China Bitcoin-Miner können Stromrechnungen nicht mehr bezahlen

Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

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Jacob Gleiss

Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der andauernde aggressive Umgang der Regierung Chinas gegenüber der chinesischen Krypto-Industrie hat dazu geführt, dass Bitcoin-Miner nun vor Schwierigkeiten beim Bezahlen ihrer Stromrechnung stehen.

Einem am 16. November 2020 veröffentlichten Tweet zufolge haben 74 Prozent der befragten chinesischen Miner momentan Schwierigkeiten, ihre Stromrechnung zu bezahlen. Hintergrund dieses Problems sei, dass die chinesische Regierung schon seit Längerem hart gegen den Umtausch von Krypto- und Fiat-Währungen vorgeht.

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2020 rief die Regierung aus, vehement gegen Geldwäsche und andere illegale Aktivitäten vorzugehen. Dies betreffe insbesondere Tätigkeiten, die in Verbindung mit Kryptowährungen stehen. Die Miner benötigen jedoch wie jeder andere auch Zugang zum Yuan, um ihre Rechnungen und andere betriebliche Ausgaben bezahlen zu können. Die Tatsache, dass ihnen dieser Zugang erschwert wird, stellt sie vor große Probleme. Neben Problematiken mit saisonalen Überschwemmungen, haben sie nun auch noch mit der COVID-19 Pandemie zu kämpfen, was weitere Hindernisse, wie beispielsweise Lieferengpässe schafft.

Nach dem Bitcoin Halving im Mai sanken die Coinbase Rewards gegenüber den letzten vier Jahren um, der Name lässt es erahnen, die Hälfte. Folglich wollen die Miner nun eine höhere Effizienz erwirken, um die geringen Einnahmen auszugleichen.

Werden sich chinesische Miner zukünftig neue Gebiete suchen?

In den letzten Jahren war China stets das führende Land in Sachen Bitcoin Hash Rate. Rund 65 Prozent der gesamten ins Bitcoin-Netzwerk gespeisten Rechenleistung kommt aus dem Reich der Mitte. Die USA folgen mit knapp 7 Prozent bereits weit abgeschlagen auf dem zweite Platz. Doch diese Verteilung könnte sich nun aufgrund der Einschränkungen künftig verschieben.

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Die chinesischen Miner könnten in Gebiete mit günstigeren Strompreisen und besseren klimatischen Bedingungen abwandern. Eine denkbare Alternative zu China für die Miner wären die Region rund um Russland und Kasachstan. Gerade Kasachstan könnte zu einem neuen Mining-Knotenpunkt heranreifen. Anfang September teilte das Ministerium für Digitale Entwicklung mit, in den kommenden drei Jahren 700 Millionen US-Dollar in den Blockchain-Sektor zu investieren. 13 Mining-Farmen sind bereits in Betrieb, vier weitere befinden sich in der Planung. Schon jetzt befindet sich Kasachstan mit einem Anteil von über 6 Prozent auf dem vierten Platz im globalen Hash Rate Ranking. Durch die neue Krypto-Offensive könnte sich das Land immer mehr Anteile einverleiben.

Im Oktober 2020 führte BTC-ECHO ein Interview mit Alex de Vries, PwC-Berater und Gründer vom Digiconomist, über diese Thematik. De Vries erklärte unter anderem, dass einige chinesische Miner – auch angesichts der jüngsten Entwicklungen in China – bereits in andere Gebiete gewandert sind:

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Es ist sehr interessant über diese Dinge nachzudenken und wir haben bereits gesehen was passiert. Wir haben gesehen, dass ein Teil des Netzwerkes einfach verschwunden ist in den vergangenen Monaten. Wenn man darüber nachdenkt, ist das echt verrückt.

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