektive Geschwindigkeit. Durch den Rückstau an Transaktionen besteht die Gefahr, dass sich die Bitcoin-Nutzer gegenseitig überbieten, sodass dadurch die Gebühren weiter nach oben getrieben – eine Entwicklung, die nicht gerade gesund für das Bitcoin-Netzwerk ist.

Eine Lösung des Problems ist zwar möglich, aber nicht gerade einfach. Schon seit vielen Monaten wird in der Bitcoin-Community darüber gestritten, welche Methode zum Einsatz kommen soll, um den Transaktionsdurchfluss zu erhöhen. Das Problem ist also kein rein technisches, sondern vor allem auch ein politisches.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von JP Buntix via NewBtc

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