Bitcoin Mining Von wegen Kapitulation – Bitmain bullish

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bitmain, einer der größten Player am Bitcoin-Mining-Markt, setzt sich die Bullenhörner auf. Mit neuen Strategien will das chinesische Unternehmen mehr Miner in spe für sich gewinnen. Und (weiterhin) den Markt dominieren.

Am 20. November machte eine Meldung die Runde, die kurzfristig für Panik an den Märkten sorgte: Die Kapitulation der Miner drohte. Das BTC Hash Ribbon habe sich gedreht. Aufgrund des Bitcoin-Kurses und anderer Faktoren sollten Miner bald den Betrieb aufgeben. Das „Schürfen“ der Kryptowährung Nummer eins, so die Befürchtung, würde sich bald nicht mehr rentieren. Die antizipierte Folge: Miner nehmen ihre Geräte vom Markt und müssen ihre BTC verkaufen, der Bitcoin-Kurs gerät in eine Abwärtsspirale.


Bisher ist am Markt von solchen bearishen Horrorstories bis auf kurzfristige bearishe Sentiments jedoch nichts zu spüren. Betrachtet man eine aktuelle Meldung rund um Bitcoin-Mining-Gigant Bitmain, so scheint das Gegenteil der Fall zu sein – das chinesische Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft. Wie das Branchenmagazin Coindesk berichtet, hat Bitmain drei Offensiven aufgefahren, um sich seine Marktposition zu sichern und den Bitcoin-Mining-Markt weiterhin zu dominieren.

Bitmain: 3 Strategien für Marktdominanz

Zunächst lockt Bitmain seine Kunden mit einem vorzeitigen Kredit. So sollen Miner, die 100 bis 999 Geräte vorbestellen, vorerst nur 50 Prozent des Preises bezahlen müssen. Größere Investoren, die über 5.000 Geräte kaufen, sollen zum Startzeitpunkt nur 20 Prozent des Gesamtpreises zahlen müssen – den Rest streckt Bitmain vor.

Der zweite Anreiz, den Bitmain bietet, nennt sich „Co-Mining“. Kunden können demnach die Geräte von Bitmain mieten, die dann auch die Stromkosten übernehmen sollen. Die Wartung der Geräte soll allerdings in die Verantwortung der Kunden fallen. Das hat seinen Preis – wer mit Bitmain Co-Mining betreibt, muss 75 Prozent des Profits an das Unternehmen abgeben. Falls das Ganze wider Erwarten nicht rentabel sein sollte, so berichtet Coindesk weiter, sollen alle geschürften Coins direkt an Bitmain fließen.

Schließlich will Bitmain laut selbigen Informationen Minern eine Short-Option bieten. Großkunden, die mindestens 1.000 Antminer S17 Pro (im Gegenwert von knapp 1,5 Millionen US-Dollar) kaufen, bietet Bitmain 62 Put-Optionen, für welche die Kunden jeweils Bitcoin zum Preis von 5.000 US-Dollar am 27. März an Bitmain abtreten können.

Umstrittener Player im Bitcoin-Mining-Business

Bitmain gerät immer wieder in die Kritik, den Bitcoin-Mining-Markt zu zentralisieren. Als einer der größten Player am Markt dominiert es nicht nur den Verkauf der Geräte. Vielmehr betreibt Bitmain auch selbst Mining Pools, wodurch das Unternehmen nicht nur das Bitcoin-Narrativ der Dezentralisierung unterläuft. Vielmehr wurden in der Vergangenheit immer wieder Bedenken laut, dass Bitmain damit die Macht habe, Bitcoin zu zerstören.

Vorbereitung auf Bitcoin Halving

In erster Linie bereitet sich Bitmain damit auf das im Mai 2020 anstehende Halving vor. Dieses Event, bei dem die Miner-Belohnung von 12,5 auf 6,25 BTC pro Block halbiert wird, soll – so die Hoffnung vieler Investoren – mit Anstiegen beim Bitcoin-Kurs einhergehen. Die Verknappung des Nachschubs an neuen Bitcoin bei einer antizipierten gleichbleibenden Nachfrage, so das ökonomische Kalkül hinter dieser Annahme, soll für ein Plus beim Bitcoin-Kurs sorgen. Wenn Bitmain nun zusichert, bis zum 27. März BTC für 5.000 US-Dollar zu kaufen, darf man davon ausgehen, dass hier genau dieses bullishe Szenario mit einkalkuliert wird. Anschließend könnte Bitmain die günstig gekauften BTC-Einheiten mit Halving-Schub auf den Markt werfen.

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