Bitcoin-Mining-Riese Bitmain plant erneut Börsengang

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Bitmain plant Börsengang

Quelle: Shutterstock

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Bitmain strebt weiter an die Börse. Nachdem die Pläne für ein IPO schon einmal an der Hongkonger Börsenaufsicht gescheitert waren, probiert das Unternehmen es dieses Mal in den Vereinigten Staaten. Gelingt dem Mining-Riesen der zweite Anlauf für ein IPO?

Die Krypto-Welt hat momentan allen Grund zum Optimismus. Schließlich überschritt der Bitcoin-Kurs erneut die ehrwürdige Grenze von 10.000 US-Dollar. Auch der Mining-Chip-Hersteller Bitmain scheint auf die allgemeine Euphoriewelle aufgesprungen zu sein. Der chinesische Hardware-Gigant plant erneut, ein Initial Public Offering (IPO) durchzuführen. Über die Bühne gehen soll der Börsengang in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ein ähnliches Vorhaben in Hongkong war zuvor gescheitert.

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Die Informationen über das IPO stammen von Bloomberg. In der Meldung vom 21. Juni beruft sich das Nachrichtenmedium auf „Personen mit entsprechenden Kenntnissen.“ Demnach arbeitet Bitmain mit Beratern zusammen, um einen Börsengang in den USA vorzubereiten. Die nötigen Dokumente könnten bereits im kommenden Monat an die Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) übergeben werden. Der Verkauf der Anteile könnte somit „bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres“ beginnen. Laut Bloomberg zielt Bitmain mit dem IPO auf eine Summe von 300 bis 500 Millionen US-Dollar. Zum Abschluss weist der Bericht darauf hin, dass die Pläne für den Börsengang von Bitmain sich in einem „frühen Stadium“ befinden. Die „Details des Offerings“ können sich daher noch ändern.

Bitmain IPO in Hongkong gescheitert

Es ist nicht das erste Mal, dass Bitmain den Gang an die Börse versucht. Den aktuellen Bestrebungen war ein ähnlicher Versuch in Hongkong vorausgegangen. Damals plante der Mining-Gigant noch einen Anteilsverkauf in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar. Die Pläne scheiterten allerdings an der Skepsis der örtlichen Börsenaufsicht. Den Regulatoren erschien die Mining-Industrie zu abhängig vom schwankenden Bitcoin-Kurs. Die sechsmonatige Prüffrist für den Bitmain-Antrag war folglich im März 2019 ohne eine Bewilligung verstrichen.

Tatsächlich ist Bitmain in doppelter Hinsicht vom Bitcoin-Kurs abhängig. Denn das Unternehmen produziert mit dem Antminer nicht nur die verbreitetste Ausstattung zum Schürfen von Coins. Zusätzlich betreibt Bitmain mit Antpool und BTC.com selbst zwei der größten Mining-Farmen. Die beiden Pools kontrollieren laut Blockchain.com stolze 30 Prozent der gesamten Hash Power. Das Unternehmen reagierte indes gelassen auf den Widerwillen der Hongkonger Behörden. Der versuchte Börsengang habe Bitmain „transparenter und standardisierter“ gemacht. Ob die US-amerikanischen Behörden das genauso sehen, bleibt abzuwarten.

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